Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 7, Nummer 15 › Seite 115
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1851-03-18, Seite 115
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Daß in dem 10. Artikel der Augsb. Confession nicht die Lehre der römischen, sondern der reformirten Kirche verworfen werde, das zeigt erstlich schon der Inhalt des Artikels selbst so deutlich, daß man nicht begreifen kann, wie dies einem Menschen zweifelhaft sein kann. Bekanntlich leugnen die Papisten nicht die Gegenwart des Leibes und Blutes Christi im h. Abendmahle, sondern das Vorhandensein des Brodts und Weines; indem sie wider die heilige Schrift behaupten, durch die priesterliche Consecration werden die irdischen Elemente hinweggezaubert und in den Leib und das Blut des Herrn verwandelt. Wenn es daher in dem zehnten Artikel, wie oben angezeigt ist, heißt: „Vom Abendmahl — gegenwärtig sei und da ausgetheilet — werde. Deshalben wird auch die Gegenlehre verworfen“, so werden damit offenbar nicht die Papisten, sondern diejenigen verworfen, welche die Gegenwart des Leibes und Blutes Christi unter der Gestalt der sichtbaren Elemente und die Austheilung jener himmlischen Güter unter alle Abendmahlsgäste, würdige und unwürdige, leugnen, also — die Reformirten. Es hat zwar schon Reformirte gegeben, welche, um den entstandenen Riß zu übertünchen, haben behaupten wollen, sie seien in jener Verwerfungsformel nicht gemeint, keiner ist jedoch, so viel uns bekannt ist, so dreist gewesen, jene Worte: „Deshalben wird auch die Gegenlehre verworfen“, in ein Anathema gegen die papistische Lehre zu verdrehen; die reformirten Lehrer Hospinian und Heidegger z. B. sagen wenigstens, wiewohl auch dies wider die Wahrheit, mit jenen Worten seien nur die groben Sacramentsschwärmer, als Wiedertäufer, Schwenkfelder ꝛc., verworfen worden.
Einen zweiten Beweis liefern uns die sogenannten Torgauer Artikel, welche Luther auf Befehl des Churfürsten von Sachsen aufgesetzt und aus welchen Melanchthon die Augsburg. Conf. gezogen und zusammengesetzt hat. In diesen Artikeln heißt es nehmlich in der dem zehnten Artikel der Augsb. Confession zu Grunde liegenden Stelle also: „Daß da sei wahrhaftig gegenwärtig im Brodt und Wein der wahre Leib und das Blut Christi, laut der Wort: Das ist mein Leib, das ist mein Blut; und seien nicht allein Brodt und Wein, wie jetzund das Widertheil fürgibt.“ — Kann es etwa jemanden einfallen, unter diesem Widertheil, welches „allein Brodt und Wein“ im heil. Abendmahl erkennt, die Papisten zu verstehen? —
Ein dritter Beweis, daß in dem zehnten Artikel unserer Augsb. Conf. nicht die Lehre der Papisten, sondern die der Reformirten verdammt werde, ist, daß die Papisten selbst diesen Artikel gebilligt und nur über mangelhafte Darstellung geklagt haben. So lautet nehmlich das Urtheil der in Augsburg damals gegenwärtigen papistischen Theologen: „Der zehente (Artikel der A. C.) ist recht, doch daß dabei gelehrt werde, wie des Brodts und Weins Weise aufhöre und in den wahren Leib und Blut Christi verwandelt werde“. (Siehe: Vertheidigung des evangelischen Augapfels vom Jahre 1673 Seite 92.) Johannes a Daventria schreibt ausdrücklich: In diesem Artikel ist nichts, was anstößig sein könnte. Denn er stimmt mit dem Evangelio und der allgemeinen Kirche überein. Er verdammt auch die Ökolompadianer, Zwinglianer und den ganzen unverschämten Haufen der Wiedertäufer“. (Exeges. Aug. Conf. aut. B. Menzero p. 444.) Darf man etwa annehmen, die Papisten, mit denen von den Unsern in Augsburg mündlich über jeden Punkt verhandelt worden ist, haben nicht gewußt, ob sie mit jener Verwerfungsformel gemeint seien, oder daß sie es aus Liebe zu uns Lutheranern zum Besten gedeutet haben? Es wird hoffentlich keines von beiden einem vernünftigen Leser einfallen, eben so wenig, als der Gedanke, daß die Lutheraner die Papisten in ihrem Irrthum gelassen haben würden.
