Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 11, Nummer 23 › Seite 180

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1855-07-03, Seite 180

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hatte zu den Männern der Vorversammlung, wie es scheint, völliges Vertrauen, und darum wurde gleichsam in ihrem Namen über eine Angelegenheit geschrieben, von der sie selbst nicht eigentlich Kenntniß genommen hatten.

Soweit die Berichtigung. Nun meine Erklärung.

Weit entfernt davon, daß die Entfernung auf meine Ueberzeugung und Liebe nachtheilig gewirkt haben sollte, ist Beides in Folge dessen nur gestärkt worden. Die Finsterniß zeigt erst recht die Vortrefflichkeit des Lichtes. Der Gegensatz lehrt die erkannte Wahrheit noch fester erfassen und lieben. So ist es auch hier. — Uebrigens sei bekannt, daß ich eine Lehre, nach welcher eine Gemeinde sich ihrem Pastor zum Gehorsam zu verbinden hat in allen Stücken, die nicht wider Gottes Wort sind, mit allen ihren vielseitigen Consequenzen in der Lehre wie in der Praxis, von ganzem Herzen verwerfe und durch Gottes Gnade verwerfen werde, bis daß aller Irrthum mit diesem zugleich gerichtet und auf ewig abgethan sein wird.

Und hiermit grüße ich von Herzen die theuren Brüder unsers Synodalverbandes. Ich sage unsers, weil ich mich im Geiste, im Glauben und in der Liebe noch gern zu denselben rechne, ob auch Meere und Wüsten uns trennen. Der HErr aber zertrete den Satan unter unsere Füße bald, behalte fest, was da einig ist in Ihm; einige, was da noch getrennt ist, und vereinige bald in seiner Zukunft alle die Seinen von den Enden der Erde vor seinem Throne! Amen. —

Baierlein.

Sadras, 15. März 1855.

(Eingesandt.)

Ueber Heranbildung von Schullehrer.

Die Noth an tüchtigen, christlichen Schullehrern ist eine große, eine schreiende. In Anerkennung derselben haben denn die unterzeichneten Pastoren in Gottes Namen mit Beihülfe ihrer Lehrer seit dem Anfang dieses Jahres, zunächst privatim, zur Heranbildung junger Leute für den Lehrerstand einen kleinen Anfang gemacht. Die gerade an ihrem Berufsorte hiefür sich darbietende günstige Gelegenheit erschien ihnen dabei als ein Fingerzeig des Herrn, welchen sie nicht unbeachtet lassen durften. Auch haben liebe Amtsbrüder in der Nähe und Ferne ihr Vorhaben gebilligt, und zu demselben ermuntert. Und als sie unlängst dasselbe auf den Distriktssynoden zu Chicago und Milwaukee zur Sprache brachten, fanden sie gleichfalls allseitige Zustimmung, guten Rath und kräftigen Antrieb zur Weiterbeförderung. Das Bedürfniß ist auch offenbar.

Wir brauchen tüchtige, christliche Schullehrer, solche, die der reinen lutherischen Lehre von Herzen und mit Eifer anhangen, in derselben fest und gegründet, zur Lehre und Wehre derselben gerüstet und geschickt sind, und darum auch unsere Kinder wie vor dem Irrthum der Sekten zu warnen und zu wahren, so in der reinen kirchlichen Lehre zu befestigen, und mit lebendigem Eifer für dieselbe zu erfüllen vermögen. Wir brauchen solche Lehrer, welche, weil ihnen das reine Evangelium Haupt- und Herzenssache ist, auch die übrigen Kenntnisse, welche sie den Kindern beizubringen haben, im Dienste und zur Förderung des Evangelii zu lehren gedrungen sind, und darum auch die Beaufsichtigung, Leitung und Erziehung der Schüler nicht in gesetzlichem, sondern in evangelischem Geiste handhaben, also daß auch für alle Anliegen und Schäden der Schule Christus, der Herr, als der rechte und einzige Heiland erkannt, verkündigt und gesucht wird. Wir brauchen solche Lehrer, welche eine gründliche und zugleich praktisch förderliche Methode bei ihrem Unterricht anzuwenden vermögen, nicht Neulinge, welche durch Anwendung neuer und allerneuester Schulmethoden, die nicht selten einem rationalistischem Geiste ihren Ursprung verdanken, mehr verwirren, als wahrhaftig und nachhaltig vorwärts bringen. Wir brauchen auch Lehrer, die in der englischen Sprache wohl bewandert sind, und in derselben auch unterrichten können, so daß dadurch der Besuch der englischen Schulen, welcher, auch abgesehen von dem mangelnden Religionsunterricht, nach gemachten Erfahrungen für die meisten Kinder als gefährlich sich darstellt, abgeschnitten und überflüssig gemacht wird.

