Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 8, Nummer 23 › Seite 183

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1852-07-17, Seite 183

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und Preisens, daß der Herr Jesus sie gefunden und sich von ihr hat finden lassen.

Wie gefällt Dir dieser Glaube, mein lieber Leser? Der HErr schenke allen Gliedern Seiner Kirche solche Festigkeit, damit in der letzten Zeit sich die Löwen wiederfinden, die durch des heiligen Geistes Kraft allen Schrecken der Verfolgung muthig Trotz bieten. Amen!

H. L.

Man muß das Herz treffen, nicht den Pelz.

Als einstmals ein gottseliger Prediger in seiner Predigt die Sünden des Hofes in Gegenwart seines Fürsten ernstlich gestraft hatte, ließ der Fürst den Prediger sammt vielen Hofleuten zur Tafel laden. Der Fürst war ziemlich mürrisch während der Mahlzeit, und schon hofften die Gäste, daß derselbe den Prediger wegen seiner Kühnheit zur Rede stellen werde. Doch endlich ergriff der Fürst ein Glas und reichte es dem Prediger mit den Worten: „Ihr habt mir heute ein Tüchtiges auf den Pelz gegeben.“ Der Hofprediger antwortete, sich verneigend: „Gnädigster Fürst und Herr, das ist mir von Herzen leid.“ Der Fürst fiel ein: „Warum ist's Euch leid? Thut Euer Amt, es sind des Tages zwölf Stunden, werden wir heute nicht frömmer, so werden wir's etwan morgen.“ „Ja,“ sagte der Pfarrer, „ich wollte eben gern mein Amt thun; allein es ist mir leid, daß es heute früh so übel abgelaufen ist: denn ich habe Ew. Fürstl. Gnaden nach dem Herzen gezielt und es ist nur in den Pelz gegangen.“

Frequenz der Wittenberger Universität.

Zu Luther's Zeit war die Wittenberger Universität so weithin berühmt und besucht, daß Melanchthon in manchen Collegien 2000 Zuhörer hatte und zwar Zuhörer aus allen Ständen und Weltgegenden, so daß er an Justus Menius schreibt: „Heute gab es an meinem Tische Leute eilf verschiedener Zungen, der lateinischen, griechischen, ebräischen, deutschen, pannonischen, hennetischen, türkischen, arabischen, gemeinen griechischen, indischen und spanischen.“ Um dieser verschiedenen Ausländer willen, welche die Universität besuchten und nicht deutsch, wohl aber sämmtlich lateinisch verstanden, mußte daher auch Melanchthon allsonntäglich einen öffentlichen Gottesdienst in lateinischer Sprache abhalten, worin er die evangelischen und epistolischen Pericopen zur Erbauung auslegte.

Predigten, die zu Herzen gehen.

Luther wurde einst gefragt, wie er doch so kräftig predigen könne, daß es den Leuten so tief zu Herzen gehe? Er antwortete: „Das haben mich meine Anfechtungen gelehrt.“

Kirchliche Nachricht.

Nachdem Herr Heinrich Werfelmann aus dem Königreich Hannover, bis daher Zögling des Seminars zu Fort Wayne, eine Berufung an die deutsche evangel. luth. St. Johannes Gemeinde bei Wapaukonetta, Auglaize Co., O., empfangen und angenommen hatte, ist derselbe am zweiten Pfingsttage von mir, im Auftrage des Herrn Vice-Präses Dr. W. Sihler, inmitten seiner Gemeinde feierlich ordinirt worden.

Der treue Heiland wolle nach dem Reichthum seiner Gnade mit ihm und seiner Gemeinde sein.

Paulus Heid.

Die Adresse des l. Bruders ist:
Rev. H. Werfelmann, Fryburg P. O., Auglaize Co., O.

Bitte.

Die unterzeichnete Gemeinde, welche im Begriff ist, eine Blockkirche zu bauen, nachdem sie sich bis jetzt mit Privatwohnungen zu diesem Zwecke hat behelfen müssen, sieht sich genöthigt, um das Innere der Kirche zwar einfach, aber doch geziemend herzustellen, zu der Mildthätigkeit ihrer Glaubensverwandten Zuflucht zu nehmen. Sie ist zu arm, um es aus eigenen Mitteln bestreiten zu können, da die meisten ihrer Glieder noch nicht einmal von Schulden freie Farmer sind. Sie wird auch das Wenige, was ihr die christliche Liebe darreicht, mit der dankbarsten Werthschätzung annehmen, und sich, wenn Gott ihr Kräfte und Vermögen schenkt, zu gleicher Hülfsleistung auf das Bereitwilligste sich finden zu lassen für hoch verpflichtet erkennen. Die etwaigen Gaben bittet sie unter der Adresse:
Rev. Fuerbringer,
care of Rev. Lochner, Milwaukee, Wisc.
einzusenden.

