Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 10, Nummer 13 › Seite 103

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1854-02-14, Seite 103

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Volksbildung abhängt. Bisher zehrten wir meist von den geistigen Brosamen, die von dem reichen Tische Europa's fielen, die wir theils mit herübergebracht, theils durch Dampfkraft wie ausländische Waare beziehen mußten. Wir haben vergleichsweise nur sehr spärliche eigene Produktion, keine reichfließenden geistigen Quellen, deren wohlthätiger, bildender und genußreicher Ueberfluß über das ganze Volk bis in seine fernsten, zerstreutesten Zweige sich verbreitete. Die Masse des Volkes ist in Gefahr, in halbrohen, geistig stumpfen Zustand zu versinken, hangend in rastlosem Streben nach Besitz und Erwerb, ein chinesisch dumpfes, stagnirendes Erwerbsleben zu führen, bei aller Freiheit der edelsten Genüsse entbehren zu müssen, und, ähnlich einem Lastthier, alltäglich seinen reichlichen Antheil Speise hinnehmend, den Erwerbskarren zu ziehen, bis die abgenutzte Haut in's Grab sinkt.

Die Mischung der Bevölkerung desgleichen, wie sie in gewisser Weise der allgemeinen Volksbildung förderlich ist, steht derselben auch wiederum hemmend im Wege. Berührung, Austausch und Verkehr der Völker untereinander fördert und mehrt derselben Intelligenz. Doch wird ein jegliches Volk die vorgefundenen fremden oder neuen Bildungsstoffe in der ihm eigenthümlichen Weise ergreifen, verarbeiten und sich aneignen, oder es muß seinen eigenthümlichen Charakter aufgeben und sich einem fremden anpassen und assimiliren. In Gefahr des Letzteren stehen wir Deutsche. Wir sind sehr bildungsfähig, aber leider — und das bringt stets Verachtung anderer Völker auf uns als Nation — nur allzu sehr geneigt zu affenmäßiger Nachahmung fremder Sitten und Gewohnheiten und zur Verleugnung der eigenen, die doch, wenn man deutsche Sitte und Gewohnheit ihrer Verzerrungen entkleidet, so edel und solid von Alters sind! Hier berühren sich die Nationalitäten nicht bloß, sondern sind durcheinander gerüttelt und gewürfelt, so daß die hiesige Bevölkerung ein wahres nationales Chaos bildet. Das vorherrschende Element ist das Englische, und dieses wird, wenn nicht Hülfe und Einhalt geschieht, unsre edle deutsche Sprache sammt andern unschätzbaren nationalen Kleinodien verschlingen. Ehe jedoch Englische Bildung bei den hier wohnenden Deutschen völlig durchdringt, muß wenigstens unsre gegenwärtige Generation, und noch eine dazu, geistig untergehen. Allen Respekt vor dem Englischen Charakter und Englischer Bildung! Vieles darf kommen, ehe es damit eine Vergleichung aushält. Aber deutscher Charakter, sofern er ausgeprägter Charakter und nicht Carrikatur ist, und deutsche Bildung, deutsche Sprache, deutsche Offenheit und Gradheit, deutsche Treue und Redlichkeit, deutscher Math, deutscher Fleiß, deutsche Ausdauer und Standhaftigkeit, deutsche Gründlichkeit und Geschicklichkeit, deutsche Genialität und Geistestiefe, deutsche Gelehrsamkeit, deutsche Gemüthlichkeit, deutsche Religiösität und Erkenntniß — das sind lauter Dinge, die wahrlich auch nicht zu verachten sind, die noch nie von andern Nationen verachtet, sondern stets hoch geschätzt und gepriesen wurden. Der deutsche Charakter stand einst schon bei den Römern und später zur Zeit deutscher politischer Einheit und Blüthe in solch ehrenhaftem Ansehen, daß er, zur Nachahmung empfohlen, sprüchwörtlich im Völkermunde lebte; wohingegen der deutsche Volksmund unter dem Worte: „Welsch“ den Charakter der romanischen Völker als feig, untreu und verabscheuenswerth bezeichnete. Heute ist's ein wenig anders, und das ist ein Beweis, daß der deutsche Charakter — wir können's nicht verhehlen, indem schreiende Thatsachen vorhanden sind — im Sinken begriffen ist. Wir Deutsche sollten ihn aber nicht sinken lassen, und am wenigsten verachten, wir müßten anders uns selbst verachten. — Vielmehr sollten wir recht erkennen, was uns gegeben ist, sollten es treulich bewahren, damit redlich haushalten, Wucher treiben, sollten unser eigen Herz und Gemüth damit bereichern, unserm neuen allgemeinen Vaterlande mit diesem Pfunde dienen und es auf unsre Nachkommen als ein unveräußerliches Heiligthum vererben. Wir Deutsche bilden bereits einen mächtigen Ast am nordamerikanischen Volksbaume; könnten und sollten wir nicht, nach Zahl und geistigem Gewicht, einen edlen Theil des Stammes bilden und anstatt vom Ganzen getragen zu werden, das Ganze mittragen? Wer hindert uns, wenn wir nicht selbst es thun? Wir wollen nicht amerikanische Deutsche, sondern Amerikaner, deutsche Amerikaner sein; wollen nicht für uns allein etwas Ganzes und Besonderes, sondern ein besonders edler Theil des Ganzen sein. So nur werden wir unsern bürgerlichen und politischen Beruf erfüllen. Jeder hier lebende Deutsche sollte so viel Bildung besitzen, als man von dem Bürger eines Freistaates u. stimmfähigen Gliede einer religiösen Corporation erfordern muß. Die geistige Welt sollte ihm erschlossen sein wie die materielle. Er sollte einen freien, richtigen Blick, einen offenen Kopf, ein edles, frommes Herze haben. Das wäre eine würdige Zugabe zu den Vortheilen, die wir bereits genießen! Wer ein wohlwollendes Herze hat, der sollte thun, was er vermag, um unserm hiesigen Volke dazu zu verhelfen, um ihm u. dem ganzen Staate wohlzuthun.

