Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 19, Nummer 18 › Seite 143

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1. Mai 1863, Seite 143

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Sklaverei

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nicht lässig getrieben sein, wollen nicht leidlich
hingefristet, sondern munter gefördert werden.
Dazu möchte der Pilger das Seine in diesen we⸗
nigen Worten beitragen. Damit aber die lieben
Leser wissen, wie sie gerade jetzt dieser Mission
förderlich sein können, so sollen sie darauf auf⸗
merisam gemacht werden, daß drei der oben er⸗
wähnten neuen Sendlinge, die in diesem Jahre
die Ueberfahrt nach Amerika machen sollen, Sach⸗
sen sind. Sie heißen August Ebendick aus Pirna,
Ernst Fünfstuck aus Dittelsdorf bei Zittau und
Friedrich Hachenberger aus Langhennersdorf bei
Freiberg. Alle Drei sind aus dem Handwerker-
stande und waren Gesellen. Aus eignem Ver⸗
mögen kann Keiner etwas irgend Erhebliches zu
seiner Ausstattung und Reise beitragen. Pastor
Brunn gibt allen ein sehr gutes Zeugniß. Er
hat sie während ihres nun fast zweijährigen Auf⸗
enthaltes in Steeden erprobt und kann sie daher
mit gutem Gewissen der christlichen Liebe und
Theilnahme empfehlen. Und wenn er das kann,
so meine ich, haben wir lutherischen Sachsen vor
Allen die Pflicht, wenigstens unsere drei lieben
Landsleute auf unsere Schultern zu nehmen und
nach Amerika hinüberzutragen, indem wir für
ihre Ausstattung und Reise sorgen. Nur daß
wir dabei nicht vergessen, den HErrn zu bitten,
Er wolle in den Herzen der Drei und aller an⸗
dern Zöglinge des Steedener Seminars wohnen
bleiben, damit wir mit ihnen den HErrn Chri-
stum hinüber tragen. Spätestens 1. Juni möch⸗
ten die jungen Brüder abreisen. Wer ihnen zur
Reise helfen will, muß aber bedenken, daß man
zur Vorbereitung einer Auswanderungsreise sich
nicht erst in den letzten vierzehn Tagen bereit
machen darf. Es will also die Sache frisch an⸗
gefaßt sein ohne viel Säumen. Und darauf
wartet die leere Pilgertasche und der Gotteskasten.
Ist dann aber mit Ausrüstung der drei sächsi⸗
schen Brüder der Faden wieder aufgenommen,
dann, liebe Leser, wollen wir ihn nicht alsbald
wieder fallen lassen, sondern die Förderung der
nordamerikanischen Mission als ein Bächlein an-
sehen, das immer fließen soll. Und wenn uns
dann auch einmal, wie es gerade auf diesem
Missionsgebiete sich mehrmals wiederholt hat,
ein Sendling als invalid wieder heimgeschickt
wird, so wollen wir darüber nicht verdrießlich
werden, sondern lieber mit neuer Kraft dafür
sorgen, daß durch immerwährende Sendung
neuer Arbeiter die Arbeit der bereits vorhande⸗
nen erleichtert und die Gefahr frühzeitigen Da⸗
hinsiechens von ihnen abgewendet wird. Wer
der Sache bisher fern gestanden hat, der findet
zu seiner Unterweisung das Nöthigste in einem
jüngst herausgegebenen Heftchen von Pastor
Brunn zusammengestellt, unter der Aufschrift:
Ev. luth. Mission unter den deut⸗
schen Auswanderern Nordamerikas,
Mittheilungen über die Entstehung des Pro-
seminars in Steeden und die Noth unserer Kirche
in Nordamerika.“ Solche Sprache ist für uns
gewiß ebenso erfreulich, als beschämend. Möge
sie dazu dienen, daß die lieben Brüͤder der etwa
im August wieder zu erwartenden Sendlinge aus
Steeden gedenken, da dieselben, wie uns Brunn
schreibt, in Deutschland mit Reisemitteln wohl

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nur bis New York werden ausgerüstet werden
können.

Hannover. Am 17. Febr wurde zu Celle
das Urtheil in dem Proceß wegen des Aufruhrs,
welcher in Hannover vom 6. bis 8. August we⸗
gen des Katechismus stattfand, gefällt. Eine
Anzahl Personen wurden zu 2 — 5 Monat Ge⸗
fängniß und Arbeitshaus, die schlimmsten zu
14—2 Jahr Arbeitshaus verurtheilt.

Kirchliche Nachrichten.
Im Auftrage des Ehrw. Präsidiums der ev.
luth. Synode von Missouri ꝛc., östlichen Districts,
wurde am Sonntage Mis. Dom., den 19. April
d. J., Herr Pastor J. A. F. W. Müller, nach⸗
dem er einen ordentlichen Beruf an die erste
deutsche ev. luth. Gemeinde zu Pittsburgh, Pa.,
mit Zustimmung seiner früheren Gemeinde zu
Chicago, Ill., angenommen hatte, von dem
Unterzeichneten inmitten seiner neuen Gemeinde
unter Verpflichtung auf sämmtliche symbolische
Bücher der ev.⸗luth. Kirche öffentlich und feierlich
eingeführt.
Gott schmücke seinen Knecht im neuen Arbeits-
felde mit viel Segen.
E. A. Brauer.

Die Addresse des l. Bruders ist:
Rev. J. A. F. W. Mueller,
Pittsburgh, Pa.
Letterbox 1253.

