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Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1. September 1864, Seite 1
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Antichriſt
Ilrd ich sahe einen Engel
fliegen mitten durch den Him-
mel, der hatte ein ewig Evan⸗
gelium, zu verkündigen denen,
die auf Erden sitzen und woh⸗
nen, und allen Heiden, und Ge⸗
schlechtern, und Sprachen, und
Völkern,
Offenb. Joh. 14, 6.
Herausgegeben von der Derdeen bwelh
— —
* — —
Lutherischen Synode r von on Misoonri, Ohio und andern Staaten.
Vrd sprach mit großer Stim-
me: Fürchtei Gott, und gebet
ihm die Ehre; denn die Zeit.
seines Gerichts ist kommen, und
betet an den, der gemacht hat
Himmel und Erde, und Meer,
und die Wasserbrunnen.
Oifend. Joh. 14, 7.
Jahrgang 21.
St. Louis, Mo., den 1. September 1864.
No. 1.
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Der Lutheraner erscheint alle Monat zweimal für den lährlichen Subserty⸗
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Nur die Briefe, welche Mittheilungen für das Blatt entbalten, sind an den Redakteur, alleandern
aber, welche Geschäfrliches, Bestelungen, Abbestellungen, Gelder 16. enthalten, unter der Adress:
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In Deutschland ist dieses Blatt zu beziehen durch Justus Naumann in Leivzig.
—
(Eingesandt von Pastor P. Beyer.)
Gebet der Lutheraner
zum Beginn des 21. Jahrgangs ihres
„Lutheraner.“
Gott! wir danken deiner Güte,
Denn du hast uns reich beglückt.
Wie der Feind sich auch bemühte,
Doch hat er uns nicht erdrückt.
Aus des Wortes Lebensquellen
Reichst du Kraft den matten Seelen
Nun schon volle zwanzig Jahr
Durch den „Lutheraner“ dar.
Zwar, wir müssens trauernd klagen:
Unsre Schuld ist nicht gering;
Denn wir rennen noch und jagen
Nach so manchem eiteln Ding,
Aber deine holde Rede,
Deines Wortes heil'ge Stätte
Und des „Lutheraners“ Lehr'
Dünkt uns oft entbehrlich, HErr.
Willst du darum mit uns rechten?
Willst du uns dein Wort entziehn?
Ach, sei gnädig deinen Knechten,
Nimm die Gabe noch nicht hin.
Sieh', wir flehn in Christi Namen:
Streue nochmals deinen Samen,
Laß dein Wort uns ferner doch
Durch den „Lutheraner“ noch.
Du, HErr, kennest uns're Lage
Besser, als wir allesammt;
Sind es doch die letzten Tage;
Satans Reich ist wuthentflammt.
Recht und Ordnung sollen weichen,
Christus soll vom Throne steigen
Vor der Ungerechtigkeit,
Die jetzt herrscht und Zwietracht streut.
Wer soll da uns Rath ertheilen,
Schutz uns, wenn die Weltmacht droht?
Wer soll unsre Wunden heilen,
Wer uns helfen in der Noth?
HErr, du kannst's. Und unser Banner
Sei dein Werk, der „Lutheraner.“
Den erhalt auch dieses Jahr
Deiner kleinen Christen schaar.
Fülle ihn aus deiner Fülle;
Gürte ihn mit deiner Wehr;
Leit' ihn, daß er treu enthülle
Satans Schlingen und sein Heer.
Stärk durch ihn der Christen Herzen,
Daß sie nicht die Kron' verscherzen,
Nicht der Welt sich wieder weihn
Und sich ihrer Gunst erfreu'n.
Laß ihn in den wirren Tagen
Einen Himmelsführer sein,
Einen vollen Erntewagen,
In die Wunden Oel und Wein;
Bei dem Pesthauch unsrer Zeiten
Reine Luft, das Herz zu weiden;
Eine Leucht' am dunklen Ort,
Und dies durch dein reines Wort.
*
Vorwort der Redaction
zum
einundzwanzigsten Jahrgang des „Lutheraner.“
„Ihr wollt allein recht haben!“ —.
so lautet jetzt die Hauptanklage, welche wider uns
Lutheraner von der Missouri-⸗Synode und daher
auch wider den „Lutheraner“ erhoben wird. Frü⸗
her hieß es immer: „Ihr verdammt al⸗
les!“ Aber nachdem wir immer und immer
wiederholt haben, daß wir keineswegs zu jenen
Lutheranern gehören, welche die sichtbare luthe⸗
rische Kirche für die ganze heilige christliche Kirche
halten, außer welcher kein Heil und keine Selig⸗
keit ist; nachdem wir fort und fort erklaͤrt haben,
daß wir unsere lutherische Kirche nur für eine
rechtgläubige Particular-Kirche halten,
außer welcher es daher auch wahre Christen
gebe, die da selig werden; nachdem man auch
gesehen hat, daß wir gerade gegen jene Luthera-
ner ernstlich kämpfen, welche diese papistische
Lehre haben, daß außerhalb der sichtbaren luthe⸗
rischen Kirche niemand selig werden könne; nach⸗
dem wir uns ohne allen Rückhalt auch zu diesen
Sätzen unserer symbolischen Bücher bekannt ha⸗
ben: „daß der Haufe und die Menschen die
rechte Kirche sein, welche hin und wieder in der
Welt, vom Aufgang der Sonne bis zum Nieder⸗
gang, an Christum wahrlich glauben,“ und: „daß
etliche Gottes Kinder sind hin und wieder in
aller Welt, in allerlei Königreichen, Inseln, Län⸗
dern, Städten, vom Aufgang der Sonne bis zum
Niedergang, die Christum und das Evangelium
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