Hiermit haben wir die Beweggründe und Gesichtspunkte des beabsichtigten Jugend-Blattes angegeben. Bei der Jugend möchten wir in unserm Theile anfangen. Hier muß ein guter Grund gelegt sein. „Was Hänschen nicht weiß, wird Hans nicht wissen.“ Wo die Elementarschulen es gelassen, oder was sie ausgelassen, da möchten wir weiter bauen, das möchten wir ersetzen. Ein religiöses, confessionelles Blatt gedenken wir nicht zu liefern; doch soll es auch kein unchristliches oder widerchristliches sein. Die ganze Welt, was und wie sie war und ist, mit ihren Bewohnern und Erzeugnissen, Menschen, Thieren, Pflanzen und Mineralien, mit ihren Elementen, ihren colossalen und mikroscopischen Größen, mit ihren offenbaren und verborgenen Kräften, ihren Wechselbeziehungen und Wechselwirkungen u. s. w., also Welt- und Religionsgeschichte, Geschichte der Cultur und Erfindungen, Ethnographie, Geographie, Physik, Mechanik, prosaische und poetische (deutsche und englische) Literatur, Musik, Malerei, Architektur, Bildhauerei — das sind die Gegenstände und Gebiete, welche die „Illustrirte Abendschule“ behandeln und durchwandeln, oder mindestens theilweise zur Kenntniß der Jugend bringen will. Was über Welt und Zeit hinausliegt, Gott und Ewigkeit, soll auch nicht vergessen bleiben, sondern bildet Grund und Ziel unseres Blattes, wie denn auch Welt und Zeit davon eingeschlossen ist, darinnen anfängt und endigt.

