Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 8, Nummer 13 › Seite 102
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1852-02-17, Seite 102
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Anhang
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wohlthuend, wie eindringlich war. Ehe wir schieden, machte uns Hr. Dr. Guericke noch mit Hr. Hofrath Quinque, welcher mit ihm Vorstand der lutherischen von Pastor Wolf in Magdeburg bedienten Gemeinde in Halle ist, und mit Herrn Pastor Rudel bekannt, der an der lutherischen Gemeinde in Saarbrück gegenwärtig als Pastor Vicarius des Herrn Past. Wermelskirch fungirt und eben in Halle auf Besuch war. Hierauf reis'ten wir weiter nach Leipzig, wo wir am 20. September gegen Abend ankamen.
(Fortsetzung folgt).
(Eingesandt von Dr. Sihler.)
Kurze nothgedrungene Erwiederung auf den in No. 5. des Informatoriums enthaltenen Aufsatz: „die Irrlehren des missourischen Lutheraners und der missourischen Synode.“
Es wäre diese Erwiederung, wie eigentlich gehörig, schon früher im „Lutheraner“ erschienen, wenn derselbe, um der Wahrheit und Gerechtigkeit zu genügen, nicht genöthigt gewesen wäre, die nun geschlossene „Berichtigung“ des Herrn Prof. Crämer auf die sowohl thatsächlich entstellte, als mit gemeinen, hämisch-persönlichen Anspielungen reichlich angefüllte und im gehässigen Geist abgefaßte Darstellung des Herrn Pastor Winkler zu Detroit, zumal denjenigen seiner Leser nicht vorzuenthalten, die zugleich auch das Buffaloer Informatorium lesen. Da indessen der bei Weitem größere Leserkreis des Lutheraners letzteres Blatt nicht liest, so wäre es gegen diesen auf der andern Seite noch ungerechter und unbilliger gewesen, noch mehr Spalten des Lutheraners zur nothgedrungenen Vertheidigung wider das Inf. gleichzeitig aufzuwenden, da derselbe noch Anderes zu thun hat, als sich gegen das Inf. zu vertheidigen.
Was nun aber den oben beregten Aufsatz des Inf. betrifft, so will der Schreiber des diesjährigen Vorworts des „Lutheraners“ gleich von vornberein mit aufrichtigem Bedauern gern eingestehen, daß er eigentlich denselben mit verschuldet hat, indem er ein Nothwendiges unterlassen und ein Überflüssiges gethan.
Jenes nämlich besteht darin, daß er bei Darstellung unsers Verhältnisses zur Buffaloer Synode seinen Lesern nicht gemeldet hat, daß eine gründliche Verantwortung unserer Lehre über die Kirche und das Predigtamt in zusammenhangenden, aus Gottes Wort begründeten und aus den symbolischen Büchern unserer Kirche, wie aus den wichtigsten luther. Lehrvätern vornämlich des 16. und 17. Jahrhunderts bezeugten Thesen in einem besondern Büchlein mit Nächstem erscheinen werde, daraus jeder aufrichtige und wahrheitsliebende Lutheraner werde ersehen können, ob wir falsch und die Synode von Buffalo recht lehrt.
Das Überflüssige und Unkluge aber, das der Schreiber des Vorworts gethan hat, besteht darin, daß er am Schlusse desselben sein aufrichtiges Bedauern über die bittere und zornmüthige Gesinnung des Herrn Past. Grabau gegen uns ausgesprochen und ihm das Beste dabei gewünscht hat; denn obwohl — Gott ist sein Zeuge! — dieses Bedauern sammt angehängtem Wunsch durchaus aufrichtig gemeint war — denn es ist kein geringes Herzeleid für alle ernstliche und gründliche und kein geringes Ärgerniß für noch schwache und unbefestigte Lutheraner hüben und drüben, daß gerade wir beide Synoden einander also gegenüberstehen — so hätte er doch besser überlegen sollen, daß Herr Pastor Grabau bei seiner nun einmal herrschenden Stimmung gegen uns jenes Bedauern und Wunsch unmöglich so auffassen konnte, wie beides gemeint war, sondern es nothwendig also auffassen mußte, wie er wirklich gethan hat, indem er es für Heuchelei erklärt.
