Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 11, Nummer 11 › Seite 86
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1855-01-16, Seite 86
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Chriſtenverfolgung
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rung. Obwohl es auch in der evang. Kirche nicht an Sünden fehlt, so können doch solche keineswegs für Folgerungen der Lehren dieser Kirche ausgegeben werden, da diese weder zu Abgötterei, blutgierigen Verfolgungen, Aberglauben, noch zu dergleichen Anlaß geben. Wir wünschen hierbei herzlich, daß allen, die diese Schrift lesen, die Augen aufgehen mögen, die Unseligkeit der Gemeinschaft mit dem Antichrist zu erkennen und solchen zu verabscheuen.“ (S. 17 ffl.) Selbst der berühmte Geschichtsforscher Löscher sagt in einer Recension dieses Buches, daß er die darin enthaltenen Enthüllungen papistischer Gräuel-Geheimnisse mit Erstaunen gelesen habe.
Die zweite Hälfte unseres englischen amerikanischen Werkes enthält Seite 217—408 noch mehrere werthvolle Zugaben, theils Beschreibungen der gräulichen Irrthümer und Mißbräuche, theils Nachricht über den Stand der römischen Kirche in den Vereinigten Staaten.
Das Werk ist allen zu empfehlen, welche einen Blick in das grauenhafte, sonst verdeckte Innere der römischen Hierarchie thun wollen. Es ist zu beziehen, von Samuel Jones, Boston, Mass., in Muslin stark gebunden mit reichen Goldverzierungen und gut ausgeführten Emblemen und Illustrationen für den Preis von $1,25.
Die neue theologische Zeitschrift.
Zwar hat es es unsere Synode dem derzeitigen Editor des „Lutheraner“ freigestellt, mit der Herausgabe der theologischen Zeitschrift es bis zu dem Amtsantritt des zu erwählenden Gymnasial-Direktors anstehen zu lassen; drei Gründe haben uns jedoch nach Berathung mit unserm hochw. Herrn Präses und mehreren anderen Amtsbrüdern bestimmt, mit der Herausgabe des bezeichneten Monatsblattes schon in diesem Monat in Gottes Namen zu beginnen. Erstlich haben uns mehrere der Herren Mitarbeiter bereits so viele werthvolle Einsendungen dafür gemacht, daß damit schon die beiden ersten Hefte fast völlig gefüllt sind, unter denen insonderheit Ein Aufsatz eine jetzt „brennende Frage“ behandelt, dessen Veröffentlichung daher gerade jetzt recht eigentlich an der Zeit ist; es ist dieß eine Recension der Wucherer'schen Schrift vom heil. Predigtamt. Zum zweiten hat es den Anschein, als könnte sich die Besetzung der hiesigen vakanten Direktorstelle noch ziemlich lange hinausschieben, während unter uns das Bedürfniß einer Zeitschrift immer fühlbarer wird, die auch das aufnehmen kann, was der mehr für eine allgemeine Leserschaft bestimmte „Lutheraner“ entweder zurückweisen muß oder nur mit Beeinträchtigung der Rechte eines großen Theils seiner Leser aufnehmen kann. Endlich scheint uns gerade der Anfang eines Jahres ein besonders geeigneter Zeitpunkt zum Beginn einer neuen Zeitschrift zu sein, den wir nicht gern verfehlen möchten.
Ueber das, was die Zeitschrift geben will, bedarf es für die Glieder der Synode keines Berichtes, da dieselben jener Tendenz, Stoff und Form selbst vorgeschrieben haben. Für unsere Freunde außerhalb unserer Verbindung diene darüber Folgendes zur Nachricht:
Das Blatt erscheint jeden Monat (später an jedem ersten Tage des Monats) in einem Heft von 32 Seiten in Oktav mit Umschlag excl., ein Jahrgang von 12 solchen Heften für den Preis von $2,00 in Vorausbezahlung, unter folgendem Titel:
Lehre und Wehre.
Theologisches und kirchlich-zeitgeschichtliches Monatsblatt.
