Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 11, Nummer 12 › Seite 94
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1855-01-30, Seite 94
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Wunsch, Gebet und Fürbitte — der l. Hr. Pf. Löhe, durch dessen Hand uns Gott so viel Gutes gethan, ja zum Theil unsre Synode zu einem Bollwerk der lutherischen Kirche in hiesigen Landen hat aufrichten helfen — möchte er doch je eher je lieber von der Selbsttäuschung seiner sogen. „kirchlichen Gedanken“ und der daher rührenden Abirrung von dem kirchlichen Bekenntniß als ein reumüthiger Sohn der Kirche wieder zu demselben zurückkehren und die schönen edlen Gaben, die ihm Gott verliehen, dazu anwenden, wie er auch früher gethan, dem „gemeinen Nutzen“ der Kirche, nicht aber der Verwirklichung jener „kirchlichen Gedanken“ zu dienen. Dann würde er eben so sehr die oben angedeuteten Gefahren vermeiden, als mit allen treuen Zeugen der Wahrheit in alter und neuer Zeit und mit allen aufrichtigen und rechtschaffenen Lutheranern, die an dem guten Bekenntniß der Väter, eben wegen seines völligen Schriftgehorsams unverbrüchlich hangen, wieder Ein Herz und Eine Seele werden. Das gebe Gott um Christi willen; Amen!
Nachschrift.
Wir müssen bekennen, daß uns die Gesinnung des Herrn Pf. Löhe, mit welcher er dem in Saginaw errichteten Schullehrerseminar seine Stellung angewiesen, ein wahres Räthsel ist. Sowohl die Sendung unserer Delegaten, von denen Schreiber dieses einer war, wie ihre Verhandlungen mit ihm, wie ihre ganze Haltung in Baiern, mußte Herrn Pf. Löhe davon überzeugen, daß es der Synode sehr am Herzen lag, und sie daher auch allen ihr nur möglichen Fleiß anwendete, die rechte Einigkeit zu erhalten, oder wo sie gefährdet sei, von neuem zu befestigen, daß ihr aber die Wahrheit höher stehe, als Einigkeit, und daß sie selbst mit Herrn Pf. Löhe und seinen Freunden keine Einigkeit wolle auf Kosten der Wahrheit, auch mit gutem Gewissen in dem betreffenden Streitpunkte von Kirche und Amt nicht zugeben wolle noch könne, daß die Frage als eine noch offene zu betrachten sei. Erst nachdem bei Durchnehmung der „Neuen Aphorismen“ mit Herrn Pf. Löhe sie meinten, überzeugt sein zu dürfen, daß gerade was die Prinzipien betrifft, eine wirkliche Einigkeit in der Lehre von Kirche und Amt zwischen ihnen und Herrn Pf. Löhe bestehe, auch Herr Pf. Löhe dieses dadurch zu erkennen gab, daß als sie Willens waren, die Besprechung derselben noch fortzusetzen, er selbst das Buch mit dem Bemerken zurücklegte, daß, da wir in den Prinzipien uns einig gefunden, die Besprechung darüber fortzusetzen, wohl nicht nöthig sei, erst da kam die Errichtung eines Schullehrerseminars zur Sprache. Nicht mit Herrn Pf. Löhe allein, sondern in einer Gesellschaft von Freunden, die einen lebhaften Antheil an der Kirche in Nord Amerika nahmen, wurde die Sache angeregt und besprochen, und es wurde beschlossen, nachdem Herr Pf. Löhe seine Abneigung, es mit der Anstalt in Fort Wayne zu verbinden, kund gegeben, es in Detroit unter der Aufsicht und thätigen Mitwirkung des Herrn Pastor Schaller zu errichten, von dem Herr Pf. Löhe wußte, daß er, obgleich früher auf das innigste, sowohl durch persönliche Liebe und Achtung, wie auch durch gleiche Ansichten hinsichtlich der Lehre