Nach diesem aufrichtigen Geständniß seiner Unklugheit ist der Schreiber des Vorworts gleichwohl genöthigt, auf folgende Vorwürfe des Inf. eine kurze Erwiederung zu thun.
1. Wirft dasselbe dem Lutheraner vor, daß er nicht näher auf die im zweiten Synodalbriefe der Synode von Buffalo enthaltene Lehre eingegangen und derselben Widerlegung versucht habe.
Darauf diene zur Antwort, daß dieses sich durchaus nicht zum Ton und Haltung des ganzen Vorworts geschickt hätte, das nur im Durchschnitt und in kurzer Übersicht die Stellung und das Verhältniß unserer Synode zu andern luth. Synoden ausdrücken und das Charakterische kurz andeuten wollte.
Es sei aber hier die eben leider unterlassene Hinweisung auf unsere Verantwortung, davon oben die Rede war, nachgeholt, darin die Synode von Buffalo im nothwendigen Zusammenhange mit der Lehre von der Kirche auch die vom Predigtamte finden wird, indeß sie diesen Zusammenhang, ohne welchen die Lehre vom Predigtamt nur lose wie in der Luft schwebet und in seinem Verhältniß zum geistlichen Priesterthum aller gläubigen Christen nicht gründlich begriffen werden kann, gar nicht wesentlich beachtet hat.
Wer nun von der Buffaloer Synode und ihren Freunden nicht will die gefärbte Brille aufbehalten, der wird daraus deutlich genug ersehen können, auf welcher Seite die Wahrheit und auf welcher der Irrthum ist.
2. Wirft das Inf. dem Lutheraner vor, daß er in seiner Stufenleiter: Christus—die Gemeinde—das Pfarramt eine Art Procession anstelle und sucht dies ins Lächerliche zu ziehen, indeß jeder unbefangene und verständige Leser des Vorworts wohl wissen wird, was damit gemeint war, so daß es unnütz wäre, hier nur ein Wort darüber zu verlieren.
3. Wirft das Inf. dem Luth. und unserer Synode vor, daß wir „das Predigtamt mit dem geistlichen Priesterthum in Eins werfen und nur als einen Ausfluß der gläubigen Gemeinde setzen, d. i. aus dem geistlichen Priesterthum ableiten.“ Dieser Vorwurf ist durchaus unwahr und ungerecht. Denn wir leugnen niemals und nirgend wider Gottes Wort und Art. 5. des Augsb. Conf. daß das Predigtamt göttliche Ordnung und Einsetzung sei und auf göttlichem Befehl ruhe. Eben so wenig behaupten wir, daß ein jeder gläubige Christ, kraft seines geistlichen Priesterthums Amt und Beruf habe, das Evangelium irgendwo öffentlich zu predigen und die heil. Sakramente zu verwalten; und unsere stetige Bekämpfung der einbrechenden Methodisten und anderer Schwarmprediger haben davon sattsam den geschichtlichen Beweis geliefert, daß wir auch die Lehren vom ordentlichen Beruf nach Art. 14. in allen Ehren halten und die Schwärmer und Winkelprediger strafen.
Dagegen aber halten wir allerdings, mit unserm Gewissen in Matth. 16, 19. 18, 18. 1 Petr. 2, 9. gebunden, unverrückt fest, daß das Recht, die Macht und Gewalt auch des Predigtamts mit dem Evangelio und den Sakramenten der Gemeinde der Gläubigen, der Kirche Christi auch in jedweder örtlichen Sonderung und Zerstreuung von Christo übergeben und mitgetheilt sei, ja daß ein jeder einzelne Gläubige, kraft seines geistlichen Priesterthums aus seiner Taufe das evangelische Grundrecht zur Verwaltung des Predigtamts habe, dessen er jedoch, ohne ordentliche Berufung, sich öffentlich nicht bedienen darf.