Wenn die Tagesgeschäfte beendet sind, da mögen Jünglinge und Jungfrauen in Städten und einsamen Settlements die Illustrirte Abendschule vor sich nehmen und sich damit angenehm u. nützlich unterhalten. Wir geben deshalb dem Blatte den Namen „Abendschule,“ und weil jedem Blatte etliche gute Holzschnitte zur Veranschaulichung und Zierde beigegeben werden, so haben wir es „Illustrirte Abendschule“ genannt. Wenn indessen Leute, die über oder unter dem Jünglingsalter stehen, das Blatt zur Hand nehmen wollen, sei es am Abend oder zu jeder beliebigen Tageszeit, so mögen auch sie manches Anziehende und Belehrende finden. Wer hingegen alle das, was wir liefern, schon weiß, oder sich sonst verschaffen kann, hat aber einen wohlwollenden Sinn, der suche es wenigstens so viel und weit zu empfehlen und auszubreiten, als ihm immer möglich ist. Damit thut er gewiß viel Gutes. Namentlich dürfte den ehrw. Herrn Predigern, die ja von Amts wegen die Sorge für's Volkswohl haben, und weiter den Herrn Lehrern ein solches Blatt zum Gebrauche in Schule und Haus und zur Ausbreitung sehr willkommen sein. Wir wissen, wie so viele Prediger und Lehrer hier zu Lande die Nothwendigkeit der Volks- und Jugendbildung einsehen und anstreben, aber beständig durch Mangel an Quellschriften und Hülfsbüchern ihre gute Absicht müssen halb verloren gehen sehen. Wir leben überhaupt der Hoffnung, daß recht viele den Segen und Nutzen eines solchen Blattes erkennen und mit Freuden dasselbe aufnehmen werden.

Wir sagen den zukünftigen Lesern voraus, daß wir nicht ängstlich nach Neuem, Pikanten und Unerhörten haschen werden, sondern was jedem, der einigermaßen Anspruch auf Bildung macht, oder auch nicht macht, zu wissen noth und nütze ist, das wollen wir geben. Dabei kümmern wir uns nicht weiter, ob Viele das Erzählte bereits wissen. Alle, die es nicht wissen, sollen es erfahren. Wir wollen überhaupt ein Hausvater sein, der aus seinem Schatze Allerlei, Altes und Neues, hervorträgt, um solchen Schatz zum Gemeingut Vieler zu machen. Einfacher, biederer, deutscher Sinn soll des Blattes Art und Zierde sein. Auch an gutem Papier, Druck und sonstiger Ausstattung soll, wie dieses Probe-Exemplar zeigt, nicht viel mangeln. Das Format ist so gewählt, daß sich der Leser von jedem Jahrgang ein hübsches, unterhaltendes Buch kann einbinden lassen.

Von jetzt nach Monatsfrist soll die zweite Nummer und dann regelmäßig alle vierzehn Tage eine folgende erscheinen. Der Preis des Blattes für einen Jahrgang in Vorausbezahlung beträgt vier Schillinge. Wer mehrere Exemplare zugleich bestellt, erhält je fünf derselben zu zwei Dollars das Jahr. Keiner Bestellung wird Folge geleistet, wenn nicht die Zahlung mit folgt. Mit dem Schlusse eines jeden Jahres werden die Leser an neue Subscription erinnert, und wer nicht vor dem Anbruch des folgenden Jahres die Zahlung einsendet, dessen Subscription wird als beendet angesehen.

Anmerkung der Red. des „Lutheraner“

Indem wir obigen Prospectus einer neuen Jugendzeitung mittheilen, die nicht sowohl den Zweck hat, auf dem Gebiet der Religion und Kirche zu wirken, als vielmehr zu einer Vorrathskammer des sonst für dieses Leben Wissenswürdigen zu dienen, können wir nicht unterlassen, Prediger, Lehrer, Hausväter, Lehrmeister, Jünglingsvereine und die Jugend überhaupt auf dieses schöne Unternehmen aufmerksam zu machen. Ein Blatt, wie die „Illustrirte Abendschule,“ kommt jedenfalls einem vielfach gefühlten Bedürfnisse entgegen. Die Elementarschule kann dem werdenden Bürger und Geschäftsmann unmöglich alles das schon bieten, was er als solcher bedarf. Höhere Real- und Gewerbsschulen fehlen uns noch. Die sogenannten Abendschulen, welche dieselben hier ersetzen sollen, ein so vortreffliches und unentbehrliches Institut sie sind, reichen nicht aus. Diese bedürfen eben eines Blattes, wie das projectirte, damit der, welcher die Abendschule besucht, theils das darin Erlernte wiederholen, theils den Schatz seines nützlichen Wissens vermehren könne. Gerade je mächtiger jetzt die Feinde der Religion hier in alle Verhältnisse der Gesellschaft verderblich eingreifen, desto heiligere Pflicht ist es für die Christen, nicht dahinten zu bleiben und den Theil des Einflusses, der hier auch ihnen auf diese Verhältnisse gestattet ist, sich zu sichern. Dieses kann aber nur dann geschehen, wenn die Christen in allgemeiner Bildung mit den Feinden ihres Glaubens gleichen Schritt zu halten suchen. Hierzu kommt, daß überhaupt das Evangelium, weit entfernt, Wissenschaft und Kunst verachten zu lehren, vielmehr diesen Beschäftigungen des menschlichen Geistes die rechte Weihe gibt. Luther schrieb daher einst: „Ich bin nicht der Meinung, daß durchs Evangelium sollten alle Künste zu Boden geschlagen werden und vergehen, wie etliche Abergeistlichen fürgeben, sondern ich wollte alle Künste, sonderlich die Musica sehen im Dienste deß, der sie geben und geschaffen hat.