Ein vierter Beweis ist, daß Melanchthon gerade zur Zeit der Verabfassung der Augsb. C. sehr entschieden die Zwinglische Lehre verworfen und die Zwinglianer trotz aller Bemühungen des Landgrafen Philipp von Hessen nicht in die kirchliche Gemeinschaft zu einem gemeinsamen Bekenntniße und zur Mitunterschrift aufgenommen hat *), daher Zwingli und die vier zwinglianisch gesinnten sog. oberländischen Städte Straßburg, Costnitz, Memmingen und Lindau, letztere Buzer an der Spitze, zwei besondere Bekenntniße dem Kaiser übergeben haben. Daher schreiben denn die redlichen theuren Verfasser der Concordienformel im siebenten Artikel derselben: „Die Sacramentirer haben sich von der Augsb. Conf. bald anfänglich, als die Confession zu Augsburg Anno 1530 erstlich gestellet und dem Kaiser übergeben, gänzlich geäußert und abgesondert, und ihre eigene Confession übergeben“. (Wiederholung Artikel 7.)
*) Das betreffende Votum Melanchthons und Brentius vom Jahre 1530 haben wir bereits in der 14. Nummer des vorigen Jahrgangs mitgetheilt. Wir setzen hier, damit man Melanchthons damalige Gesinnung gegen die Zwinglische Lehre klar erkenne, nur noch drei Stellen dreier Briefe Melanchthons aus jener Zeit hinzu; die erste ist einem in Augsburg an Buzer [der sich eben da aufhielt] am 23. Juli 1530 gerichteten Briefe entnommen und lautet folgendermaßen: „Zwinglius hat ein Bekenntniß hergesandt, darin er wahrlich nicht will angesehen sein, daß er allein mit Worten anders lehre, denn wir. Es scheint, daß mehr ein Schweizerischer, denn ein christlicher Geist sei, der ihn eine solche trotzige Bekenntniß zu schreiben angetrieben hat“. [Siehe: Luthers Werke. Tom, XVII, 2416.) Die andere Stelle ist einem Briefe Melanchthons an Martin Görlitz, Prediger zu Braunschweig, entnommen; sie ist folgende: „Was die Zwinglische Rotte belangt, sollet ihr gutes Muthes sein; ich habe selbst erfahren, da ihre fürnehmsten Rädelsführer zu Marburg zusammen gewest, daß sie keine christliche Lehre haben, sondern allein kindisch und lächerlich philosophiren und gaukeln; darum werden sie nicht bestehen. Denn alle Pflanze, so nicht von Gott ist, wird ausgerottet. Wenn sie gleich 600 Jahr disputiren, so bringen sie mehr nicht, denn allein dieses: „„Das Fleisch ist kein nütze““. Und diese Worte ziehen sie mit Gewalt auf das Fleisch Christi. Was meine Meinung sei, habt ihr aus meinem Büchlein zu sehen, von den Sprüchen der Väter: Ich wollte lieber sterben, denn es mit ihnen halten, und sagen, der Leib Christi müsse und könne nur an Einem Ort sein. Darum wollet sie getrost strafen, öffentlich und sonsten, wenn und wo es die Gelegenheit gibt“. (Ebendaselbst S. 2128.) Die dritte Stelle ist einem Briefe Melanchthons entnommen, den derselbe ebenfalls von Augsburg an Luthern abgesendet; darin heißt es: „Zwinglius hat ein gedruckt Bekenntniß anher geschickt; man möchte geradezu sagen, er sei ganz verrückt. Von der Erbsünde, vom Gebrauch der Sacramente wärmt er die alten Irrthümer offenbar wieder auf. Von den Ceremonien redet er ganz barbarisch, er wollte sie gern alle abgeschafft wissen. Seine Sache vom Abendmahl treibt er stark“. (Ebendas. XVI. S. 1202. Siehe: Melanchthons Briefe von Manlius herausgegeben p. 161.)