Solche Lehrer aber, welche die genannten Eigenschaften an sich haben, finden sich nur spärlich. Die Ursachen kennen wir. Solche Lehrer müssen eben gebildet und erzogen werden aus dem Schooße christlicher Gemeinden heraus, und wenn sie insonderheit für unsere Verhältnisse sich schikken sollen, aus dem Schooße unserer Gemeinden heraus.

Und das ist unser Ziel. Wer es anerkennt, der helfe uns. Wir brauchen eure Hülfe, geliebte Brüder. Wir haben zwar diese unsere Schulangelegenheit vor der Hand noch als Privatsache zu betreiben, bis wir, wenn der Herr ferner Gedeihen giebt, dieselbe der allgemeinen Synode vorlegen können. Aber eben damit dieß geschehen, damit die Privatsache eine öffentliche und dadurch auch eine für alle Gemeinden unserer Synode segensreiche werden kann, müssen wir eure Aufmerksamkeit und Theilnahme schon jetzt für unser Vorhaben und Werk in Anspruch nehmen. Denn etwas, was bereits ins Leben getreten ist, und darum auch schon einigermaßen sich bewähren konnte, werden wir viel leichter und schneller zu unserer allgemeinen Angelegenheit erheben, als das, was wohl als höchst wünschenswerth erscheinen mag, aber doch nur erst in den Gedanken seine Stätte aufgeschlagen hat. Zudem ist auch in dringenden Sachen nicht lange zu säumen. Wir haben darum auch, wie gesagt, schon einen kleinen Anfang gemacht. Wir haben Hand ans Werk gelegt. Und bis jetzt war Gottes Segen bei uns. Darum müssen wir euch zu unsern Mithelfern machen, auf daß durch vieler Danksagen Gott reichlich gepriesen werde. (2 Cor. 4, 15.) Auch geschiehet das Werk euch zu gut. Darum werdet ihr auch eure Augen gerne richten auf das, was euch angehet. Wenn eure Häuser gebaut werden, so schauet ihr nach und arbeitet auch mit daran. Gut, so werdet ihr auch um so mehr nachsehen und mitarbeiten, wenn ein Werk geschieht, das nichts anders, als die Erbauung der Seelen eurer Kinder zum Ziele hat. Das ist des Herrn Sache. Da müßt ihr mit auf dem Plane sein. Ihr müsset mithelfen, so anders Christus in euch wohnet.

Aber wie? Auch das wollen wir euch sagen. Ihr könnet und sollet uns helfen 1. mit treuer Fürbitte für das Gedeihen unserer Arbeit; 2. mit gutem Rath für die zweckmäßige Ausrichtung derselben, 3. damit, daß ihr uns diejenigen von euren Söhnen, welche für den Dienst der Schule Willigkeit und Begabung erkennen lassen, mit freudigem Geist um des Herrn willen zur weiteren Heranbildung anvertraut; und 4. auch damit, daß ihr bereit seid, von dem Segen eurer irdischen Güter eine Handreichung uns zukommen zu lassen.

Wir haben bereits eine Kassa für unsern Zweck. Aber sie ist gering. Wir haben auch Zöglinge, aber wenige, und nicht in dem Alter, das wir gerne hätten; wir haben auch Fürbitte im Glauben, und guten Rath in demselben Glauben. Aber es ist alles schwach und gering, das Letzte, wie das Erste, das Innerliche, wie das Aeußerliche. Soll es denn nun aber also bleiben? Nein, sondern wir wollen wachsen, damit auch ihr durch uns wachset und Frucht habet. Wir können aber nur durch euch wachsen, durch euer Mithelfen. So lasset denn, liebe Brüder, unsere brüderliche Bitte um euren Beistand nicht vergeblich an eure Herzen gekommen sein!