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popular education. Hitherto we have lived chiefly on the spiritual crumbs that fell from Europe's rich table, which we partly brought over with us and partly had to obtain, like foreign goods, by steam power. By comparison we have only very meager products of our own, no richly flowing spiritual springs, whose beneficent, formative and enjoyable overflow might spread over the whole people to its remotest, most scattered branches. The mass of the people is in danger of sinking into a half-rude, spiritually dull condition, bound up in restless striving after possessions and gain, of leading a Chinese-like dull, stagnant life of earning, of having to forgo the noblest enjoyments in spite of all freedom, and, like a beast of burden, taking its daily ample portion of food, of drawing the cart of gain until the worn-out hide sinks into the grave.

The mixture of the population likewise, though in a certain way it is beneficial to general popular education, again stands in its way as a hindrance. Contact, exchange and intercourse of nations with one another promote and increase their intelligence. Yet every people will seize, work up and appropriate the foreign or new materials of culture found, in the manner peculiar to it, or it must give up its peculiar character and adapt and assimilate itself to a foreign one. We Germans stand in danger of the latter. We are very capable of culture, but unfortunately — and this constantly brings contempt of other nations upon us as a nation — only too much inclined to an apish imitation of foreign manners and customs and to the denial of our own, which are nevertheless, if one strips German manners and custom of their distortions, so noble and solid from of old! Here the nationalities do not merely touch, but are shaken and tossed together, so that the population here forms a true national chaos. The prevailing element is the English, and this will, unless help and a halt come, swallow up our noble German language together with other inestimable national jewels. Before, however, English culture fully penetrates among the Germans living here, our present generation, and one more besides, must perish spiritually. All respect to the English character and English culture! Much must come before it endures comparison with them. But German character, so far as it is pronounced character and not caricature, and German culture, German language, German frankness and straightforwardness, German fidelity and honesty, German courage, German diligence, German perseverance and steadfastness, German thoroughness and skill, German genius and depth of mind, German learning, German heartiness, German religiosity and understanding — these are all things that truly are not to be despised, which have never yet been despised by other nations, but have always been highly esteemed and praised. The German character once stood already among the Romans and later at the time of German political unity and prosperity in such honorable repute that, recommended for imitation, it lived proverbially in the mouth of nations; whereas the German popular tongue under the word "Welsch" designated the character of the Romance nations as cowardly, faithless and detestable. Today it is somewhat different, and that is a proof that the German character — we cannot conceal it, since crying facts are at hand — is in decline. We Germans, however, ought not to let it decline, and least of all despise it, we would have to despise ourselves otherwise. — Rather we should rightly recognize what is given to us, should faithfully preserve it, keep house with it honestly, trade with it at interest, should enrich with it our own heart and mind, serve our new common fatherland with this pound and bequeath it to our posterity as an inalienable holy possession. We Germans already form a mighty branch on the North American tree of the people; could and should we not, according to number and spiritual weight, form a noble part of the trunk and, instead of being carried by the whole, help carry the whole? Who hinders us, if we do not hinder ourselves? We do not want to be American Germans, but Americans, German Americans; we do not want something whole and peculiar for ourselves alone, but to be an especially noble part of the whole. Only so shall we fulfill our civil and political calling. Every German living here should possess so much education as one must require of the citizen of a free state and a voting member of a religious corporation. The spiritual world should be as open to him as the material. He should have a free, correct view, an open head, a noble, pious heart. That would be a worthy addition to the advantages which we already enjoy! Whoever has a benevolent heart should do what he can to help our people here to it, and to do good to himself and the whole State.