mit ihm verbunden, betreff des letzten Punkts nicht mehr mit Herrn Pf. Löhe stimme, sondern sich zu der „Missourischen“ Lehre d. h. zu der von unserer Kirche in ihren Bekenntnissen bezeugten Wahrheit zugewendet habe. Wie konnte es dem Herrn Pf. Löhe auch nur im Traume einfallen, zu glauben, der Synode sei mit einem Seminar gedient, wie es nachher von ihm errichtet wurde? oder, daß die Delegaten, die indessen ihren Mangel an diplomatischer Gewandheit gern eingestehen, auch nur ein Wort über diese Angelegenheit würden verloren haben, wenn sie nicht bona fide es als eine ausgemachte Sache angesehen hätten, daß das Seminar nicht allein im Geiste der Synode würde geführt, sondern, wenn auch hauptsächlich durch die Liebeshülfe der deutschen Freunde errichtet, dennoch als ein eigentliches Institut der Synode völlig unter die Aufsicht derselben würde gestellt werden, wenn gleich die Delegaten glaubten, den Brüdern versichern zu dürfen, daß die Synode bei der Wahl der Lehrer ꝛc. ihnen gern eine Stimme zugestehen, überhaupt, wie es ja das innige Verbündniß, das zwischen uns und ihnen bestehe, mit sich bringe, die möglichst größte Rücksicht auf sie nehmen werde? Sie glaubten damals noch annehmen zu dürfen, daß Herr Pf. Löhe sich ganz einfach und einfältig als einen Mitknecht betrachte, der mit den Gliedern der Synode seines Theils in Gemeinschaft arbeiten wolle, was Gott an der Bestellung seines Werkes in Amerika ihm anvertraut.
Hat es sich nun freilich durch das stete Vorhalten von genossenen Wohlthaten, durch das Klagen über die selbstständige Bewegung der Synode, über angeblich erfahrenen Undank, Rücksichtslosigkeit, Verletzung pflichtschuldiger Pietät ꝛc. sattsam herausgestellt, daß die Synode in seinen Augen keine andere Stellung zu ihm und der anordnenden Cammittee für die nordamerikanischen Angelegenheiten habe, als etwa Kolonien zum Mutterlande, oder doch ausgesandte Missionäre zu der sie aussendenden, und eine Art von Patronat beanspruchenden Missionsgesellschaft, so stellen wir es dem Urtheil gerechter Leser gern anheim, ob es den Delegaten mehr zur Schande oder zur Ehre gereiche, wenn auch nicht der leiseste Gedanke in ihnen aufkam, als könnte nur möglicher Weise ein anderes Verhältniß der Synode zu Herrn Pf. Löhe und seinen Mitberathern und Freunden statt finden, als das zwischen Knechten Eines Herrn, von denen ein Theil Kalk, ein anderer Steine herbeibringt, je nachdem der Herr einem jeden seine Stellung und Arbeit angewiesen, und die sich nun des Baues freuen, den der Herr aufführt, und wobei er sie würdigt, Handlangerdienste thun zu dürfen. Auch das stellen wir dem Gewissen des Herrn Pf. Löhe anheim, ob wir es je an dem haben fehlen lassen, was der heil. Apostel Röm. 12, 10 den Christen einschärft, daß einer dem andern mit Ehrerbietung zuvorkommen solle, wenn er nur nach dem Gewicht und Maß des Heiligthums, und nicht nach dem falschen der Welt messen und wägen will.
In ihrer Ueberzeugung nun von der Einfalt des Herrn Pf. Löhe freuten sich die Delegaten und die lieben Brüder in Amerika mit ihnen, daß dem so lange schmerzlich gefühlten Bedürfniß, und was ihnen die Sache noch viel lieber und werther machte, durch die Liebe der deutschen Brüder sollte abgeholfen werden.
Aber wie so ganz anders schlug die Sache aus!