Der fünfte unwidersprechliche Beweis ist endlich dieser, daß die Reformirten nicht nur selbst unzählige Mal ihre Nichtübereinstimmung mit dem zehnten Artikel der Augsb. Conf. ausgesprochen, sondern auch eingestanden haben, daß eben sie in diesem Artikel verworfen worden seien. So schreibt z. B. Heinrich Altingius: „Durch die Antithese (Gegensatz) dieses Artikels werden diejenigen verworfen, welche von dem h. Abendmahl anders, als die Augsb. Conf., lehren; es werden aber damit bezeichnet die Lehrer der Kirchen in der Schweiz und in Oberdeutschland, insonderheit der vier Städte, Straßburg, Costnitz, Memmingen und Lindau, welche dem Kaiser eine besondere Confession durch Capito und Buzer übergeben haben“. (Exeges. log. Aug. Conf. p. 74.)
Wir fragen nun, mit welcher Stirn hat es der „Friedensbote“ in die Welt rufen können, in der Augsb. Conf. sei mit Fleiß des Unterschieds der Lehre zwischen der reform. und luther. Kirche verschwiegen worden, damit unter ihrem Deckmantel auch ein Zwinglianer und Calvinist sich verstecken könne? Mit welcher Stirn hat er es wagen können, der geschichtlichen Wahrheit und dem Augenschein zum Trotz zu behaupten, daß die Augsb. Confession zu einem Instrumente für die elendeste Religions- und Glaubensmengerei von den treuen Bekennern zugerichtet worden sei? Fürchtet sich der „Friedensbote“ nicht vor dem, der aller Lügen Feind ist, sollte er sich dann nicht wenigstens schämen, mit seinen so leicht zu entdeckenden Verfälschungen vor Menschen zu Schande zu werden, und sich fürchten, der Sache seiner Union dadurch nur mehr zu schaden, als zu nützen? Möge Gott geben, daß die namenlosen und vermummten Aussender des „Friedensboten“ wenigstens hinter ihrem Visire erröthen und sich bessern. Die lieben lutherischen Leser aber bitten wir, sie wollen es sich nicht verdrießen lassen, daß wir sie mit diesen trockenen geschichtlichen Berichtigungen behelligen. Sie wollen bedenken, wie wichtig es sei, daß denen mit Ernst begegnet werde, welche jetzt zu Gunsten einer falschen Union die Geschichte der Kirche und ihrer Kämpfe verfälschen und so eine Verwirrung anzurichten suchen, die zum höchsten Verderben der Kirche ausschlagen muß. Sie wollen bedenken, daß es nicht allein die Friedensbotenschreiber sind, die diese traurige Kunst jetzt üben, sondern selbst Männer, die zu den Gelehrten gerechnet sein wollen. Wir hoffen, daß unser Zeugniß nicht vergeblich sein und wenigstens so viel wirken solle, daß diese Herrn sich in Zukunft etwas besser vorsehen werden, wenn es sie gelüstet, anerkannte treue Knechte Gottes zu ihren Vorgängern machen zu wollen.
Rede
bei der am 29. August 1850 stattgefundenen Einweihung des Neubaues am lutherischen Prediger-Seminar zu Fort-Wayne
genannt das „Wolterhaus“
gehalten von Dr. W. Sihler, Vorsteher des Seminars. *)
*) Auf Verlangen eingesendet.
