Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 10, Nummer 4 › Seite 31

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1853-10-11, Seite 31

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Tanz 9

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Jahre 1703 mitgetheilt. Er meldet dabei, daß leider, als die auch diesem unaussprechlich elenden Sünder Trost bringende Antwort hierauf ankam, derselbe bereits aus der Zeit in die Ewigkeit gerufen gewesen war. Gewiß ein warnendes Beispiel, nicht muthwillig wider das Gewissen zu sündigen, vor allem nicht in Sachen des Glaubens und der Religion!

Die Generalsynode.

Die Generalsynode der ev. lutherischen Kirche in den Verein. Staaten, wie sie sich zu nennen beliebt, hat ihre letzte (die sechzehnte) Versammlung in den Tagen des 21. bis 26. Mai d. J. zu Winchester, im Staate Virginien, gehalten. Der gedruckte Auszug der dabei gepflogenen Verhandlungen liegt vor uns. Wir theilen daraus Folgendes unsern Lesern mit.

Dieser Körper ist bekanntlich so gebildet, daß eine Anzahl Synoden sich vereinigt haben, gewisse kirchliche Angelegenheiten gemeinschaftlich zu betreiben, indem sich von Zeit zu Zeit erwählte Vertreter dieser Synoden versammeln, sich über die in ihren Kreis gezogenen Angelegenheiten zu berathen, und theils Vorschläge zu machen, theils für alle die betreffenden Synoden gültige Beschlüsse zu fassen. Gegenwärtig gehören folgende 20 lutherisch sich nennende Synoden zu dieser Vereinigung:

1. Die Synode von Maryland, (34 ordinirte Prediger),

2. die Synode von West-Pennsylvanien,

3. die Synode von Süd-Carolina, (31 Prediger,

4. die Synode von Nord-Carolina, (12 Prediger),

5. die Hartwick Synode, (22 Prediger),

6. die Synode von New-York, (40 Pred.)

7. die Synode von Virginien, (25 Pred.)

8. die Alleghany Synode, (19 Prediger),

9. die Ost-Pennsylvanische Synode, (25 Prediger.

10. die Miami Synode, (25 Prediger),

11. die Wittenberg Synode, (29 Prediger),

12. die Englische Synode von Ohio, (21 Prediger),

13. die Synode von Illinois, (9 Prediger),

14. die Synode von West-Virginien, (15 Prediger),

15. die Synode des Süd-Westens, (13 Prediger),

16. die Oelzweig (Olive Branch) Synode in Indiana (15 Prediger.)

17. die Synode von Pennsylvanien, (88 Prediger,)

18. die Synode von Nord-Illinois, (8 Prediger),

19. die Synode v. Pittsburg, (30 Prediger),

20. die Synode von Texas, (8 Prediger).

Diejenigen Prediger mitgerechnet, welche nicht ordinirt sind, sondern nur zum Predigen u. resp. zur Sacramentsverwaltung auf Probe licenzirt sind, gehören 559 Prediger in den Verband der Generalsynode. Der von selbigen bedienten Gemeinden sind 1229, zu denen 112,993 communicirende Glieder gehören.†)

Die zur Generalsynode gehörenden Synoden haben unter sich 5 Anstalten zur Erziehung von Predigern. Die erste ist das theologische Seminar zu Gettysburg in Pennsylvanien. In dem darüber abgestatteten Bericht wird gemeldet, daß die Anzahl der Studirenden in den letzten Jahren nicht so groß gewesen sei, wie in frühern, und daß überhaupt nie mehr als 20 zu einer und derselben Zeit den Vorlesungen beigewohnt haben. Die andere Anstalt dieser Art ist das Seminar zu Hartwick im Staate New-York (Othego Co.). Während des letzten Jahres war dasselbe von nicht mehr als 13 Studenten der Theologie besucht. Das 3. Seminar ist das zu Lexington in Süd-Carolina. Die Zahl der hier Theologie Studirenden ist 14 in mehreren Promotionen. Die vierte Anstalt ist die erst vor Kurzem errichtete s. g. Illinois-Staats-Universität zu Springfield in dem genannten Staate, in welcher sich gegenwärtig 14 auf das Predigtamt vorbereiten, unter denen 8 von norwegischer Abkunft sind. Die fünfte Anstalt endlich ist das Wittenberg Collegium zu Springfield in Ohio. Wie viele der Zöglinge in diesem Institute dem Studium der Theologie obliegen, ist nicht angegeben. Merkwürdig ist, daß die Zahl der Theologie Studirenden in diesen zum Theil schon seit langen Jahren gestifteten und reich dotirten Anstalten so klein ist.