Das Blatt soll nicht ein Kirchenfreund, sondern ein Kirchendiener sein, nicht über oder neben, sondern in und unter der Kirche stehen. Es wird sich nicht zu einem Tummelplatz auch für diejenigen hergeben, welche darauf ausgehen, die Lehre der rechtgläubigen Kirche und ihre geheiligten Institutionen anzugreifen, und, wenn auch nicht umzustoßen — denn das vermögen selbst der Höllen Pforten nicht, geschweige das Geschwätz weisheitskrämerischer Menschen — doch sich daran zu versuchen und zu rütteln. Die heilige Schrift und nach derselben das Concordienbuch unserer evangelisch-lutherischen Kirche wird die Norm aller aufzunehmenden Aufsätze sein, die Schrift die norma normans, das Symbol die norma normata; beides in seinem einfältigen Verstande nach Handleitung der unbestreitbar orthodoren Väter unserer Kirche, zuoberst eines Luther, und sodann eines Chemnitz, eines J. Gerhard und anderer heiligen Wahrheitszeugen.
Wie der Titel besagt, wird der Stoff sowohl thetisch, als antithetisch, sowohl didaktisch, als polemisch sein. Hierbei wird es aber zugleich laut des Titels die Aufgabe der Zeitschrift sein, von dem Stand der Kirche hier und im alten Vaterlande ein möglichst anschauliches Bild zu geben, zu welchem Zweck, was die Stellung der Kirche in der Heimath betrifft, Mittheilung von Auszügen aus den vaterländischen kirchlichen Zeitschriften reichlichst gemacht werden soll. Außerdem wird darauf Bedacht genommen werden, insonderheit den hiesigen Predigern für ihre an den verschiedensten vorkommenden schwierigen Fällen so reiche Amtsführung Excerpte aus dem Schatz unserer kirchlichen casuistischen Werke in die Hände zu geben und über die besten Bücher alter und neuer Zeit zu Anlegung einer lutherischen Pfarrers-Bibliothek sichere Nachricht zu ertheilen.
Nichts könnte sicher mehr alle Hoffnung für das Blatt niederschlagen, als die Eröffnung, daß der bisherige Redakteur des „Lutheraner“ von unserer Synode zur Redaktion der „Lehre und Wehre“ bestimmt worden ist, doch können wir unseren Freunden die Versicherung geben, daß uns so viele tüchtige Mitarbeiter zur Seite gestellt sind, daß unser Antheil an dem Monatsblatt sich auf ein sehr Geringes reduciren und nichts weniger als den Gehalt desselben bestimmen wird. Wir müssen jedoch auch bei dieser Eröffnung noch die Bemerkung hinzusetzen, daß unsere Synode mit Herausgabe dieser „theologischen Zeitschrift“ keinesweges beabsichtigt, den jetzt in Deutschland coursirenden gelehrten Blättern ein ähnliches für Amerika an die Seite zu stellen. Ihr Zweck ist hierbei keineswegs, auf neue Entdeckungen auf dem Gebiete der Gelehrsamkeit und insonderheit der Theologie auszugehen, sondern ein Organ zu haben, welches vor allem dazu dienen soll, die alten Lehr- und sonstigen Schätze der Kirche wieder zur Schau und Ergreifung auszustellen und dieselben gegen neue s. g. theologische oder untheologische, kirchliche oder unkirchliche Wegelagerer zu vertheidigen, aber auch das, was eine wahre Ausbeute neuer Arbeit im Worte Gottes und in den Urkunden der Geschichte der Kirche für dieselbe, und insonderheit für die hiesige, ist, unter uns möglichst allgemein zu machen.
So gering nun auch die Gabe sein mag, die hiermit auf den Altar der rechtgläubigen Kirche Amerika's niedergelegt werden soll, so hoffen wir doch zu Gottes Gnade, daß diese sie zur Förderung der Wahrheit, zu Besiegung des Irrthums, zur Erbauung der Kirche und auch zur Gewinnung manches ihrer Widersacher segnen werde. Mögen recht Viele, damit dieß geschehe, ihre gläubigen Gebete dafür zu JEsu Christo, dem unsichtbaren einigen Oberhaupte der Kirche, mit den unsrigen vereinigen! —
Wir bemerken schließlich, daß Herr Cassirer F. W. Barthel, wie den „Lutheraner,“ so auch „Lehre und Wehre“ expediren und darauf Subscriptionen annehmen wird.
