Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 7, Nummer 9 › Seite 72
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1850-12-24, Seite 72
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ihnen kämpfet und duldet. Der Kleinglaube, darin sie fürchteten, es möchte ihnen nicht gelingen, das Hlg. Predigtamt unter sich zu befestigen und dem Herrn Häuser zu bauen, ist bisher groß gewesen. Allein wir hoffen zu Gott, daß, wenn auch im Harford noch nichts erreicht ist als der Ankauf eines Kirchenplatzes, in der St. Johannis Gemeinde noch kaum ein Platz bestimmt ist, dennoch die Gemeinden, aushalten und mit Gott endlich zum Ziele gelangen werden. Ja wir hoffen und beten getrost, der gnädige und barmherzige Gott wolle diese Gemeinde mit all den andern bei Seiner Einen heiligen christlichen Kirche erhalten und völliger machen im Glauben und in der Liebe unter einander und gegen Jedermann, Er wolle insonderheit dem Herrn Pfarrer Nordmann verleihen, daß er einst bei der herrlichen Erscheinung unseres Herrn Jesu Christi, des großen Gottes, die fröhliche Stimme hören möge: ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen, gehe ein zu deines Herrn Freude!
Gott behüte Sie gnädig und helfe Ihnen aus zu seinem himmlischen Reiche.
Ihr
A. Hoyer.
Addresse des Herrn Pf. Hoyer:
Rev. A. Hoyer Philadelphia Race Str. No. 291
„Die reformirte Kirchenzeitung"
In der Nummer vom 15. Novbr. v. J, erschien in diesem Blatte ein kleiner Aufsatz, unterzeichnet „Ein stiller Reformirter", in welchem der Unterzeichnete behauptete, die reformirte Kirche sei allein consequent, da nach der Lehre derselben im hl. Abendmahle der Gläubige allein den Leib und das Blut Christi, der Ungläubige aber nur die leeren Zeichen empfange, und in der hl. Taufe wiederum der Gläubige allein wiedergeboren werde, der Ungläubige aber nur das äußerliche Wasserbad erhalte; die luth. Kirche hingegen sei inconsequent, denn entweder müsse sie zugestehen, daß in der hl. Taufe der Ungläubige sowohl, als der Gläubige die Wiedergeburt empfange, oder sie müsse auch die Lehre aufgeben, daß der Ungläubige sowohl, als der Gläubige den Leib und das Blut des Herrn im Sacramente des Altars empfange. Hierüber Rede und Antwort zu geben, forderte daher der „stille Reformirte" die Altlutheraner auf und versprach denselben für ihre Antwort Raum in der „reformirten Kirchenzeitung." Ein uns persönlich unbekannter Prediger in Pensylvanien, in guter Zuversicht, daß dies Versprechen ehrlich gemeint sei, sandte dann eine Antwort auf die vorgelegte Frage an die Redaction des genannten Blattes ein. Die Folge war, daß der Herr Redacteur, wie weiland Hr. Dr. Nast üblen Andenkens, allerlei Winkelzüge machte und die Antwort unmöglich annehmen zu können erklärte, unter anderem, weil das Porto nicht bezahlt gewesen sei! Der Antwortgeber hat nun seinen Aufsatz an die Redaction des Lutheraner zur Aufnahme gesendet. So gern wir nun einerseits dem lieben Amtsbruder willfahren möchten, so müßen wir doch aus zwei Gründen die Antwort zurücklegen, 1. weil durch die Aufnahme derselben im „Lutheraner" der eigentliche Zweck, den „stillen Reformirten" aufzuklären unerreicht bliebe, und 2. weil die Leser des „Lutheraner" keiner Antwort bedürfen, denn unter den Lutheranern würde Gott Lob! ein wohlunterrichtetes Kind von sieben Jahren, dem „stillen Reformirten" antworten können, daß er Wesen und Wirkung der Sacramente verwechsle.
Lebensrettung durch eine Nußschale.