Von Beschlüssen, die Eifer für die reine Lehre unserer Kirche, oder auch nur Anerkennung derselben bezeugen, findet sich in dem ganzen voluminösen Bericht dieser angeblich lutherischen Generalsynode nichts; wohl aber Belege in Menge dafür, daß dieser Körper den Namen „lutherisch“ nur zu seinem Aushängeschild gebraucht, während er doch nichts als ein unionistischer Verein ist. Er fühlt sich geschmeichelt, wenn irrgläubige Synoden (wie solche der Deutsch Reformirten, der Presbyterianer ꝛc.) ihm Delegaten zuschicken, und er reicht denselben als Glaubensbrüdern die Hand und nimmt sie ohne Weiteres als berathende Mitglieder auf. Dr. Harkey hat sogar beantragt, daß die Generalsynode mit dem sogenannten evangelischen Kirchenverein des Westens der hiesigen Unirten in brüderlichen Briefwechsel trete, und die Generalsynode—hat diesen Beschluß einstimmig angenommen. In diesem unlutherischen, religionsgleichgültigen, unionistischen Sinne heißt es denn unter Anderem in dem Bericht: „Wir glauben, daß der Tag nicht fern sei, wo unsere ganze Kirche in diesem Lande nur auf diejenigen Lehrpunkte, in welchen wir alle übereinstimmen, ihr Augenmerk richten wird.“ (Wir hoffen übrigens zu Gott, daß diese sündliche „Hoffnung“ der Herrn „Generalisten“ nicht in Erfüllung gehen werde; denn geschähe dies, so wäre es ja freilich um unsere ganze evangelisch luth. Kirche in hiesigen Landen geschehen, wie es denn um dieselbe in der Generalsynode bereits dadurch geschehen ist, daß die letztere die Unterscheidungslehren unserer Kirche verrathen und verkauft hat.)

Gott sehe darein und mache der Gott höchst mißfälligen Heuchelei bald ein Ende, mit welcher man sich noch immer mit dem Namen unserer Kirche schmückt, und doch gerade die Unterscheidungslehren entweder verwirft, oder doch für unwesentliche Punkte erklärt. Die Synoden von Pennsylvanien und die von Texas bekennen sich zwar auf dem Papier zu den sämmtlichen Symbolen unserer Kirche: aber erstlich, wohl schwerlich entschieden, denn thäten sie dies wirklich ernstlich, so würden sicherlich die vielen heimlichen und offenbaren Zwinglianischen und methodistischen falschen Brüder in der Generalsynode sie bald hinaustreiben; und zum andern, begehen gerade die Synoden, welche unsere öffentlichen kirchlichen Bekenntnisse unterschreiben, vor den andern doppelte Sünde. Denn sagt ihnen ihr Gewissen, daß die lutherische Lehre die reine Wahrheit ist, wie können sie da mit den Feinden derselben an Einem Joche ziehen? Da heißt es: „Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt, aus deinen Worten mirst du verdammt.“

Kirchliche Nachricht.

Durch Gottes Gnade hat sich zu Downersgrove in der Nähe Chicago's eine neue lutherische Gemeinde gesammelt in einer meistens von Elsässern besetzten Ansiedelung. Dieselbe war seit 10 Jahren fast ohne irgend welche geistliche Pflege, das Wort Gottes wurde ihr nur sehr selten, und dann von durchlaufenden Schwärmern verkündigt; die Feier des heil. Abendmahls hatte in ihr niemals stattgefunden.