„Nicht uns, HErr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um deine Gnade und Wahrheit,“ — also müssen billig wohl alle Menschenkinder sprechen, wenn sie Großes oder Kleines ins Werk gerichtet haben, das sonderlich auch zum Nutzen und Frommen der h. K. dienet, denn der HErr allein gab den Anfängern solches Werkes es ins Herz; der HErr allein brachte den Ge-
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That in the 10th Article of the Augsb. Confession it is not the doctrine of the Roman but of the Reformed Church that is rejected, is shown, first, so plainly by the very content of the Article itself, that one cannot comprehend how this could be doubtful to any man. As is well known, the Papists do not deny the presence of the body and blood of Christ in the Holy Supper, but the presence of the bread and wine; inasmuch as they assert, contrary to Holy Scripture, that by the priestly consecration the earthly elements are conjured away and changed into the body and blood of the Lord. When, therefore, it says in the tenth Article, as indicated above: "Of the Supper — are present and are there distributed — Therefore the opposing doctrine is also rejected," there are thereby plainly rejected not the Papists, but those who deny the presence of the body and blood of Christ under the form of the visible elements and the distribution of those heavenly goods to all guests at the Supper, worthy and unworthy, that is — the Reformed. There have indeed been Reformed who, in order to whitewash the rent that had arisen, have wished to maintain that they were not meant in that formula of rejection; none, however, so far as is known to us, has been so bold as to twist those words: "Therefore the opposing doctrine is also rejected," into an anathema against the papistic doctrine; the Reformed teachers Hospinian and Heidegger, for example, say at least, though this also is contrary to the truth, that by those words only the gross sacramentarian enthusiasts, such as Anabaptists, Schwenkfeldians, etc., were rejected.
A second proof is furnished us by the so-called Torgau Articles, which Luther drew up by command of the Elector of Saxony and from which Melanchthon extracted and compiled the Augsburg Conf. In these Articles it says, namely, in the passage underlying the tenth Article of the Augsb. Confession: "That there be truly present in the bread and wine the true body and blood of Christ, according to the words: This is my body, this is my blood; and that they be not bread and wine alone, as the adversary now pretends." — Can it occur to any one to understand the Papists by this adversary, which recognizes "bread and wine alone" in the holy Supper? —
A third proof that in the tenth Article of our Augsb. Conf. not the doctrine of the Papists but that of the Reformed is condemned, is that the Papists themselves approved this Article and only complained of a defective presentation. For thus runs the judgment of the papistic theologians then present at Augsburg: "The tenth (Article of the A. C.) is right, provided that it be taught therewith how the manner of the bread and wine ceases and is changed into the true body and blood of Christ." (See: Vertheidigung des evangelischen Augapfels of the year 1673, page 92.) Johannes a Daventria writes expressly: In this Article there is nothing that could give offense. For it agrees with the Gospel and the universal Church. He also condemns the Oecolampadians, Zwinglians, and the whole shameless crowd of the Anabaptists." (Exeges. Aug. Conf. aut. B. Menzero p. 444.) May it be supposed that the Papists, with whom our people at Augsburg negotiated orally upon every point, did not know whether they were meant by that formula of rejection, or that they interpreted it in the best sense out of love to us Lutherans? It will hopefully occur to no reasonable reader to think either of the two, just as little as the thought that the Lutherans would have left the Papists in their error.
A fourth proof is that Melanchthon, precisely at the time of the drawing up of the Augsb. C., very decidedly rejected the Zwinglian doctrine and, in spite of all the efforts of Landgrave Philip of Hesse, did not receive the Zwinglians into churchly fellowship for a common confession and for joint subscription *), wherefore Zwingli and the four so-called Upper-German cities of Zwinglian sentiments, Strassburg, Constance, Memmingen and Lindau, the last with Bucer at their head, presented two separate confessions to the Emperor. Therefore the honest, precious authors of the Formula of Concord write in the seventh Article of the same: "The Sacramentarians separated and parted themselves entirely from the Augsb. Conf. right at the beginning, when the Confession was first presented at Augsburg in the year 1530 and delivered to the Emperor, and presented their own confession." (Repetition, Article 7.)