An die Stelle des den Delegaten bekannt und lieb und werth gewordenen Herrn Candidaten Hacker, von dem sie, aus seiner freudigen Annahme des Berufs die feste Ueberzeugung haben durften, daß er in völliger Uebereinstimmung mit der Synode arbeiten würde, trat der ihnen sehr wenig bekannte Candidat, Herr Großmann. Die Anstalt wurde nicht, wie man übereingekommen, nach Detroit, sondern nach Saginaw verlegt, und so mitten in die fränkischen Kolonien hineingeschoben, wo viele geistige Kinder des Herrn Pf. Löhe natürlich auch persönlich mit voller Liebe ihm anhingen. Von einem Anschluß an die Synode war gar nicht die Rede. Dagegen erklärte Herr Großmann ganz unverholen, daß er nicht mit der Synode in der Lehre von Kirche und Amt übereinstimme, sondern völlig auf der Seite des Herrn Pf. Löhe stehe, (hier wurde also die Lehrdifferenz zwischen Herrn Pf. Löhe und der Synode wieder ausgesprochen, die wir für überwunden hielten) und bezeigte so wenig Lust der Synode sich mit Vertrauen zu nähern, daß er der dringenden und freundlichen Einladung, ihren gerade beginnenden Sitzungen beizuwohnen, nicht Folge leistete. Die Synode als solche, hat nie erfahren, ob überhaupt, oder in welchem Verhältniß, die Anstalt zu ihr stehen solle. — So hatte denn die Synode das langersehnte Schullehrerseminar! d. h. sie hatte nun ein Lehrinstitut in ihrer Mitte, das sie lieben, hegen und pflegen, an dem ihre Glieder arbeiten sollten, von denen sie ihre Schullehrer sollte ausgehen sehen, wofür sie sich höchlichst verbunden halten sollte, und dessen Vorstand selbst — sich zu einer Lehre bekannte, die von der Synode auf das heftigste bekämpft wurde, und über welche sie seit Jahren den entsetzlichsten Lästerungen sich ausgesetzt sah!! Schwerlich ist wohl je eine Schaar unter schweren Entbehrungen und harten Kämpfen arbeitender Diener der Kirche bitterer getäuscht worden! ja ich möchte fast hinzusetzen: Schwerlich ist mit sonst schon armen und bedrängten Leuten ein grausamer Spiel von Freunden und Brüdern getrieben worden!
Zugleich stellte Herr Pf. Löhe, nicht zufrieden mit dem mündlichen Versprechen der Delegaten, daß man, wo nur immer möglich, bei der Versetzung der Pastoren in Michigan, ihn zu Rathe ziehen, und auf seine Stimme hören werde, an diese die Zumuthung, freilich unter sehr glimpflichen Ausdrücken, sich auch schriftlich gegen ihn zu verpflichten, nicht ohne seine Berathung und resp. Zustimmung ihre Stellen zu verlassen, und zwar ohne darüber mit der Synode weiter zu verhandeln, der jene Pastoren sammt ihren Gemeinden doch gliedlich angehörten.
Wer kann es leugnen, daß nur die Liebe, die alles zum besten kehrt, alles glaubt und hofft, und deswegen auch alles verträget und duldet, bis Vertragen und Dulden, ohne wenigstens zu reden und zu protestiren, ihr zur Sünde wird, daß nur diese Liebe uns hindern kann, in diesen Handlungen des Herrn Pf. Löhe die Anmaßungen eines eigenwillig handelnden Privatmannes zu sehen, gegenüber einem kirchlichen Körper und kirchlichen Regiment, der sich berufen wähnt, mit väterlicher Vorsicht und Einsicht in einem Lande, das er nie gesehen, dessen Verhältnisse er sich nur einbilden kann, aus Berichten kennen gelernt zu haben, das durch eine ungeheure Entfernung, und mehr noch durch die ganz neuen, von denen im alten Vaterlande so sehr verschiedenen Verhältnisse dem sonst noch so klaren Blick, und dem noch so treffenden Urtheil entrückt ist, den kindischen Uebermuth eines Körpers zu überwachen, und nöthigenfalls unschädlich machen zu müssen, dem doch der Herr selbst die Leitung, Ueberwachung und Förderung seiner Reichsangelegenheiten in dem ihm angewiesenen und zwar nicht so gar kleinen und unbedeutenden District übertragen hat, und der bei seiner Arbeit und Aufopferung vor Gott und Menschen sich auf das Zeugniß seines Gewissens im heiligen Geist berufen kann, daß er Treue wenigstens beweisen will?