Wer nun seinem Herrn Jesus in den künftigen Erziehern und Lehrern der Kinder, und in den Kindern, die durch sie zu ihm erzogen und gelehrt werden sollen, etwas darreichen will, der mache seine Zusendung an Pastor Lochner, der die Führung unserer Kassa übernommen hat. Für die, welche uns einen Sohn zur Heranbildung für den Dienst der Schule übergeben wollen, bemerken wir folgendes. Wir wünschen Zöglinge in einem Alter von 15 bis 20 Jahren, wenigstens solche, welche bereits confirmirt sind. Die sechs Zöglinge, welche wir bereits haben, sind zum größeren Theile noch nicht confirmirt, und nöthigen uns deshalb wegen ihres Alters, vorhandene Bedürfnisse nach guten Schullehrern nicht bald genug befriedigen zu können, wiewohl wir gerne zugeben, daß jüngere Zöglinge, wenn sie ausharren und sich bewähren, eine desto gründlichere Durchbildung erlangen werden. Da wir nun bereits solche jüngere Zöglinge besitzen, so könnten wir immerhin im Nothfall noch den einen und den andern dazu nehmen, und einen solchen in den Cursus der Jüngeren einreihen. Gleichwohl aber können wir dieß, um des angedeuteten Grundes willen, nur als eine Ausnahme gelten lassen. Vielmehr hegen wir zu unseren lieben Brüdern im Kirchenamt, wie im Schulamt die Zuversicht, daß sie sich derjenigen Knaben, welche für den Dienst der Schule sich eignen möchten, und dazu mit Beistimmung ihrer Eltern Freudigkeit und Lust an den Tag legen, bis zu dem gehörigen Alter insonderheit annehmen, sie vorbereiten und in der Richtung und Liebe zu ihrem Beruf erhalten werden.

Unsere gegenwärtigen Zöglinge, welche großentheils noch schulpflichtig sind und darum auch die halbe Schule Vormittags noch besuchen, haben wir

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confidence in the men of the preliminary meeting, as it seems, and therefore a letter was written, as it were in its name, about an affair of which it had not itself actually taken cognizance.

So much for the correction. Now my explanation.

Far from the distance having worked to the injury of my conviction and love, both have been only strengthened in consequence. The darkness first truly shows the excellence of the light. The contrast teaches one to grasp the recognized truth the more firmly and to love it. So it is also here. — Moreover, be it known that I reject with my whole heart, and by God's grace shall reject, a doctrine according to which a congregation is bound to obedience to its pastor in all things that are not against God's Word, with all its manifold consequences in doctrine as in practice, until all error shall be judged and done away for ever together with this one.

And herewith I greet from my heart the dear brethren of our Synodical connection. I say our, because in spirit, in faith and in love I still gladly count myself with them, even though seas and deserts separate us. But may the LORD soon tread Satan under our feet, keep fast what is one in Him; unite what is still divided, and soon unite in His coming all His own from the ends of the earth before His throne! Amen. —

Baierlein.

Sadras, March 15, 1855.

(Contributed.)

On the Training of Schoolteachers.

The want of capable, Christian schoolteachers is a great one, a crying one. In recognition of it the undersigned pastors, in God's name, with the assistance of their teachers, have since the beginning of this year, at first privately, made a small beginning toward the training of young people for the teacher's calling. The favorable opportunity offering itself for this precisely at their place of calling appeared to them as a finger-post of the Lord, which they dared not leave unheeded. Dear brethren in office, near and far, have also approved their undertaking and encouraged them to it. And when they lately brought the same up at the District Synods at Chicago and Milwaukee, they likewise found general assent, good counsel and strong impulse to further it. The need is also evident.