Dem „Lutheran Standard“
ist laut No. 387 eine Entgegnung auf Prof. Dr. Sihlers „Denkwürdigkeiten aus der letzten Versammlung der allgemeinen Synode von Ohio“ (S. „Lutheraner“ No. 7. l. J.) zugekommen. Ein namenloses Glied des Editoriats erklärt aber: „es sei unvereinbar mit einer geziemenden Selbstachtung, sich bis zu einer Antwort herabzulassen“ auf solche „Aufwallungen eines fanatischen Eifers.“ Wir können dem Schreiber dieses, wir müssen es gestehen, unsere Bewunderung nicht versagen. Das: „Seid klug wie die Schlangen“, scheint sich der Herr wohl imprimirt zu haben; nur thut es uns leid, daß es dieses Wort des HErrn nicht in seiner Verbindung mit: „Und ohne Falsch wie die Tauben“, zu verstehen und noch weniger letzteres zu üben scheint. Denn wohl gebot ihm die Klugheit, um seiner sogenannten „Selbstachtung“ willen, der freilich nichts gefährlicher war als öffentliche Erörterung der eigenen Unthaten, zu schweigen, gebot dies aber auch die dem Christen zugleich geziemende Taubeneinfalt? Wahrscheinlich hatte der ehrliche Einsender in seiner Erwiderung seine Verwunderung darüber ausgedrückt, daß der „Lutheraner“ Hrn. Dr. Sihlers Aufsatz aufgenommen habe; der Mann hinter dem geschlossenen Helmgitter sagt daher, „es setze ihn nicht im mindesten in Erstaunen, daß der ‚Lutheraner‘ willig gewesen sei, als Werkzeug solch fleischlichen Eifers zu dienen. Er sei offenbar in solchen Dingen zu Hause, wie alle Welt wisse.“ Der so geistlich (?) eifernde Mann hat hierin vollkommen Recht. Der „Lutheraner“ wird auch fernerhin „willig“ sein, „solches fleischlichen Eifers“ (wie man denselben zu benennen beliebt,) Werkzeug zu sein; ja, er wird nicht das Mindeste darnach fragen, ob er sich damit nicht nur alle Schwärmer, sondern auch alle bequeme Modelutheraner zu bittern Feinden macht. Der „Luther-
English translation AI translation
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ence. Although there is also in the Evangelical Church no lack of sins, yet such can by no means be put forth as consequences of the doctrines of this Church, since these give occasion neither to idolatry, bloodthirsty persecutions, superstition, nor the like. We wish herewith heartily that the eyes of all who read this writing may be opened, to recognize the unhappiness of fellowship with Antichrist and to abhor the same." (p. 17 ff.) Even the renowned historian Löscher says in a review of this book that he had read with astonishment the disclosures of papistical abomination-mysteries contained therein.
The second half of our English-American work contains, pages 217—408, still several valuable additions, partly descriptions of the horrible errors and abuses, partly information about the state of the Roman Church in the United States.
The work is to be recommended to all who wish to take a look into the dreadful, otherwise concealed interior of the Roman hierarchy. It is to be had from Samuel Jones, Boston, Mass., strongly bound in muslin with rich gilt ornamentation and well executed emblems and illustrations, for the price of $1.25.
The New Theological Periodical.
It is true that our Synod has left it to the present editor of the "Lutheraner" to postpone the publication of the theological periodical until the entering upon office of the Director of the Gymnasium to be elected; yet three reasons, after consultation with our Right Reverend President and several other brethren in office, have determined us to begin the publication of the said monthly already in this month, in God's name. First, several of the gentlemen collaborators have already made us so many valuable contributions for it that the first two numbers are thereby almost completely filled, among which in particular one essay treats a now "burning question," whose publication is therefore right now truly timely; it is a review of Wucherer's writing on the holy ministry. Second, it appears as though the filling of the vacant directorship here might be put off for quite a long time, while among us the need of a periodical which can also take up what the "Lutheraner," intended more for a general readership, must either reject or can accept only with prejudice to the rights of a great part of its readers, is becoming ever more felt. Finally, the beginning of a year seems to us just a particularly suitable time for the beginning of a new periodical, which we should not like to miss.
As to what the periodical intends to offer, no report is needed for the members of the Synod, since they themselves have prescribed to it its tendency, matter and form. For our friends outside our connection the following may serve for information:
The paper appears every month (later on the first day of each month) in a number of 32 pages in octavo, with cover excluded, one volume of 12 such numbers for the price of $2.00 payable in advance, under the following title:
Lehre und Wehre.