Der alte Graf von Nordstein hielt mit großem Eifer auf Wahrheit und Recht. Einige böse Menschen wurden deshalb über ihn so aufgebracht, daß sie sich verschworen, ihn zu ermorden. Wirklich bestellten sie auch einen Meuchelmörder, der ihn in der nächsten Nacht ermorden sollte. Der edle Graf ahnete nicht, was ihm bevorstand. Am Abende besuchten ihn noch seine Enkel, die sehr liebenswürdige Kinder waren. Er war in ihrer Mitte sehr fröhlich und vergnügt, und bewirthete sie mit Aepfeln, Birnen, Trauben und Nüssen. Nachdem dieselben fort waren, begab er sich zur Ruhe, empfahl sich in den Schutz Gottes und schlief unbesorgt ein. Allein um Mitternacht trat der Mörder, der sich heimlich in den Palast eingeschlichen hatte, leise in das Zimmer. Der gute Graf schlief! ein kleines Nachtlicht brannte hinter einem grünen Schirme; der Mörder erhob in seiner rechten Hand den Dolch von scharfgeschliffenem Stahl, und näherte sich dem Bette. Allein plötzlich krachte es in dem Zimmer so laut und mächtig, daß der Graf erwachte. Er fuhr auf, sah den Mörder, nahm von der Wand neben seinem Bette eine Pistole und zielte auf ihn. Der Böswicht erschrack, ließ den Dolch fallen und bat um Gnade. Er mußte sich gefangen geben, und seine Mitschuldigen entdecken.
Der Graf sah nach, woher das heftige Krachen entstanden war; und siehe, eines der Kinder hatte von ohngefähr eine Nußschale auf den Boden fallen lassen und der Mörder war darauf getreten. „Guter Gott," rief der Graf, „so hat denn unter deiner Leitung eine Nußschale mir das Leben gerettet und den Uebelthäter dem Schwerte der Gerechtigkeit ausgeliefert."
(Christenbote.)
Kirchliche Anzeige.
Nachdem der Herr Pastor E. O. Wolff, der seine frühere Gemeinde in Franklin Co., Mo. hatte verlassen müssen, weil sie sich dem Worte Gottes nicht unterwerfen wollte, von der, schon früher von ihm, später von Herrn P. Reissner bedienten ev. lutherischen Gemeinde in Perryville Mo. einen Beruf erhalten hatte, ist er daselbst Dom XXVI. p. Trin. vom Herrn P. Gruber im Auftrage der Synode öffentlich in sein neues Amt eingewiesen worden. Der Herr Pastor Gruber predigte bei dieser feierlichen Gelegenheit über Ps. 133 und 134. Der treue Gott und Herr wolle nun seinen Knecht reichlich in seinem Amte segnen, und das Herz der Gemeinde regieren, daß sie seinem Worte willig Gehör gebe, damit an ihr und durch sie sein herrlicher Name gepriesen werde.
Die Addr. des lieben Bruders ist:
Rev. E. O. Wolff, Perryville, Mo.
Erhalten
zur Synodal-Missions-Casse.
Von Herrn Jacob Helferich in Carroll Co., O. $3. 00.
„ einem Ungenannten 2. 00.
„ Herm. Möhlenkamp in St. Charles 1. 00.
F. W. Barthel, Cassirer.
Bezahlt
die 2. Hälfte des 6. Jahrg. Herr Adam Hofstädter.
„ 1. „ „ 7. „ die Hrn. Billner u. Hofstädter.
den 7. Jahrg. die Herren P. H. Anschütz, Estel, Ellinger, Conrad Guntrum, Jacob Helferich, Friedrich Schimmerer.
Bücher und Pamphlets
zu haben in der Expedition des Lutheraners
um die beigesetzten Preise.
Dr. Martin Luthers kl. Catechismus, unveränderter Abdruck 10.
Das Dutzend $1. Hundert Stück $7.
Die Verfassung der deutschen evang. luth. Synode von Missouri, Ohio u. a. St. nebst einer Einleitung und erläuternden Bemerk. 5
Das Dutzend 50; 25 Stück $1.
Erster Synodalbericht der deutschen evang. luth. Synode von Missouri, Ohio u. a. St. vom Jahre 1847 10.
Zweiter Synodalbericht derselben Synode vom Jahre 1848 10.
Dritter Synodalbericht derselben Synode vom Jahre 1849 10.
Dritter Jahrgang des Lutheraners von 1846 — 47. No. 8 — 26. 50.
(Der 1. u. 2. Jahrgang sind vergriffen.)
Vierter und fünfter Jahrgang des Lutheraners $1.
Christliches Concordienbuch, d. i. Symbolische Bücher der evang. luth. Kirche, New-Yorker Ausgabe in gepreßtem Leder gebunden $1. 25.
Gespräche zwischen zwei Lutheranern über den Methodismus, (in Pamphletform) 1 Stück 5.
Dr. Martin Luthers Tractat von der wahren Kirche, 2 Stück 5.
Dr. Luthers Hauspostille, oder Predigten über die Evangelien auf die Sonn- und Festtage des ganzen Jahrs, New-Yorker Ausgabe, gebunden in Kalbleder $2.