Was für Frucht konnte diese Handlungsweise des Herrn Pf. Löhe voraussichtlich nur bringen? Man denke sich doch nur die ganze Lage! Die Synode ist in einem heftigen Streit mit einer andern Synode begriffen über einen Lehrpunkt, der nach ihrer festen Ueberzeugung nicht nur in den symbolischen Büchern unserer Kirche aufs Klarste entschieden, sondern der auch so aufs innigste mit den übrigen Grundartikeln unsers Glaubens ver-
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wish, prayer and intercession — that the dear Mr. Pastor Löhe, through whose hand God has done us so much good, and has helped in part to raise up our Synod as a bulwark of the Lutheran Church in this land — would, the sooner the better, return, as a penitent son of the Church, from the self-deception of his so-called "churchly thoughts" and the aberration from the churchly confession arising therefrom, to the same, and apply the beautiful noble gifts which God has given him, as he also did formerly, to serve the "common good" of the Church, but not the realization of those "churchly thoughts." Then he would just as much avoid the dangers indicated above, as, with all faithful witnesses of the truth in old and new times and with all sincere and upright Lutherans who cleave unbreakably to the good confession of the Fathers, precisely because of its entire obedience to Scripture, become again one heart and one soul. That may God grant for Christ's sake; Amen!
Postscript.
We must confess that the disposition of Mr. Pastor Löhe, with which he assigned his position to the teachers' seminary erected in Saginaw, is a true riddle to us. Both the sending of our delegates, of whom the writer of this was one, and their negotiations with him, and their whole bearing in Bavaria, must have convinced Mr. Pastor Löhe that the Synod had it very much at heart, and therefore also applied all the diligence possible to it, to preserve the right unity, or where it was endangered, to establish it anew, but that truth stands higher with it than unity, and that it itself wished no unity with Mr. Pastor Löhe and his friends at the expense of truth, and with a good conscience could not and would not concede in the point of controversy concerning Church and Ministry that the question be regarded as one still open. Not until, in going through the "New Aphorisms" with Mr. Pastor Löhe, they thought they might be convinced that precisely as regards the principles a real unity in the doctrine of Church and Ministry existed between them and Mr. Pastor Löhe, and Mr. Pastor Löhe also gave this to be understood by this, that when they were minded to continue the discussion of them, he himself laid the book aside with the remark that, since we had found ourselves agreed in the principles, to continue the discussion about them was probably not necessary, only then came the establishment of a teachers' seminary up for discussion. Not with Mr. Pastor Löhe alone, but in a company of friends who took a lively interest in the Church in North America, was the matter proposed and discussed, and it was resolved, after Mr. Pastor Löhe had made known his disinclination to connect it with the institution at Fort Wayne, to erect it in Detroit under the supervision and active cooperation of Mr. Pastor Schaller, of whom Mr. Pastor Löhe knew that he, although formerly most intimately united with him, both by personal love and esteem and by like views concerning doctrine, no longer agreed with Mr. Pastor Löhe as to the last point, but had turned to the "Missourian" doctrine, that is, to the truth attested by our Church in her Confessions. How could it even in a dream occur to Mr. Pastor Löhe to believe that the Synod was served with a seminary such as it was afterwards erected by him? or that the delegates, who for the rest gladly confess their lack of diplomatic skill, would have wasted even a word over this matter, if they had not bona fide regarded it as a settled thing that the seminary would not only be conducted in the spirit of the Synod, but, although erected chiefly through the charity of the German friends, would nevertheless as a proper institution of the Synod be placed wholly under its supervision, even though the delegates believed they might assure the brethren that the Synod would gladly grant them a voice in the choice of teachers, etc., and in general, as the intimate bond which existed between us and them would bring with it, would take the greatest possible regard of them? They believed at that time that they might still assume that Mr. Pastor Löhe regarded himself quite simply and in simplicity as a fellow-servant who, for his part, would work in fellowship with the members of the Synod at what God had entrusted to him in the ordering of His work in America.
