Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 18, Nummer 22 › Seite 169
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 11. Juni 1862, Seite 169
Scan: Internet Archive item DerLutheraner18.
⤓ Download page image (full resolution)
German transcription machine transcription, uncorrected
Aln ich sahe einen Engel
fliegen mitten durch den Him⸗
mel, der hatte ein ewig Evan⸗
gelium, zu verkündigen denen,
die auf Erden sitzen und woh⸗
nen, und allen Heiden, und Ge⸗
schlechtern, und Sprachen, und
Völfern,
Offenb. Joh. 14,6.
Herausgegeben von der Deutschen Evangelisch-Lutheris
Redigirt von C. F.
2
uthers Lehr vergehet nun und nimmer
MII sprach mit großer Stim-
me: Fürchtet Gott, und gebet
ihm die Ehre; denn die Zeit
seines Gerichts is kommen, und
betet an den, der gemacht hat
Himmel und Erde, und Meer,
und die Wasserbrunnen.
Offenb. Joh. 14, 7.
ISISISISISIS
.—
chen Synode von Missouri, Ohio und andern Staaten
Walther.
Jahrgang 18.
St. Louis, Mo., den 11. Juni 1862.
Bedingungen: Der Lutheraner erscheint alle zwei Wochen einmal für den jährlichen Subscrip⸗
tionspreis von einem Dollar für die answärtigen Unterschreiber, welche denselben vorausbezahlen und
das Postgeld zu tragen haben. — In St. Lonis wird jede ein zelne Nummer für 6 Cents verkauft.
Nur die Briefe, welche Mittbeilungen für das Blatt enthalten, sind an den Redakteur, alle andern
aber, welche Geschäftliches, Bestellungen, Abbestellungen, Gelder ꝛc. euthalteu, unter der Adresse:
Mr. M. C. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., anherzusenden.
(Für den Lutheraner.)
Morgenlied.
Von Pastor Fick aus dem Norwegischen übersetzt.
—
Ge⸗⸗seg-ne-ter Tag, den wir her⸗
— 1—
—. — — —+—2— ——
— ů —7— —. — 21—
0 —
.
— —
ein vom Himmel nun se-hen pran⸗gen: o
DISIIIIIIIEEIIE
— — —7 +—5 ——4 —
—.— —— *Z.—— +1
+*
1 + 1
leuch te uns all'n mit hel⸗lem Schein, zur
— .— 2..—
Freude, wie wir ver⸗lan-gen. Als Kindern des
.—
Lichts sei es uns tund: Die Nacht ist nun⸗
—— IDD II
— —.— 1 EII
E D
— — — — 2
— —
mehr ver ⸗gan -gen.
Gesegnete Stund der Mitternacht,
Als Christus gebor'n voll Güte,
Wie hell da im Osten voller Pracht
Der herrlichste Morgen blühte!
Da ging auf das Licht, damit die Welt
Darinnen erglänzt' und glühte.
Wenn Leben in alle Bäume führ',
Und hätten die Blätter Zungen,
So würde doch nimmer nach Gebühr'
Die Gnade des HErrn besungen;
Denn ewig nun scheint des Lebens Licht
Den Alten und auch den Jungen.
ö Wenn Schwingen der Luft es heben:
Vergeblich gedächt' der Mensch, so schwach,
Zum Gipfel des Berges zu schweben,
Was dennoch das Vöglein wohl vermag,
So stärket auch uns der heil'ge Geist, n
Dem Heilande Dank zu geben. n
Gott Vater und Sohn und heiliger Geist,
Mitsammt seinen Engelschaaren,
Bewahre uns heute allermeist
Vor Satan und allen Gefahren,
Erleuchte sein Antlitz über uns
Voll Huld, wie den Tag, den klaren.
Das Krenz, das der Heiland für mich litt,
Sein heil'ges Verdienst ich meine,
Das stärket mich, daß ich heut' damit
Vor Satan getrost erscheine.
Das Blnt, das vom Kreuz herniederrann
Tilgt unter den Sünden meine.
Indessen der Tag ist nicht so lang,
Dem Abend geht er entgegen.
So endet einst unser Lebensgang,
Ach! möchten wir das erwägen!
Dann wird man uns dort ins enge Grab
Im schweigenden Haine legen.
O gebe denn Gott, wir hätten gern
Ihm gläubig gedient hienieden,
Und Christus erkannt als unsern Herrn
Mit herzlicher Lust und Frieden!
Damit wir vernehmen dann das Wort:
Der Himmel ist dir beschieden!
So reisen wir hin ins Vaterland
Und scheiden von all'm Elende,
Befehlen die Seel' in Gottes Hand:
Der Welt sie sich froh abwende!
Ja, gieb uns in IEsu Namen, Gott,
So selig und sanft ein Ende!
7
(Eingesandt.)
Zum Ehrengedüchtniß
— des
am 6. Mai hieselbst in Christo selig entschlafenen
meiland Herrn Georg Wolfs,
treuverdienten Schullehrers an hiesiger Gemeinde.
Nach dem unerforschlichen Rath des Herrn
und nach dem allzeit guten und gnädigen Willen
unseres Gottes über seine Kinder hat uns ein
schwerer Schlag getroffen. Es hat nämlich dem
Herrn gefallen, unsern herzlich geehrten und ge⸗
liebten Lehrer an unserer Gemeindeschule, wei⸗
land Herrn Johann Georg Wolf, aus die⸗
sem betrübten, mühseligen Leben heimzuholen in
die ewige Freude und Herrlichkeit. Er entschlief
sanft und selig in seinem Herrn und Heiland
am 6. d. früh um 25 nach vierzehntägiger
Blattern⸗Krankheit und nach kürzlich vollendetem
43sten Lebensjahre.
Seiner Abstammung nach ein Würtemberger
und bereits in Deutschland zu seinem Heiland
gründlich bekehrt, gehörte er zu den ersten eilf
Zöglingen, die im Herbst des Jahres 1846 unter
Begleitung des Herrn Past. Röbbelen von Herrn
Pfarrer Löhe hieher nach Fort Wayne gesendet
wurden. Sie waren die Erstlinge des mit ihnen
entstehenden hiesigen Prediger ⸗Seminars, dessen
vornehmster Lehrer und Pfleger, vom Novem-
ber 1846 bis zum September 1849, der unver⸗
geßliche, theure Professor A. Wolter war, der nach
kurzer, aber reich gesegneter Arbeit vor etwa
13 Jahren in die ewige Ruhe zu seinem Herrn
einging.
English translation
Not yet translated.