Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 68, Nummer 25 › Seite 398
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 10. Dezember 1912, Seite 398
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Unglaube 6
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Helfen Sie mir mit Ihren Gebeten, dann wird er alles tun.
Der SErr segne Sie und kröne mit Erfolg alles, was Sie
für diesen Geringsten tun können.
Der Ihrige in Christo,
Pablo Fernandez, Matrose des Arsenals von Ferrol,
in der Escollera (Gefangener).
Ich sende Ihnen den 121. Psalm. —
Am 10. August wurde eine Kommission von evangelischen
Spaniern von dem Ministerpräsidenten in Audienz empfangen,
die diesem eine Adresse überreichte.
Das Schriftstück ist von dem greisen Pastor Tornos, dem
Präsidenten der spanisch⸗evangelischen Kirche verfaßt, der seiner⸗
zeit Hofprediger der Königin Isabella war, und er hat wenigstens
erreicht, daß der Ministerpräsident versprochen hat, sich der An⸗
gelegenheit anzunehmen. Ihr Hans Fliedner, Pastor.
Madrid, Bravo Murillo 63.
Des Unglaubens Elend.
Wie unglücklich der Unglaube macht — und mit dem Aber⸗
glauben ist's nicht anders —, das sehen wir an David Friedrich
Strauß, der die Geschichtlichkeit der Person IEsu leugnete und
die Erzählungen von ihm in das Reich der Fabel verwies. Er
hatte bekanntlich ein schweres Leben und, wie von seiner Pflegerin
ausdrücklich bezeugt wurde, auch ein sehr schweres Sterben. Daß
er sich bei seinem Unglauben nicht glücklich gefühlt hat, geht aus
manchem hervor. Der selige Stadtdekan Mehl in Stuttgart hat
mitgeteilt, daß Strauß seinen vierzehnjährigen Sohn zu ihm in
den Konfirmandenunterricht brachte. Mehl, ein Studiengenosse
von Strauß, aber ein Theolog von entschieden bibelgläubiger
Richtung, drückte ihm seine Verwunderung darüber aus, daß er
seinen Sohn zu ihm bringe. Da sagte der Vater: „Ich wünsche,
daß mein Sohn glücklicher werde als ich.“
Nur zwei Klassen
gab es in den Tagen Noahs: diejenigen Menschen, die sich inner⸗
halb der Arche befanden, und die, welche draußen waren; —
und zwei Klassen in dem Netze des Evangeliums: die guten Fische
und die schlechten; und zwei Klassen in dem Gleichnis von den
zehn Jungfrauen: die klugen und die törichten; — und zwei
Klassen in dem Berichte über den Gerichtstag: die Schafe und
die Böcke; — nur zwei Seiten des Thrones: die rechte und die
linke; — zwei, nur zwei Orte, wenn der letzte und unveränderliche
Richterspruch getan ist: Himmel und Hölle
— — — — —
Todesanzeige.
Klemens Brunkhorst, seit September ein Schüler des
Lehrerseminars zu Addison, wurde am 20. November in die Ewig—
keit abgerufen. Um sich einer notwendig gewordenen Operation
zu unterwerfen, war er in die Heimat, in der Nähe von Lake City,
Minn., zurückgekehrt, hoffte aber, spätestens nach Weihnachten in
die ihm sehr lieb gewordene Anstalt wieder eintreten zu können.
Doch schon zwei Tage nach der Operation war sein Stündlein ge⸗
kommen, und als er das merkte, wichen alle seine irdischen Wünsche
dem herzlichen Verlangen, abzuscheiden und bei Christo zu sein.
Sein Alter brachte er auf 14 Jahre und 12 Tage. Am 23. No⸗
vember wurde er in der Heimat beerdigt. Sein bisheriger Seel⸗
sorger, P. G. Ferber, hielt ihm die Leichenrede über Joh. 11, 25.
1 Theo. Brohm.
Neue Drucdisachen.
Alle an dieser Stelle angezeigten Bücher, Mufikalien, Bilder usw. kön⸗
nen durch das Concordia Publishing House, St. Louis, Mo., zu den bei⸗
gefügten Preisen bezogen werden. Wo eine andere Bezugsquelle angegeben
wird, wolle man, bitte, bemerken, ob zu besorgen, falls nicht vorrätig.
Fünfter Bericht des Texas⸗Distrikts der Deutschen Ev.⸗Luth. Synode
von Missouri, Ohio u. a. St. Concordia Publishing House,
St. Louis, Mo. 80 Seiten. Preis: 15 Cts.
Die Synodalrede zeigt: was uns als Synode zusammenhält, ist
nicht die Synodalverfassung, sondern die Einigkeit im Geist und Glauben.