Now, if it has indeed become sufficiently evident, through the constant reminding of benefits received, through the complaining about the independent movement of the Synod, about alleged ingratitude experienced, thoughtlessness, violation of dutiful piety, etc., that in his eyes the Synod has no other position toward him and the directing committee for North American affairs than, say, colonies to the mother country, or at least dispatched missionaries to the missionary society that sends them out and claims a sort of patronage, we leave it gladly to the judgment of just readers whether it redounds more to the shame or to the honor of the delegates that not even the faintest thought arose in them that possibly any other relation of the Synod to Mr. Pastor Löhe and his fellow-counsellors and friends could take place than that between servants of one Lord, of whom one brings lime, another stones, according as the Lord has assigned to each his position and work, and who now rejoice in the building which the Lord is raising, and in which He deems them worthy to do menial service. This also we leave to the conscience of Mr. Pastor Löhe, whether we have ever failed in that which the holy Apostle, Rom. 12, 10, enjoins upon Christians, that one should prefer another with reverence, if only he will measure and weigh by the weight and measure of the sanctuary, and not by the false one of the world.
In their conviction now of the simplicity of Mr. Pastor Löhe the delegates and the dear brethren in America rejoiced with them that the need so long painfully felt, and, what made the matter yet much dearer and more precious to them, should be remedied through the love of the German brethren.
But how quite differently the matter turned out!
In the place of Mr. Candidate Hacker, who had become known and dear and precious to the delegates, and of whom they, from his joyful acceptance of the call, were entitled to have the firm conviction that he would work in perfect agreement with the Synod, there stepped in the Candidate, Mr. Großmann, very little known to them. The institution was not, as agreed, removed to Detroit, but to Saginaw, and so thrust into the midst of the Franconian colonies, where many spiritual children of Mr. Pastor Löhe naturally also personally adhered to him with full love. Of a connection with the Synod there was no question at all. On the contrary, Mr. Großmann declared quite openly that he did not agree with the Synod in the doctrine of Church and Ministry, but stood wholly on the side of Mr. Pastor Löhe, (here, then, the difference in doctrine between Mr. Pastor Löhe and the Synod was again pronounced, which we held to be overcome) and showed so little desire to approach the Synod with confidence that he did not comply with the urgent and friendly invitation to attend its sessions then just beginning. The Synod as such has never learned whether at all, or in what relation, the institution is to stand to it. — So the Synod had then the long-desired teachers' seminary! that is, it had now a teaching institute in its midst, which it should love, cherish and foster, at which its members should work, from which it should see its schoolteachers go forth, for which it should hold itself most highly obligated, and whose head himself — confessed a doctrine which was most vehemently opposed by the Synod, and on account of which it has for years seen itself exposed to the most dreadful blasphemies!! Hardly has ever a company of servants of the Church, laboring under heavy privations and hard struggles, been more bitterly deceived! yea, I might almost add: Hardly has a more cruel game been played with people otherwise poor and hard-pressed, by friends and brethren!
At the same time Mr. Pastor Löhe, not satisfied with the oral promise of the delegates that, wherever at all possible, in the transfer of the pastors in Michigan he would be consulted and his voice heeded, made of these the demand, to be sure in very mild terms, to bind themselves also in writing toward him not to leave their positions without his counsel and respectively consent, and that without negotiating further about it with the Synod, to which those pastors with their congregations nevertheless belonged as members.
Who can deny that only the love which turns all to the best, believes all things and hopes all things, and therefore also bears and endures all things, until bearing and enduring, without at least speaking and protesting, becomes sin to it, that only this love can hinder us from seeing in these acts of Mr. Pastor Löhe the presumptions of a self-willed private person, over against a churchly body and churchly government, who fancies himself called, with paternal prudence and insight, in a land which he has never seen, whose conditions he can only imagine, to have learned from reports, which by an enormous distance, and still more by the quite new conditions, so very different from those in the old fatherland, is removed from his otherwise so clear view and his otherwise so penetrating judgment, to oversee the childish presumption of a body, and, if necessary, to render it harmless, to which yet the Lord Himself has committed the direction, oversight and furtherance of His kingdom's affairs in the district assigned to it, and not so very small and insignificant a one, and which in its labor and sacrifice before God and men can appeal to the testimony of its conscience in the Holy Ghost that it wills at least to prove fidelity?
What fruit could this manner of acting of Mr. Pastor Löhe foreseeably bring? Only think of the whole situation! The Synod is in a violent strife with another Synod over a point of doctrine which, according to its firm conviction, is not only decided most clearly in the symbolical books of our Church, but which is also so most intimately connected with the remaining fundamental articles of our faith that