Deßhalb müssen wir denn — und mögen wir darüber noch so oft und bitter als Pietisten und Separatisten ꝛc. gescholten und geschimpft werden — auch dieses unverrückt festhalten, daß das Wesen der ordentlichen Berufung zum Pfarramt und Kirchendienste darin bestehet, daß jeder einzelne Mitberufende sein Recht und seine Macht auch zur öffentlichen Verwaltung des heil. Predigtamts, das allerdings außer und über allem geistlichen Priesterthum in dem göttlichen Befehl und Ordnung haftet, dem berufenen Mitpriester überträgt (und darin also zugleich der Ausübung dieses Rechtes und dieser Macht sich begiebt), der als rechtgläubig, lehrtüchtig und unsträflichen Wandels erfunden worden ist.
Wir unterscheiden also billig zweierlei, indeß das Inf. entweder des einen Theils gar geschweiget oder nur andeutungsweise sich erklärt, nämlich zuerst den göttlichen Befehl, die göttliche Ordnung und Einsetzung des heil. Predigtamts und sodann die ordentliche Berufung zu demselben.
Was nun das erste Stück betrifft, so bekennen wir gern und willig mit dem Inf. „daß das heil. Predigtamt des N. T. mit dem Evangelio gegeben ist und aus der Kraft des geoffenbarten Evangelii fließet, ohne Zuthun irgend einer Person oder geistl. Priester und Priesterthums.
Auch wir glauben, lehren und bekennen, daß das Predigtamt wesentlich wurzelt und haftet in der Gnade des Vaters, in dem Verdienste des Sohnes, in der Kraft des im Evangelio sich offenbarenden und darin wirkenden heil. Geistes, durch welchen ja erst in Begleitung der heiligen Taufe in den bußfertigen und glaubewilligen Hörern der rechtfertigende Glaube an den HErrn Christum gewirkt, der heilige Geist mitgetheilt und das geistliche Priesterthum sammt all seinen geistlichen Opfern erzeuget wird.
Und demgemäß hat also dieses Priesterthum an der Entstehung des heiligen Predigtamts
English translation AI translation
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was as comforting as it was earnest. Before we parted, Dr. Guericke made us further acquainted with Mr. Court Councillor Quinque, who with him is a warden of the Lutheran congregation in Halle served by Pastor Wolf of Magdeburg, and with Pastor Rudel, who at present serves the Lutheran congregation at Saarbrück as vicar to Pastor Wermelskirch and was just then on a visit in Halle. Thereupon we traveled on to Leipzig, where we arrived toward evening on the 20th of September.
(To be continued).
(Sent in by Dr. Sihler.)
A Brief Reply, Made Necessary, to the Article in No. 5 of the Informatorium, Entitled: "The Heresies of the Missouri Lutheraner and of the Missouri Synod."
This reply would, as was really proper, have appeared earlier in the "Lutheraner," if the latter, in order to satisfy truth and justice, had not been obliged to withhold from those of its readers who at the same time also read the Buffalo Informatorium, in particular, the now concluded "Correction" of Professor Crämer, directed against the account of Pastor Winkler at Detroit, an account both factually distorted and abundantly filled with vulgar, malicious personal allusions, and composed in a spiteful spirit. Since, however, the far larger circle of readers of the Lutheraner does not read the latter paper, it would on the other hand have been still more unjust and unfair toward these to have spent still more columns of the Lutheraner at the same time upon a necessary defense against the Inf., since it has other things to do than to defend itself against the Inf.
But as regards the above-mentioned article of the Inf., the writer of this year's Preface of the "Lutheraner" wishes at the outset to confess gladly, with sincere regret, that he himself bears some of the blame for it, in that he omitted something necessary and did something superfluous.
The former consists in this, that in presenting our relation to the Buffalo Synod he did not report to his readers that a thorough Defense of our doctrine concerning the Church and the Ministry is soon to appear in a special little book, in connected theses founded on God's Word and attested from the symbolical books of our Church, as well as from the most important Lutheran teachers of the Church, chiefly of the sixteenth and seventeenth centuries, from which every sincere and truth-loving Lutheran will be able to see whether we teach falsely and the Synod of Buffalo rightly.
But the superfluous and imprudent thing which the writer of the Preface did consists in this, that at the close of it he expressed his sincere regret over the bitter and wrathful disposition of Pastor Grabau toward us and wished him the best withal; for although, God is his witness, this regret together with the added wish was meant altogether sincerely (for it is no slight heartache for all earnest and thorough, and no slight offense for still weak and unestablished Lutherans on this side and on that, that we two Synods of all should stand thus over against each other), he ought yet to have considered better that Pastor Grabau, in his now prevailing temper toward us, could not possibly take that regret and wish as both were meant, but must necessarily take them as he has actually done, by declaring them hypocrisy.