Die Lehrverhandlungen wurden von Prof. H. Stöppelwerth ge⸗
leitet. Die Lehre von der Heiligung wurde erörtert. Der rechtfertigende
Glaube ist ein lebendiger Glaube, der die Heiligung notwendig zur Folge
hat. Die Heiligung selbst ist Wiederherstellung des göttlichen Ebenbildes
in den Wiedergeborenen durch den Heiligen Geist. Sie vollzieht sich so,
daß der alte Adam mit seinen bösen Lüsten und Werken abgelegt, und daß
der neue Mensch angezogen wird und von Tag zu Tag zunimmt. Die
guten Werke sind die notwendigen Außerungen dieser inneren Veränderung.
Die Heiligung bleibt aber in diesem Leben unvollkommen; erst im ewigen
Leben wird das Stückwerk aufhören. Dies sind die von Seite 10. bis 50
durchgeführten Hauptgedanken. Der Rest des Berichts bringt die Ge⸗
schäftsverhandlungen, namentlich einen guten überblick über die
Missionsarbeit des Distrikts. K.
Synodalbericht der Deutschen Ev.⸗Luth. Synode von Minnesota
u. a. St. 1912. Northwestern Publishing House, Milwaukee,
Wis. Preis: 10 Cts. ö
Außer dem Präsidialbericht des bisherigen Präses E. A. Pankow und
den ausführlichen Geschäfts verhandlungen enthält dieser Bericht ein nütz⸗
liches und nötiges Referat von P. H. Böttcher: „Stellung und Aufgabe der
rechtgläubigen Kirche, die konfirmierte Jugend betreffend.“ Er sei hiermit
der Beachtung auch unserer Synodalgenossen empfohlen. L. F.
Martin Luther als deutscher Klassiker. Auswahl aus seinen Dich⸗
tungen und Schriften nebst einer Einführung von Eugen Les⸗
sing. Hamburg⸗Großborstel. Verlag der Deutschen Dichter⸗
Gedächtnisstiftung. 175 Seiten, in Leinwand gebunden mit Titel.
Preis: M. I.
Dieses schön gedruckte und sehr billige Buch ist zunächst für solche be⸗
stimmt, die Luther als Klasfiker der neuhochdeutschen Sprache und großen
Schriftsteller Deutschlands und der ganzen Welt kennen lernen sollen. Es
kann aber auch manchem Leser dazu verhelfen, daß er in Luther den großen
Gottesmann und Reformator der Kirche kennen lernt. Nach der Einfüh⸗
rung, die etwas überschwenglich Luther als Deutschen verherrlicht, und in
der wir nicht jeden Ausdruck unterschreiben, folgt ein längerer Auszug
aus Luthers berühmtem Sendbrief vom Dolmetschen, ein zweiter aus
seiner bekannten Schrift an die Ratsherren, daß sie christliche Schulen
aufrichten und halten sollen, dann 6 Briefe Luthers, sein Testament,
13 Lieder und Gedichte und schließlich 16 Abschnitte aus der deutschen
Bibel Luthers, strophisch gedruckt, wodurch ohne Zweifel manch einer, der
bisher noch nicht auf die wunderbare Schönheit der Sprache Luthers ge⸗
achtet hat, darauf aufmerksam wird. Und wenn er vor allem den Inhalt
annimmt, dann hat das Büchlein ihm einen wertvollen Dienst erwiesen.
Zu solchem Werbedienst sei es hiermit empfohlen. L. F.
Einführungen.
Im Auftrag der betreffenden Distriktspräsides wurden eingeführt:
Am 21. Sonnt. n. Trin.: P. C. Witschonke in der Gemeinde zu
Hilbert, Wis., von P. P. Wichmann.
Am 23. Sonnt. n. Trin.: P. H. Harms in den Gemeinden zu Ba⸗
tavia und St. Charles, Ill., unter Assistenz P. Heerboths von P. F. W.
Mahnke.
Am 24. Sonnt. n. Trin.: P. H. C. Messerli in der Gemeinde zu
Edgerton, O., von P. P. G. Schmidt. — P. H. Scheperle in der St.
Paulsgemeinde bei Enders, Nebr., und in der St. Johannesgemeinde zu
Champion von P. G. Wockenfuß. — P. A. Berner in der St. Lukas⸗
gemeinde zu Santa Rosa, Cal., von P. W. A. Theiß. — P. F. W. Hüs⸗
ner in den Gemeinden zu Corona und Wilmot, S. Dak., von P. W. J.
Israel. — P. W. Möller in der Gemeinde zu County Line, N. V., von
P. P. Löber.
Am 21. November:
lehrerseminar zu Addison, Ill.,
Kohn.
Prof. M. Lochner als Professor am Schul⸗
unter Assistenz P. Haakes von P. Th.
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