Die lutherische Gemeinde rechtgläubigen Bekenntnisses zu Kirchhain, Washington Co., Wisc.

Todesnachricht.

Am 16. dieses Monats starb selig in ihrem Heiland die nachgelassene Wittwe des seligen Pastor Löber, geborne Zahn, in dem Hause ihres Schwiegersohnes, des Herrn Cantors Bünger zu St. Louis, an der Cholera. Dies zur Nachricht Allen, die diese gottselige Pfarrwittwe kannten und darum liebten.

Neue Adressen.
Rev. G. Reichardt, Avilla P. O., Noble Co., Ia.
Rev. E. A. Hæckel, Jefferson Mill P. O., Jefferson Co., Mo.

Veränderte Addresse.
Rev. W. Bergt, Centre P. O. Williams Co., O.

Dank.

Für alle Gaben der Liebe, welche ich seit dem letzten halben Jahre meines Aufenthalts im Seminar zu Fort Wayne, Ia., durch Herrn Langenau, Herrn Prof. Crämer, Hr. P. Kühn, und zu meiner Reise an den Ort meiner Bestimmung durch Herrn Prof. Sihler erhalten habe, sage ich allen meinen bekannten und unbekannten Gönnern meinen herzlichen Dank. Der Herr, der da spricht: „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr gethan habt Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir gethan! Matth. 25, 40. — der segne sie hier zeitlich und dort ewiglich.

E. A. Häckel.

Quittung und Dank.

Vom Jünglings-Verein der Gemeinde zu Altenburg, Perry Co., Mo., $6,00. als halbjährige Unterstützung erhalten; wofür ich meinen herzlichen Dank sage.

Gotthilf Löber.

Concordia, den 1. Juli 1852.

Von mehreren meiner Freunde in St. Louis empfing ich zu meiner Unterstützung im hiesigen Seminar baar $7,50.
an Büchern 4,45.
und eine Violine für 4,00.
Summa $15,95.
Der liebreiche Gott wolle nach seinen gnädigen Verheißungen diese Gaben der Liebe mit irdischen und himmlischen Gütern reichlich vergelten.
Fort Wayne, den 23. Juni 1852.

H. Jüngel.

$16,82.
Durch Herrn Pastor Hattstädt und zwar
vom Jünglings-Verein zu Monroe $6,00.
von der Gemeinde in Monroe 6,25.
von der Imanuels Gemeinde bei Monroe 1,57.
bei einer Hochzeit in der heil. Geistes Gemeinde bei Monroe 3,00.
$16,82.
zum Unterhalt während meiner Studienzeit empfangen zu haben; bescheinige ich hiemit dankend.
Der barmherzige Gott wolle sie nach seiner Verheißung dafür segnen mit zeitlichen und ewigen Gütern.

Johann M. M. Mell.

Empfangen durch Herrn Pastor Schwan $17,19, von Gliedern der Gemeinde Cleveland. Der Herr segne die milden Geber.

Heinrich König,
Zögling des Seminars zu Fort Wayne.

Von dem Jünglingsverein zu Cleveland, zum Unterhalt des Collegeschülers Friedrich Seiger durch Herrn Großenberger erhalten $15,80.