Nun hat der barmherzige Gott sich seiner auch noch hier befindlichen theuer erkauften Kinder angenommen und ihnen Gnade gegeben, daß sie das heil. Predigtamt unter sich aufgerichtet und den Herrn Pastor Fr. Ottmann aus Cincinnati zu ihrem Prediger und Seelsorger ordentlich berufen haben. Der liebe Bruder wurde von dem Unterzeichneten am 15. Sonntage nach dem Feste der Dreieinigkeit, nachdem derselbe über 1. Tim. 1, 3 gepredigt hatte: Das Bischoffsamt ein köstliches Werk, 1) weil es von Gott selbst gestiftet ist, 2) weil durch dasselbe der Leib Christi erbaut wird,—im Auftrage des Präsidiums öffentlich in sein Amt eingeführt.—Der treue Heiland, der gesagt hat: „Seit getrost, ich habe die Welt überwunden!“ möge auch dieser Gemeinde und ihrem Hirten Muth und Sieg verleihen zur Ehre Seines himmlischen

†)Diejenigen Synoden in den Ver. St., welche den Namen lutherisch tragen und nicht zu der s. g. Generalsynode gehören wollen, sind: 1. Die Frankische Synode, 2. die Central Virginia Synode, 3. die östliche Distriktssynode von Ohio, 4. die westliche Distriktssynode von Ohio, 5. die Englische Synode von Ohio, 6. die Indiana Synode, 7. die Synode von Michigan, 8. die Synode von Wisconsin, 9. die Synode von New-York, 10. die Synode von Buffalo, 11. die Tennessee Synode und 12. unsere Synode von Missouri, Ohio u. a. Staaten. Nach einer in dem lutheran Almanac gemachten Berechnung soll es in den Ver. St. etwas mehr als 900 lutherisch sich nennende Prediger mit nahe an 3000 Gemeinden geben.

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year 1703. He reports at the same time that, unfortunately, when the answer bringing comfort also to this unspeakably miserable sinner arrived, he had already been called out of time into eternity. Surely a warning example not to sin wilfully against conscience, above all not in matters of faith and religion!

The General Synod.

The General Synod of the Ev. Lutheran Church in the United States, as it is pleased to call itself, held its last (the sixteenth) meeting on the days from the 21st to the 26th of May of this year at Winchester, in the State of Virginia. The printed abstract of the proceedings there conducted lies before us. We communicate the following from it to our readers.

This body is, as is well known, so constituted that a number of synods have united to conduct certain church affairs in common, in that from time to time chosen representatives of these synods assemble, to deliberate over the affairs brought within their circle, and partly to make proposals, partly to adopt resolutions valid for all the synods concerned. At present the following 20 synods calling themselves Lutheran belong to this union:

1. The Synod of Maryland, (34 ordained pastors),

2. the Synod of West Pennsylvania,

3. the Synod of South Carolina, (31 pastors,

4. the Synod of North Carolina, (12 pastors),

5. the Hartwick Synod, (22 pastors),

6. the Synod of New York, (40 pastors)

7. the Synod of Virginia, (25 pastors)

8. the Alleghany Synod, (19 pastors),

9. the East Pennsylvania Synod, (25 pastors.

10. the Miami Synod, (25 pastors),

11. the Wittenberg Synod, (29 pastors),

12. the English Synod of Ohio, (21 pastors),

13. the Synod of Illinois, (9 pastors),

14. the Synod of West Virginia, (15 pastors),

15. the Synod of the Southwest, (13 pastors),

16. the Olive Branch Synod in Indiana (15 pastors.)

17. the Synod of Pennsylvania, (88 pastors,)

18. the Synod of North Illinois, (8 pastors),

19. the Synod of Pittsburg, (30 pastors),

20. the Synod of Texas, (8 pastors).