We need capable, Christian schoolteachers, such as cling to the pure Lutheran doctrine from the heart and with zeal, are firm and grounded in it, equipped and fitted for the teaching and defense of it, and therefore also able to warn and keep our children from the error of the sects, to establish them thus in the pure doctrine of the Church, and to fill them with living zeal for it. We need such teachers as, because the pure Gospel is to them the chief matter and a matter of the heart, are impelled to teach also the other branches of knowledge which they have to impart to the children in the service and for the furtherance of the Gospel, and therefore also to handle the oversight, direction and education of the pupils not in a legalistic but in an evangelical spirit, so that also for all the concerns and hurts of the school Christ the Lord is recognized, proclaimed and sought as the right and only Savior. We need such teachers as are able to apply a thorough and at the same time practically helpful method in their instruction, not novices who by the application of new and newest school methods, which not seldom owe their origin to a rationalistic spirit, confuse more than they bring forward truly and lastingly. We need also teachers who are well versed in the English language and can instruct in it also, so that thereby the attendance of the English schools, which, even apart from the lack of religious instruction, according to experience presents itself as dangerous for most children, may be cut off and made superfluous.

But such teachers as have the named qualities are found only sparingly. The causes we know. Such teachers must be trained and educated out of the bosom of Christian congregations, and if they are to suit our circumstances in particular, out of the bosom of our congregations.

And that is our aim. Whoever acknowledges it, let him help us. We need your help, beloved brethren. We have, indeed, for the present still to carry on this our school affair as a private matter, until, if the Lord grant further increase, we can lay it before the general Synod. But precisely in order that this may happen, in order that the private matter may become a public one and thereby one blessed for all congregations of our Synod, we must claim your attention and participation even now for our undertaking and work. For what has already entered into life, and therefore could also already prove itself in some measure, we shall far more easily and quickly raise to our general concern than that which may appear as highly desirable, but has only in thought pitched its tent. Besides, in urgent matters one ought not to delay long. We have therefore also, as said, already made a small beginning. We have laid hand to the work. And until now God's blessing was with us. Therefore we must make you our fellow-helpers, that through the thanksgiving of many God may be richly praised. (2 Cor. 4, 15.) Also the work is done for your good. Therefore you will also gladly direct your eyes to that which concerns you. When your houses are built, you look on and work also with it. Good, so you will also look on and work with the more, when a work is done which has nothing else than the edification of the souls of your children for its aim. That is the Lord's cause. There you must be on the plan with us. You must help, if indeed Christ dwell in you.

But how? That also we will tell you. You can and should help us 1. with faithful intercession for the prospering of our labor; 2. with good counsel for the suitable execution of it, 3. by entrusting to us, for further training, for the Lord's sake and with a joyful spirit, those of your sons who show willingness and ability for the service of the school; and 4. also by being ready to let a helping hand come to us from the blessing of your earthly goods.

We have already a fund for our purpose. But it is small. We have also pupils, but few, and not of the age we should like; we have also intercession in faith, and good counsel in the same faith. But all is weak and small, the last as well as the first, the inward as well as the outward. Shall it then remain so? No, but we will grow, so that you also through us may grow and bear fruit. But we can grow only through you, through your helping. So let, dear brethren, our brotherly request for your assistance not have come in vain to your hearts!

Whoever now will offer something to his Lord Jesus in the future educators and teachers of children, and in the children who are to be brought up and taught to Him through them, let him make his remittance to Pastor Lochner, who has undertaken the management of our fund. For those who wish to give us a son for training for the service of the school, we note the following. We desire pupils of an age of 15 to 20 years, at least such as have already been confirmed. The six pupils whom we already have are for the greater part not yet confirmed, and compel us on account of their age not soon enough to satisfy existing needs for good schoolteachers, though we gladly admit that younger pupils, if they persevere and prove themselves, will attain a so much the more thorough training. Since we now already have such younger pupils, we could at any rate in case of need still take the one and the other besides, and enroll such a one in the course of the younger. Nevertheless we can allow this, for the reason indicated, only as an exception. Rather we cherish toward our dear brethren in the pastoral office, as in the teacher's office, the confidence that they will take in hand, up to the proper age in particular, those boys who might be suited for the service of the school, and moreover with the consent of their parents show joyfulness and desire, prepare them, and keep them in the direction and love toward their calling.

Our present pupils, who are for the most part still of school age and therefore also still attend the half school in the forenoon, we have