C. F. W. Walther.

Erhalten
a. zur Synodal-Casse:
Von den Herren Pastoren: Bergt, Bernreuther, Besel, Brauer, Brohm, Prof. Crämer, Detzer, Dulitz, Eppling (p. 1851 u. 1852.), Ernst, Fick, Franke, Frederking, Fricke, Fritze, Fürbringer, Geyer, Gräbner, Gruber, Habel, Heid, Holls, Hoyer, Hüsemann, Husmann, Jäbker, Keyl, Klinkenberg, Küchle ($2.00.), Kühn, Kunz, Löber, Lochner, Nützel, Rennicke, Riedel, Röbbelen, Sauer, Schaller, Schliepsiek, Schürmann, Schuster, Schwan, Seidel, Selle, Sievers ($2.00.), Dr. Sihler, Stecher, Steinbach, Strasen, Streckfuß, Stubnazy, Stürken, Trautmann, Volkert, Wunder, Weyel, à $1,00. $60,00.
Von den Herren Schullehrern: Barthling, Erk (p. 1851.) Fritsche, Köppel, Julius Koch, Pinkepank, Roschke, Wolf (p. 1851 u. 1852.), Zagel à $1,00. 10,00.
Von der Gemeinde Frohna, Perry Co., Mo. 2,50.
Von der Gemeinde Centreville, Ills. 1,65.
Von der St. Pauls-Gemeinde, Monroe Co., Ills. 4,35.
Von der Gemeinde des Herrn Past. Seidel 3,58.
Von der Dreifaltigkeits Gemeinde in Cincinnati 6,15.
Von der Gemeinde des Herrn Past. Trautmann 1,50.
Von der Gemeinde des Herrn Past. Eppling 5,00.
Von der Gemeinde des Herrn Past. Besel 2,00.
Von der Gem. des Hrn. Past. Sihler in Fort Wayne 20,00.
Von der Gemeinde des Herrn Past. Schuster 5,50.
Von der Gemeinde des Herrn Past. Kunz 2,00.
Von der Gemeinde des Herrn Past. Selle 2,70.

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and extolling that the Lord Jesus has found her and has let Himself be found by her.

How doth this faith please thee, my dear reader? May the LORD grant to all members of His Church such steadfastness, that in the last time the lions may be found again, who, by the power of the Holy Ghost, boldly defy all the terror of persecution. Amen!

H. L.

One Must Hit the Heart, Not the Fur.

When a godly preacher once, in his sermon, had earnestly rebuked the sins of the court in the presence of his prince, the prince had the preacher invited, together with many courtiers, to table. The prince was rather sullen during the meal, and the guests already hoped that he would call the preacher to account for his boldness. But at last the prince took a glass and handed it to the preacher with the words: "You have given me a good one on the fur today." The court preacher answered, bowing: "Most gracious Prince and Lord, that grieves me from the heart." The prince interrupted: "Why does it grieve you? Do your office; there are twelve hours in the day; if we do not become more pious today, we shall perhaps tomorrow." "Yes," said the pastor, "I would gladly have done my office; but it grieves me that it went off so badly this morning: for I aimed at the heart of Your Princely Grace, and it went only into the fur."

Attendance at the University of Wittenberg.

In Luther's time the University of Wittenberg was so far famed and so much frequented that Melanchthon had in many lectures 2000 hearers, and indeed hearers from all ranks and quarters of the world, so that he writes to Justus Menius: "Today there were at my table people of eleven different tongues: the Latin, Greek, Hebrew, German, Pannonian, Henetian, Turkish, Arabic, common Greek, Indian and Spanish." On account of these various foreigners, who attended the University and understood not German, but all of them Latin, Melanchthon therefore had also to hold every Sunday a public service in the Latin language, in which he expounded the evangelical and epistolary pericopes for edification.

Sermons That Go to the Heart.

Luther was once asked how he could preach so powerfully that it went so deep into people's hearts. He answered: "My trials taught me that."

Church Notice.

Mr. Heinrich Werfelmann from the Kingdom of Hannover, until now a student of the Seminary at Fort Wayne, having received and accepted a call to the German Evangelical Lutheran St. John's congregation near Wapaukonetta, Auglaize Co., O., was solemnly ordained on Whit-Monday by me, by commission of the Vice-President Dr. W. Sihler, in the midst of his congregation.

May the faithful Saviour, according to the riches of His grace, be with him and his congregation.

Paulus Heid.

The address of the dear brother is:
Rev. H. Werfelmann, Fryburg P. O., Auglaize Co., O.

Request.

The undersigned congregation, which is about to build a log church, having until now had to make shift with private dwellings for this purpose, finds itself compelled, in order to furnish the interior of the church, plainly indeed, but yet decently, to take refuge in the benevolence of its fellow believers. It is too poor to defray it from its own means, since most of its members are not yet even farmers free of debt. It will accept with the most grateful appreciation even the little that Christian love extends to it, and, if God grants it strength and means, will hold itself highly obliged to let itself be found most willing for like assistance. The gifts, if any, it asks to have sent under the address:
Rev. Fuerbringer,
care of Rev. Lochner, Milwaukee, Wisc.