*) We communicated the relevant opinion of Melanchthon and Brentius of the year 1530 already in the 14th number of the previous volume. We add here, that Melanchthon's sentiment at that time toward the Zwinglian doctrine may be clearly recognized, only three more passages from three letters of Melanchthon from that time; the first is taken from a letter written at Augsburg to Bucer [who was just then staying there] on the 23rd of July 1530, and runs as follows: "Zwinglius has sent a confession, in which he truly does not wish to be regarded as teaching otherwise than we merely in words. It seems that it is rather a Swiss than a Christian spirit that has impelled him to write such a defiant confession." [See: Luthers Werke. Tom, XVII, 2416.) The other passage is taken from a letter of Melanchthon to Martin Görlitz, preacher at Brunswick; it is as follows: "As concerns the Zwinglian rabble, you should be of good courage; I have myself found out, when their chief ringleaders were together at Marburg, that they have no Christian doctrine, but only philosophize and juggle in a childish and ridiculous way; therefore they will not stand. For every plant that is not of God shall be rooted up. Though they dispute 600 years, they will bring forth nothing more than this alone: ""The flesh profiteth nothing"". And these words they drag by force to the flesh of Christ. What my opinion is, you may see from my little book on the sayings of the Fathers: I would rather die than hold with them, and say that the body of Christ must and can be only in One place. Therefore be sure to reprove them boldly, publicly and otherwise, when and where occasion offers." (Ibid. p. 2128.) The third passage is taken from a letter of Melanchthon which he likewise sent from Augsburg to Luther; therein it says: "Zwinglius has sent hither a printed confession; one might say outright that he is quite mad. Concerning original sin, concerning the use of the Sacraments, he plainly warms over the old errors again. Of the ceremonies he speaks quite barbarously; he would gladly have them all abolished. His cause concerning the Supper he pushes hard." (Ibid. XVI. p. 1202. See: Melanchthons Briefe, edited by Manlius, p. 161.)
The fifth, irrefutable proof is finally this, that the Reformed not only themselves have innumerable times declared their disagreement with the tenth Article of the Augsb. Conf., but have also admitted that they themselves were rejected in this Article. Thus writes, for example, Heinrich Altingius: "By the antithesis (opposite) of this Article those are rejected who teach otherwise concerning the holy Supper than the Augsb. Conf.; but thereby are designated the teachers of the churches in Switzerland and in Upper Germany, especially of the four cities, Strassburg, Constance, Memmingen and Lindau, which delivered to the Emperor a separate Confession through Capito and Bucer." (Exeges. log. Aug. Conf. p. 74.)
We ask now, with what face could the "Friedensbote" cry out into the world that in the Augsb. Conf. the difference of doctrine between the Reformed and Luth. Church was deliberately passed over in silence, in order that under its cloak a Zwinglian and Calvinist also might hide? With what face has it dared, in defiance of historical truth and of plain evidence, to assert that the Augsb. Confession was prepared by the faithful confessors as an instrument for the most wretched mixing of religions and faiths? Does the "Friedensbote" not fear him who is the enemy of all lies, should it not then at least be ashamed to be put to shame before men by its so easily discovered falsifications, and fear to harm rather than benefit the cause of its Union thereby? May God grant that the nameless and masked senders-out of the "Friedensbote" may at least blush behind their visors and amend. But we beg the dear Lutheran readers that they will not let it vex them that we trouble them with these dry historical corrections. Let them consider how important it is that those be met with earnestness who now, in favor of a false Union, falsify the history of the Church and its conflicts and so seek to create a confusion that must turn out to the highest ruin of the Church. Let them consider that it is not the writers of the Friedensbote alone who now practice this sad art, but even men who wish to be counted among the learned. We hope that our testimony will not be in vain and will accomplish at least so much that these gentlemen will in future be somewhat better on their guard when it pleases them to make acknowledged, faithful servants of God their predecessors.
Address
delivered at the dedication, held on the 29th of August 1850, of the new building of the Lutheran Preachers' Seminary at Fort Wayne
called the "Wolterhaus"
by Dr. W. Sihler, Director of the Seminary. *)
*) Sent in at request.
"Not unto us, O LORD, not unto us, but unto thy name give glory, for thy mercy and for thy truth's sake," — so must all the children of men fitly say, when they have accomplished things great or small, which serve especially also to the use and benefit of the holy Church, for the LORD alone put such a work into the hearts of its beginners; the LORD alone brought the