Theological and Church-Historical Monthly.
The paper shall not be a friend of the Church, but a servant of the Church; it shall stand not above or beside, but in and under the Church. It will not lend itself to being a playground also for those who aim at attacking the doctrine of the orthodox Church and her hallowed institutions, and, if not overthrowing them — for that even the gates of hell cannot do, to say nothing of the chatter of wisdom-mongering men — yet at trying their hand at it and shaking it. The Holy Scripture, and after it the Book of Concord of our Evangelical Lutheran Church, will be the norm of all essays to be admitted, Scripture the norma normans, the Symbol the norma normata; both in their simple sense according to the guidance of the indisputably orthodox fathers of our Church, first of all a Luther, and then a Chemnitz, a J. Gerhard and other holy witnesses of the truth.
As the title says, the matter will be both thetical and antithetical, both didactic and polemical. Herewith, however, it will at the same time, according to the title, be the task of the periodical to give as vivid a picture as possible of the state of the Church here and in the old fatherland, for which purpose, as regards the position of the Church in the homeland, extracts from the churchly periodicals of the fatherland are to be communicated most abundantly. Moreover, care will be taken to put into the hands of the preachers here, in particular, for their conduct of office, so rich in the most various difficult cases that occur, excerpts from the treasury of our churchly casuistic works, and to give reliable information about the best books of old and new times for the founding of a Lutheran pastor's library.
Nothing could surely dash all hope for the paper more than the disclosure that the former editor of the "Lutheraner" has been appointed by our Synod to the editorship of "Lehre und Wehre"; yet we can give our friends the assurance that so many able collaborators are placed at our side that our share in the monthly will be reduced to something very small and will by no means determine its substance. We must, however, add to this disclosure the remark that our Synod, with the publication of this "theological periodical," by no means intends to set beside the learned journals now current in Germany a similar one for America. Its purpose in this is by no means to go out for new discoveries in the field of learning and in particular of theology, but to have an organ which shall serve above all to set forth again for view and appropriation the old doctrinal and other treasures of the Church, and to defend the same against new so-called theological or untheological, churchly or unchurchly highwaymen, but also to make as generally known as possible among us whatever is a true yield of new labor in the Word of God and in the records of the history of the Church for the same, and in particular for the Church here.
However small the gift may be which is hereby to be laid upon the altar of the orthodox Church of America, we nevertheless hope by God's grace that He will bless it for the furtherance of the truth, the overcoming of error, the edification of the Church, and also the winning of many of her adversaries. May very many, that this may come to pass, unite their believing prayers for it with ours to JESUS Christ, the invisible one Head of the Church! —
We remark finally that Mr. Cashier F. W. Barthel will dispatch "Lehre und Wehre," as he does the "Lutheraner," and will receive subscriptions for it.
To the "Lutheran Standard"
there has come, according to No. 387, a rejoinder to Prof. Dr. Sihler's "Denkwürdigkeiten aus der letzten Versammlung der allgemeinen Synode von Ohio" (see "Lutheraner" No. 7 of the current volume). A nameless member of the editorial board declares, however: "it is incompatible with a becoming self-respect to stoop to an answer" to such "outbursts of a fanatical zeal." We must confess that we cannot refuse the writer of this our admiration. The saying, "Be ye wise as serpents," the gentleman seems to have impressed well upon himself; only we are sorry that he does not seem to understand this word of the LORD in its connection with "and harmless as doves," and still less to practice the latter. For prudence did indeed bid him, for the sake of his so-called "self-respect," to which nothing was of course more dangerous than public discussion of his own misdeeds, to keep silent; but did this also bid the simplicity of the dove, which becomes the Christian at the same time? Probably the honest sender had expressed in his rejoinder his astonishment that the "Lutheraner" had accepted Dr. Sihler's essay; the man behind the closed visor therefore says, "it does not in the least astonish him that the 'Lutheraner' has been willing to serve as an instrument of such fleshly zeal. It is evidently at home in such matters, as all the world knows." The man who zealots so spiritually (?) is perfectly right in this. The "Lutheraner" will also henceforth be "willing" to be an instrument of "such fleshly zeal" (as one is pleased to call the same); yes, it will not ask in the least whether it thereby makes bitter enemies not only of all the enthusiasts but also of all the comfortable fashion-Lutherans. The "Luther-