Kirchen-Gesangbuch für evang. luth. Gemeinden, welchem die sonn- und festtäglichen Perikopen beigefügt sind, verlegt von der hiesigen evang. luth. Gemeinde U. A. C. in gepreßtem Leterbande, das Stück 75.
Das Dutzend $8 / 100 Stück $62. 50 gegen Baarzahlung.
ABC-Buch, New-Yorker Ausgabe, das Stück 10.
(Das Dutzend $1.)
Johann Hübners Biblische Historien aus dem Alten und Neuen Testamente. Unveränderter Abdruck, New-Yorker Ausgabe, im Einzelnen 25.
im Dutzend $2. 60.
Dr. Martin Luthers Auslegung des 90. Psalms, broschirt und beschnitten 15.
im Dutzend $1. 50.
Spruchbuch zum kl. Catechismus Lutheri. Im Auftrage der Synode von Missouri ꝛc. zusammengetragen von Pastor Fr. Wynecken, das Stück 15.
im Dutzend $1. 50.
Der Hirtenbrief des Herrn P. Graubau zu Buffalo v. J. 1840 nebst dem zwischen ihm und mehreren luth. Pastoren von Missouri gewechselten Schriften 15.
Gedruckt bei Moritz Niedner,
Nord-Ecke der dritten und Chesnutstraße.
English translation AI translation
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them and suffers. The little faith, in which they feared that they might not succeed in establishing the holy ministry among themselves and building houses for the Lord, has been great until now. Yet we hope in God that, even if in Harford nothing more has been accomplished than the purchase of a church lot, and in St. John's congregation scarcely a site has yet been fixed, nevertheless the congregations will hold out and with God finally attain the goal. Yes, we hope and pray with confidence that the gracious and merciful God will preserve this congregation, with all the others, in His One holy Christian Church and make it more perfect in faith and in love one toward another and toward every man; that He will especially grant to Pastor Nordmann that he may one day, at the glorious appearing of our Lord Jesus Christ, the great God, hear the joyful voice: Well done, thou good and faithful servant, thou hast been faithful over a few things, I will make thee ruler over many things, enter thou into the joy of thy lord!
God graciously keep you and help you out unto His heavenly kingdom.
Yours,
A. Hoyer.
Address of Pastor Hoyer:
Rev. A. Hoyer Philadelphia Race Str. No. 291
"Die reformirte Kirchenzeitung"
In the number of the 15th of Novbr. of last year there appeared in this paper a little essay, signed "Ein stiller Reformirter," in which the undersigned asserted that the Reformed Church alone is consistent, since according to its doctrine in the holy Supper the believer alone receives the body and blood of Christ, but the unbeliever only the empty signs, and in holy Baptism again the believer alone is regenerated, but the unbeliever receives only the outward water-bath; the Lutheran Church, on the other hand, is inconsistent, for either it must concede that in holy Baptism the unbeliever as well as the believer receives regeneration, or it must also give up the doctrine that the unbeliever as well as the believer receives the body and blood of the Lord in the Sacrament of the Altar. To give answer and account concerning this, the "stille Reformirte" therefore challenged the Old Lutherans and promised them room for their answer in the "reformirte Kirchenzeitung." A preacher in Pennsylvania, personally unknown to us, in good confidence that this promise was honestly meant, then sent in an answer to the question proposed to the editors of the said paper. The consequence was that the editor, like the late Dr. Nast of ill memory, made all sorts of evasions and declared that he could not possibly accept the answer, among other reasons because the postage had not been paid! The author of the answer has now sent his essay to the editors of the Lutheraner for insertion. Gladly as we would on the one hand oblige the dear brother in office, yet for two reasons we must lay the answer aside: 1. because by its insertion in the "Lutheraner" the real purpose, to enlighten the "stille Reformirte," would remain unattained, and 2. because the readers of the "Lutheraner" need no answer, for among Lutherans, God be praised, a well-instructed child of seven years could answer the "stille Reformirte" that he confuses the nature and effect of the Sacraments.
Life Saved by a Nutshell.