Herewith we have stated the motives and points of view of the intended youth paper. We should like to begin with the young, in our part. A good foundation must be laid here. "What Johnny does not know, John will not know." Where the elementary schools have left off, or what they have omitted, there we should like to build further, that we should like to supply. A religious, confessional paper we do not intend to furnish; yet it shall be neither unchristian nor anti-Christian. The whole world, what and how it was and is, with its inhabitants and products, men, animals, plants and minerals, with its elements, its colossal and microscopic magnitudes, with its open and hidden forces, its interrelations and reciprocal actions, etc., thus history of the world and of religions, history of culture and inventions, ethnography, geography, physics, mechanics, prose and poetic (German and English) literature, music, painting, architecture, sculpture — these are the subjects and domains which the "Illustrirte Abendschule" will treat and traverse, or at least in part bring to the knowledge of the young. What lies beyond world and time, God and eternity, shall also not be forgotten, but forms the ground and goal of our paper, as indeed world and time are also included in it, begin and end in it.

When the day's business is ended, then young men and young women in cities and in lonely settlements may take up the Illustrirte Abendschule and entertain themselves pleasantly and usefully with it. We therefore give the paper the name "Abendschule," and because some good woodcuts are given with each number for illustration and ornament, we have called it "Illustrirte Abendschule." If, however, people who are above or below the age of youth wish to take the paper in hand, whether in the evening or at any desired time of day, they too may find much that is attractive and instructive. But he who already knows all that we shall furnish, or can otherwise procure it, yet has a benevolent mind, let him seek at least to recommend and spread it as much and as far as is ever possible for him. Thereby he does certainly much good. In particular such a paper should be most welcome to the reverend gentlemen preachers, who ex officio have the care for the people's welfare, and further to the gentlemen teachers, for use in school and home and for dissemination. We know how many preachers and teachers in this country see and strive after the necessity of popular and youth education, yet constantly see their good intention half lost through lack of source-writings and auxiliary books. We live altogether in the hope that many will recognize the blessing and usefulness of such a paper and gladly take it up.

We tell our future readers beforehand that we shall not anxiously snatch after the new, the piquant and the unheard-of, but what is needful and useful for everyone to know who makes some claim to education, or does not make it, that we will give. In so doing we do not trouble ourselves further whether many already know what is related. All who do not know it shall learn it. We would be altogether a householder, who out of his treasure brings forth things new and old, to make such a treasure the common property of many. Simple, honest German mind shall be the paper's character and ornament. Good paper, printing and other appointments too, as this specimen copy shows, shall not be much wanting. The format is so chosen that the reader can have a pretty, entertaining book bound from each year's volume.

A month from now the second number shall appear, and then regularly one every fourteen days. The price of the paper for a year's volume, payable in advance, is four shillings. Whoever orders several copies at once receives five of them for two dollars a year. No order will be filled unless the payment accompanies it. At the close of each year the readers will be reminded of a new subscription, and whoever does not send the payment before the beginning of the following year, his subscription will be regarded as ended.

Note of the Editor of the "Lutheraner"

In communicating the above prospectus of a new youth paper, which has not so much the purpose of working in the field of religion and Church as rather of serving as a storehouse of what is otherwise worth knowing for this life, we cannot omit to call the attention of preachers, teachers, heads of households, masters, young men's societies and the young generally to this fine undertaking. A paper such as the "Illustrirte Abendschule" meets in any case a widely felt need. The elementary school cannot possibly offer the future citizen and businessman all that he needs as such. Higher real and trade schools we still lack. The so-called evening schools, which are to take their place here, however excellent and indispensable an institution they are, do not suffice. These need just such a paper as the projected one, so that he who attends the evening school may partly repeat what he has learned there, partly increase the treasure of his useful knowledge. Precisely the more mightily the enemies of religion now invade all relations of society here to its ruin, the more sacred is the duty for Christians not to remain behind and to secure the share of influence which is permitted them also here in these relations. This, however, can only happen if Christians in general education keep even pace with the enemies of their faith. To this it is to be added that the Gospel, far from teaching men to despise science and art, rather gives these pursuits of the human mind the right consecration. Luther therefore once wrote: "I am not of the opinion that through the Gospel all arts should be struck to the ground and perish, as some overspiritual people pretend, but I would gladly see all arts, especially music, in the service of Him who gave and created them.