The Lutheran congregation of orthodox confession at Kirchhain, Washington Co., Wisc.

Notice of Death.

On the 16th of this month there died, blessed in her Saviour, the surviving widow of the late Pastor Löber, born Zahn, in the house of her son-in-law, Mr. Cantor Bünger at St. Louis, of cholera. This for the information of all who knew this godly pastor's widow and therefore loved her.

New Addresses.
Rev. G. Reichardt, Avilla P. O., Noble Co., Ia.
Rev. E. A. Hæckel, Jefferson Mill P. O., Jefferson Co., Mo.

Changed Address.
Rev. W. Bergt, Centre P. O. Williams Co., O.

Thanks.

For all gifts of love which I have received since the last half year of my stay in the Seminary at Fort Wayne, Ia., through Mr. Langenau, Prof. Crämer, Rev. P. Kühn, and for my journey to the place of my destination through Prof. Sihler, I say to all my known and unknown benefactors my hearty thanks. The Lord, who saith: "Verily I say unto you, Inasmuch as ye have done it unto one of the least of these my brethren, ye have done it unto me!" Matt. 25, 40. -- bless them here in time and yonder eternally.

E. A. Häckel.

Receipt and Thanks.

From the Young Men's Society of the congregation at Altenburg, Perry Co., Mo., $6,00. received as half-yearly support; for which I give my hearty thanks.

Gotthilf Löber.

Concordia, the 1st of July 1852.

From several of my friends in St. Louis I received for my support in the Seminary here, in cash $7,50.
in books 4,45.
and a violin for 4,00.
Sum $15,95.
May the loving God, according to His gracious promises, richly recompense these gifts of love with earthly and heavenly goods.
Fort Wayne, the 23rd of June 1852.

H. Jüngel.

$16,82.
Through Pastor Hattstädt, namely:
from the Young Men's Society at Monroe $6,00.
from the congregation in Monroe 6,25.
from the Immanuel's congregation near Monroe 1,57.
at a wedding in the Holy Ghost congregation near Monroe 3,00.
$16,82.
I hereby certify with thanks to have received this for maintenance during my time of study.
May the merciful God bless them for it, according to His promise, with temporal and eternal goods.

Johann M. M. Mell.

Received through Pastor Schwan $17,19, from members of the congregation at Cleveland. The Lord bless the kind givers.

Heinrich König,
Student of the Seminary at Fort Wayne.

From the Young Men's Society at Cleveland, for the support of the college student Friedrich Seiger, received through Mr. Großenberger $15,80.

C. F. W. Walther.

Received
a. for the Synodical Treasury:
From the Pastors: Bergt, Bernreuther, Besel, Brauer, Brohm, Prof. Crämer, Detzer, Dulitz, Eppling (for 1851 and 1852), Ernst, Fick, Franke, Frederking, Fricke, Fritze, Fürbringer, Geyer, Gräbner, Gruber, Habel, Heid, Holls, Hoyer, Hüsemann, Husmann, Jäbker, Keyl, Klinkenberg, Küchle ($2.00.), Kühn, Kunz, Löber, Lochner, Nützel, Rennicke, Riedel, Röbbelen, Sauer, Schaller, Schliepsiek, Schürmann, Schuster, Schwan, Seidel, Selle, Sievers ($2.00.), Dr. Sihler, Stecher, Steinbach, Strasen, Streckfuß, Stubnazy, Stürken, Trautmann, Volkert, Wunder, Weyel, at $1,00. $60,00.
From the Teachers: Barthling, Erk (for 1851.) Fritsche, Köppel, Julius Koch, Pinkepank, Roschke, Wolf (for 1851 and 1852.), Zagel at $1,00. 10,00.
From the congregation at Frohna, Perry Co., Mo. 2,50.
From the congregation at Centreville, Ills. 1,65.
From the St. Paul's congregation, Monroe Co., Ills. 4,35.
From the congregation of Pastor Seidel 3,58.
From the Trinity congregation in Cincinnati 6,15.
From the congregation of Pastor Trautmann 1,50.
From the congregation of Pastor Eppling 5,00.
From the congregation of Pastor Besel 2,00.
From the congregation of Pastor Sihler in Fort Wayne 20,00.
From the congregation of Pastor Schuster 5,50.
From the congregation of Pastor Kunz 2,00.
From the congregation of Pastor Selle 2,70.