The old Count of Nordstein held with great zeal to truth and right. Some wicked men were therefore so enraged against him that they conspired to murder him. They actually hired an assassin, who was to murder him the next night. The noble Count had no inkling of what awaited him. In the evening his grandchildren, who were very lovable children, still visited him. In their midst he was very merry and cheerful, and entertained them with apples, pears, grapes, and nuts. After they had gone, he betook himself to rest, commended himself to the protection of God, and fell asleep without care. But at midnight the murderer, who had secretly slipped into the palace, entered the room softly. The good Count slept! a little night-light burned behind a green shade; the murderer raised in his right hand the dagger of sharp-ground steel, and approached the bed. But suddenly there was a crash in the room, so loud and mighty that the Count awoke. He started up, saw the murderer, took a pistol from the wall beside his bed, and aimed at him. The villain was terrified, let the dagger fall, and begged for mercy. He had to surrender himself prisoner, and disclose his accomplices.
The Count looked to see whence the violent crash had come; and behold, one of the children had by chance let a nutshell fall upon the floor, and the murderer had trodden on it. "Good God," cried the Count, "thus under Thy guidance a nutshell has saved my life and delivered the evildoer to the sword of justice."
(Christenbote.)
Church Notice.
Whereas Pastor E. O. Wolff, who had had to leave his former congregation in Franklin Co., Mo., because it would not submit itself to the Word of God, had received a call from the ev. Lutheran congregation in Perryville, Mo., which had been served earlier by him and later by Pastor Reissner, he was installed there on the 26th Sunday after Trinity by Pastor Gruber, by commission of the Synod, publicly into his new office. Pastor Gruber preached on this solemn occasion on Ps. 133 and 134. May the faithful God and Lord now richly bless His servant in his office, and rule the heart of the congregation, that it may willingly give ear to His Word, so that in it and through it His glorious name may be praised.
The address of the dear brother is:
Rev. E. O. Wolff, Perryville, Mo.
Received
for the Synodal Mission Fund.
From Herr Jacob Helferich in Carroll Co., O. $3.00.
" an Anonymous Giver 2.00.
" Herm. Möhlenkamp in St. Charles 1.00.
F. W. Barthel, Treasurer.
Paid
the 2nd half of the 6th volume, Herr Adam Hofstädter.
" 1st " " 7th " Messrs. Billner and Hofstädter.
the 7th volume, the gentlemen P. H. Anschütz, Estel, Ellinger, Conrad Guntrum, Jacob Helferich, Friedrich Schimmerer.
Books and Pamphlets
to be had at the Expedition of the Lutheraner
at the prices appended.
Dr. Martin Luthers kl. Catechismus, unaltered reprint 10.
The dozen $1. Hundred copies $7.
Die Verfassung der deutschen evang. luth. Synode von Missouri, Ohio u. a. St. with an introduction and explanatory remarks 5
The dozen 50; 25 copies $1.
Erster Synodalbericht der deutschen evang. luth. Synode von Missouri, Ohio u. a. St. of the year 1847 10.
Zweiter Synodalbericht of the same Synod, of the year 1848 10.
Dritter Synodalbericht of the same Synod, of the year 1849 10.
Dritter Jahrgang des Lutheraners of 1846 — 47. No. 8 — 26. 50.
(The 1st and 2nd volumes are out of print.)
Fourth and fifth volumes of the Lutheraner $1.
Christliches Concordienbuch, that is, Symbolical Books of the evang. luth. Church, New York edition, bound in embossed leather $1.25.
Gespräche zwischen zwei Lutheranern über den Methodismus, (in pamphlet form) 1 copy 5.
Dr. Martin Luthers Tractat von der wahren Kirche, 2 copies 5.
Dr. Luthers Hauspostille, or Sermons on the Gospels for the Sundays and Festivals of the whole year, New York edition, bound in calfskin $2.
Kirchen-Gesangbuch für evang. luth. Gemeinden, to which the pericopes for Sundays and festivals are appended, published by the local evang. luth. congregation U. A. C., in embossed leather binding, per copy 75.
The dozen $8 / 100 copies $62.50 for cash payment.
ABC-Buch, New York edition, per copy 10.
(The dozen $1.)
Johann Hübners Biblische Historien aus dem Alten und Neuen Testamente. Unaltered reprint, New York edition, singly 25.
by the dozen $2.60.
Dr. Martin Luthers Auslegung des 90. Psalms, stitched and trimmed 15.
by the dozen $1.50.
Spruchbuch zum kl. Catechismus Lutheri. Compiled by commission of the Synod of Missouri, etc., by Pastor Fr. Wynecken, per copy 15.
by the dozen $1.50.
Der Hirtenbrief des Herrn P. Graubau zu Buffalo v. J. 1840, together with the writings exchanged between him and several Lutheran pastors of Missouri 15.
Printed by Moritz Niedner,
Northeast corner of Third and Chestnut Streets.