After this sincere confession of his imprudence, the writer of the Preface is nevertheless obliged to make a brief reply to the following reproaches of the Inf.
1. It reproaches the Lutheraner for not having gone more closely into the doctrine contained in the second Synodal Letter of the Synod of Buffalo and for not having attempted a refutation of it.
To this the answer is, that this would not at all have suited the tone and bearing of the whole Preface, which was meant only to express, in outline and in a brief survey, the position and relation of our Synod to other Lutheran Synods, and to indicate briefly what is characteristic.
But let the reference, unfortunately omitted, to our Defense, of which mention was made above, be supplied here, in which the Synod of Buffalo will find, in necessary connection with the doctrine of the Church, also that of the Ministry, whereas it has paid no essential regard to this connection, without which the doctrine of the Ministry hangs loose, as it were, in the air, and cannot be thoroughly grasped in its relation to the spiritual priesthood of all believing Christians.
Whoever of the Buffalo Synod and its friends does not wish to keep on the colored spectacles will plainly enough see from this on which side the truth is, and on which the error.
2. The Inf. reproaches the Lutheraner that in its ladder of degrees, Christ—the congregation—the pastoral office, it stages a sort of procession, and seeks to turn this to ridicule, whereas every unprejudiced and sensible reader of the Preface will well know what was meant by it, so that it would be useless to waste even a word upon it here.
3. The Inf. reproaches the Luth. and our Synod that we "throw the ministry together with the spiritual priesthood into one, and set it merely as an outflow of the believing congregation, that is, derive it from the spiritual priesthood." This reproach is altogether untrue and unjust. For we never and nowhere deny, contrary to God's Word and Art. 5 of the Augsburg Confession, that the ministry is a divine ordinance and institution and rests upon divine command. Just as little do we assert that every believing Christian, by virtue of his spiritual priesthood, has the office and calling to preach the Gospel publicly anywhere and to administer the holy Sacraments; and our constant opposition to the intruding Methodists and other fanatical preachers has furnished sufficient historical proof that we also hold in all honor the teachings concerning the regular call according to Art. 14, and rebuke the fanatics and hedge-preachers.
On the other hand, however, we do indeed hold fast, unmoved, bound in our conscience by Matt. 16:19, 18:18, 1 Pet. 2:9, that the right, the power and authority also of the ministry, together with the Gospel and the Sacraments, have been given and imparted by Christ to the congregation of the believers, to the Church of Christ, even in every local division and dispersion; yea, that every individual believer, by virtue of his spiritual priesthood from his Baptism, has the evangelical fundamental right to the administration of the ministry, of which, however, he may not make public use without a regular call.
For this reason we must also, and may we be ever so often and bitterly called Pietists and Separatists, etc., and reviled, hold unmoved to this also, that the essence of the regular call to the pastoral office and the service of the church consists in this, that every individual co-caller transfers his right and his power also to the public administration of the holy ministry, which indeed is grounded, apart from and above all spiritual priesthood, in the divine command and ordinance, to the called fellow-priest (and therein at the same time renounces the exercise of this right and this power), who has been found to be orthodox, apt to teach, and of blameless walk.
We therefore rightly distinguish two things, whereas the Inf. either wholly passes over one of them in silence or only hints at its meaning, namely, first the divine command, the divine ordinance and institution of the holy ministry, and then the regular call to it.
As to the first point, we confess gladly and willingly with the Inf. "that the holy ministry of the N. T. is given with the Gospel and flows from the power of the revealed Gospel, without the co-operation of any person or spiritual priests and priesthood.
We also believe, teach and confess that the ministry is essentially rooted and grounded in the grace of the Father, in the merit of the Son, in the power of the Holy Ghost revealing Himself in the Gospel and working therein, through whom alone, in company with holy Baptism, in penitent and willing hearers saving faith in the LORD Christ is wrought, the Holy Ghost is imparted, and the spiritual priesthood together with all its spiritual sacrifices is brought forth.
And accordingly this priesthood has therefore in the origin of the holy ministry