Counting those pastors who are not ordained, but only licensed on probation to preach and, respectively, to administer the sacraments, 559 pastors belong to the union of the General Synod. Of the congregations served by them there are 1229, to which belong 112,993 communicant members.†)

The synods belonging to the General Synod have among them 5 institutions for the training of pastors. The first is the theological seminary at Gettysburg in Pennsylvania. In the report made concerning it, it is stated that the number of students in recent years has not been so large as in former ones, and that in general never more than 20 have attended the lectures at one and the same time. The second institution of this kind is the seminary at Hartwick in the State of New York (Otsego Co.). During the past year it was attended by no more than 13 students of theology. The 3rd seminary is that at Lexington in South Carolina. The number of those studying theology here is 14 in several classes. The fourth institution is the recently established so-called Illinois State University at Springfield in the state named, in which at present 14 are preparing for the ministry, of whom 8 are of Norwegian descent. The fifth institution, finally, is the Wittenberg Collegium at Springfield in Ohio. How many of the pupils in this institute are pursuing the study of theology is not stated. It is remarkable that the number of students of theology in these institutions, some of them founded already many years ago and richly endowed, is so small.

Of resolutions showing zeal for the pure doctrine of our Church, or even mere recognition of it, nothing is found in the whole voluminous report of this so-called Lutheran General Synod; but proofs in plenty that this body uses the name "Lutheran" only as a signboard, while it is nothing but a unionistic society. It feels flattered when erring synods (such as those of the German Reformed, the Presbyterians, etc.) send it delegates, and it extends to them the hand as brethren in the faith and receives them without further ado as advisory members. Dr. Harkey even moved that the General Synod enter into brotherly correspondence with the so-called Evangelical Church Association of the West of the Unionists here, and the General Synod unanimously adopted this resolution. In this un-Lutheran, religiously indifferent, unionistic spirit it is then said, among other things, in the report: "We believe that the day is not far distant when our whole Church in this country will direct its attention only to those points of doctrine in which we all agree." (We hope, by the way, to God that this sinful "hope" of the gentlemen "Generalists" will not be fulfilled; for if it came to pass, it would indeed be all over with our whole Evangelical Lutheran Church in these lands, as it is already all over with it in the General Synod by the fact that the latter has betrayed and sold the distinguishing doctrines of our Church.)

May God look upon it and put an end soon to the hypocrisy, most displeasing to God, with which men still adorn themselves with the name of our Church, and yet precisely the distinguishing doctrines they either reject or declare to be unessential points. The Synods of Pennsylvania and of Texas profess, to be sure, on paper all the symbols of our Church: but in the first place, probably hardly with decision, for if they really did so in earnest, the many secret and open Zwinglian and Methodistic false brethren in the General Synod would surely soon drive them out; and in the second place, precisely those synods which subscribe our public confessions of the Church commit a double sin beyond the others. For if their conscience tells them that the Lutheran doctrine is the pure truth, how can they pull in one yoke with its enemies? There it says: "By thy words thou shalt be justified, and by thy words thou shalt be condemned."

Church News.

By God's grace a new Lutheran congregation has gathered at Downersgrove, near Chicago, in a settlement occupied for the most part by Alsatians. It had for 10 years been almost without any spiritual care, the Word of God was proclaimed to it only very seldom, and then by itinerant enthusiasts; the celebration of the holy Lord's Supper had never taken place among them.

Now the merciful God has taken pity also on His dearly purchased children dwelling here, and has given them grace to set up the holy ministry among themselves and to call Pastor Fr. Ottmann of Cincinnati regularly as their preacher and pastor. The dear brother was, on the 15th Sunday after Trinity, after he had preached on 1 Tim. 1:3: The office of bishop a precious work, 1) because it was instituted by God Himself, 2) because through it the body of Christ is built up,—publicly installed into his office by the undersigned, by commission of the Presidium.—May the faithful Savior, who has said: "Be of good cheer, I have overcome the world!" also give to this congregation and its shepherd courage and victory to the glory of His heavenly

†)Those synods in the United States which bear the name Lutheran and do not wish to belong to the so-called General Synod are: 1. The Franckean Synod, 2. the Central Virginia Synod, 3. the Eastern District Synod of Ohio, 4. the Western District Synod of Ohio, 5. the English Synod of Ohio, 6. the Indiana Synod, 7. the Synod of Michigan, 8. the Synod of Wisconsin, 9. the Synod of New York, 10. the Synod of Buffalo, 11. the Tennessee Synod and 12. our Synod of Missouri, Ohio, and other States. According to a calculation made in the Lutheran Almanac, there are said to be in the United States somewhat more than 900 pastors calling themselves Lutheran, with nearly 3000 congregations.