Am Sonntag Palmarum, den 29. März d. J.,
wurde Herr H. Wehrs, bisher Reiseprediger in
Jowa, nachdem derselbe von der Gemeinde zu
Jowa City, Ja. einen ordentlichen Beruf erhal-
ten hatte, zu seinem Amte von Herrn Pastor F.
Döscher im Auftrag des Präsidiums der westlichen
Distriktssynode von Missouri, Ohio u. a. St.
inmitten genannter Gemeinde feierlich mit Ver-
pflichtung auf sämmtliche Symbole unserer Kirche
ordinirt und in sein Amt eingewiesen.

Adresse: Rev. II. Wehrs,

Iowa City, Ia.

Desgleichen wurde Herr Pastor F. Doescher,
nachdem er einen ordentlichen Beruf von der ev.
luth. Gemeinde zu Hampton, Ills., erhalten
und denselben auch mit Bewilligung seiner fru⸗
hern Gemeinde zu Jowa City angenommen hatte,
am Sonntag Quasimodogeniti, den 12. April,
im Auftrag des Präsidiums der westlichen
Distriktssynode von Missouri, Ohio u. a. St.
von dem Unterzeichneten in sein neues Amt ein-
geführt.

Christus, der HErr der Kirche, setze diese bei⸗
den Arbeiter in seiner Ernte zum Segen fur Viele
zu seines Namens Ehre! Amen.

C. A. Mennicke.
Rev. F. Doescher,
Hampton, Rock Island Co. IIIs.

Wo ist Anton Hesselmeyer
aus Osnabrück, Königreich Hannover?
Derselbe hielt sich im Jahre 1859 in Memphis,
Tennessee, auf.

Wohlwollende Leser, die etwas uͤber den jetzigen
Aufenthalt des Obigen wissen, sind freundlichst
ersucht, solches an die Unterzeichneten zu berichten.

Aug. Wiebu sch u. Sohn.

Adresse:

Warnung.

Herr F. Griese war bis vor drei Monaten
Lehrer an unserer Gemeindeschule. Er sah sich
genöthigt, der Gemeinde zuvorzukommen und
sein Amt niederzulegen. Sollte Genannter
irgendwo ein Schulamt suchen, so wird hiemit
vor demselben gewarnt.

Die ev. luth. Gemeinde in Watertown, Wisc.
den 14. April 1863.

Der Vorstand:
C. Stra sen, Past.

L. Mielke. F. Klug.
H. Kroening. F. Schumacher.

Evangelisch⸗Lutherisches Choralbuch für
Kirche und Haus.
St. Louis, Mo., Verlag von L. Volkening. 1863.

Mit großer Freude zeigen wir das Erscheinen
dieses herrlichen Choralbuchs hierdurch an.
Dasselbe enthält alle Melodieen unseres Gesang⸗
buchs mit untergelegtem Text, 162 an der Zahl,
in treuem Abdruck aus Layriz größerem Werke,
mit Einschluß der in dem letzteren nicht befind⸗
lichen. Der Druck ist ebenso splendid, als cor⸗
rect, Papier und Einband lassen kaum etwas zu
wünschen übrig. Das Format, Kleinquerfolio,
ist bei weitem bequemer, als das Layrizische. Der
nothwendig erhöhte Preis 52,00 ist nach den
gegenwärtigen Umständen durchaus ein mäßiger.
Möge das liebliche Buch zu Beförderung eines
würdigen Familien- und Kirchengesanges bald
jede unserer Kirchen und alle unsere Hausaltäre
schmücken. Möchten insonderheit die lieben Ge⸗
meinden diese Gelegenheit benutzen, sich das
schöne Buch als Gemeinde- Inventarium zum
Gebrauche für ihre Organisten und Vorsänger
zu beschaffen.
Rechnungsablage des Luthervereins

für 1862.

Einnahme.
Durch Subscriptionen
Herrn L. Volkening für verkaufte
Bücher von Band I. bis VI. 2⁴9,00
—— 81822,99
Ausgabe.
Stereotvpen und Druck für 6000 Exempl. 8ʃ6,54
Für Einband von Band VII. und VIII.. 691,00
„ III. bis VII.. 60,00

81265,25

· 4.

72

./ I

„Versendungskesten..... 121,60

Deficit von letzter Rechnung .·.·... 10³3,85
— — 1822.99

Die Außenstände betragen §146,00, und dann besitzt der
Verein noch folgende Bücher:
von Band I. gebunden 105 Exemplare,

„ „ II. „ 169

LL 71 III. . 169 .

7 L IV. . 12⁷ 7.

I 7. V. EE 6⁵ 7.

77 LL VI. . 51 LE

I 7. VII. 7. 47⁰ 7

„ „ VIII. , 498 7.

„ „ III. und IV. ungebunden 700 Eximplare,
„ V. und VI. „ 1700 „

Adolph Heinicke.

Quittung und Dank.

Für arme Studenten:

Aus dem Zionsdistrict der luth. Gem. zu St. Louis von
einem Ungenannten 82.00; durch Oru. Past. J. L. Daib von
mehreren lieb. Frauen seiner Jakobus-Gem. S3, 15; desgleichen
von mehreren lieb. Frauen seiner Dreieinigkeits⸗Gem. 88,55;

156 südl. 4. Straße, St. Louis, Mo.

durch Hrn. Past. H. Löber von N. N. 85,00.

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