Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 69, Nummer 17 › Seite 266
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 19. August 1913, Seite 266
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Kurze Nachrichten aus unserer Heidenmission.
Gott hat unser Gebet erhört! Es ist uns endlich gelungen,
ein passendes Grundstück in Trivandrum zu kaufen. Es ist
etwa 14 Acker groß und kostet 14,000 Rupien (3 Rupien ==
51.00). Der Bau einer Missionarswohnung wird sosort in
Angriff genommen werden.
Missionar G. O. Kellerbauer von Bargur ist mit seiner
Familie auf Heimatsurlaub in Deutschland.
Missionar G. Küchle von Ambur J ist von seiner Er—
holungsreise nach Australien wohlbehalten zurückgekehrt. Er
hat in den Gemeinden unserer australischen Glaubensbrüder
Vorträge mit Lichtbildern über unsere Heidenmission gehalten.
Zugleich meldet er seine Verlobung mit Fräulein Ria Brauer,
Tochter I'. A. Brauers in Hahndoörf, Südauftralien.
Im Vertrauen auf Gottes Segen hat die Kommission be—
schlossen, die ärztliche Mission in Indien in Angriff zu nehmen.
Frl. Luise Ellermann, eine geschulte Krankenpflegerin von
Evansville, Ind., wurde erwählt und hat die Wahl angenom—
men. Sie wird in Krishnagiri stationiert sein.
Die Kommission beschloß, zwei neue Wohnhäuser in un—⸗
serm Bergheim zu bauen. Drei Missionarsfamilien haben in
diesem Jahre bereits den Segen des Bergheims genießen
dürfen. Leider ist es noch immer nicht gelungen, Hauseltern
für das Bergheim zu gewinnen.
Frau Missionar A. Hübener, die sich mit ihren Kindlein
im Bergheim aufhielt, mußte nach Madras in ein Hospital
gebracht werden, um sich einer Blinddarmoperation zu unter—
ziehen. Ihre Genesung macht, Gott sei Dank, erfreuliche Fort—
schritte.
Missionar F. Zucker hat sich im Bergheim von den Folgen
eines Typhusanfalls gut erholt und arbeitet jetzt in Trivan—
drum. Während er sich mit seiner Frau im Bergheim auf—
hielt, wurde ihm daselbst ein Söhnlein geschenkt.
Missionar R. Freche ist am 1. Juli mit seiner Familie
gestärkt und erfrischt von seinem Bergurlaub in den Nilgiris
auf seine Station Vaniyambadi zurückgekehrt.
Die Kandidaten O. Ehlers, R. Görß und J. Williems
haben den Beruf in unsere Heidenmission angenommen. Ehlers
und Williems sind für das nördliche Gebiet bestimmt, Görß
für das südliche. Die beiden erfteren werden, will's Gott, am
24. August während der Versammlung des Westlichen Distrikts
in der Zionskirche zu St. Louis ordiniert und abgeordnet
werden.
Fräulein Olivig Grün ist als Lehrerin und Zenang-Arbei—
terin für das südliche Gebiet erwählt worden.
Der heilige Pfingsttag war für Missionar G. Hübeners
Gemeinde in Maruchaltalei ein Freudentag. Es wurde an
dem Tage nämlich zum erstenmal das heilige Abendmahl an
dem Orte gefeiert. An die 30 Kommunikanten nahmen dar—
an teil.
Der Unterricht in unserm Institut zu Nagercoil hat am
25. Juni wieder seinen Anfang genommen. Gott lege seinen
Segen auf diese Prophetenschule!
Lieber Christ, hast du schon unser erstes Missionsbüchlein,
„Vanji Bhumi“, gelesen? Nicht? Ei wie schade! Hole das
Versäumte doch schnell nach! Du möchtest doch gewiß gerne
Land und Leute in unserm füdlichen Missionsgebiete kennen
lernen.
Es ist immer noch Raum in der Weihnachtskiste des Christ⸗ 4
kindleins. Prof. Zucker wird dafür sorgen, daß alles ein⸗
gepackt wird. —
Betet für unsere lieben Missionare und für ihre Arbeit! 4
Auch von der Mission gilt das Wort des HErrn: „Ihr habt A
nicht, darum daß ihr nicht bittet.“
Jul. A. Friedrich.
Bur kirchlichen Chronilz.
Das silberne Amtsjubiläum ihres Pastors, Fr. O. Loth⸗
ringer, feierte die Dreieinigkeitsgemeinde zu Grand Mound,
Jowa, am 29. Juli. P. C. Jobst hielt die deutsche, P. J. Deck—
mann sen. die englische Predigt. Fr. O. L.
Aus unserer Heidenmission. Der 22. Juni war für Mis⸗
sionar Th. Gutknecht und seine Gemeinde in Thalakudi bei Nager⸗
coil ein doppeltes Freudenfest. An dem Tage durften sie nämlich
ihre neue Kapelle dem Dienste des dreieinigen Gottes weihen.
Missionar G. Hübener hielt die Weihpredigt. Etwa 500 Ein⸗
geborne wohnten der Feier bei. In diesem Gottesdienst wurden
durch die heilige Taufe 21 Seelen der Kirche Christi hinzugetan,
nämlich 11 Erwachsene, 3 Knaben, 5 Mädchen und 2 Säuglinge.
Unter den Getauften befanden sich fünf Ehepaare. Diese ließen
nach ihrer Taufe ihre noch im Heidentum geschlossenen Ehen durch
Gottes Wort und Gebet einsegnen. Die Kollekte ergab 8 Rupien.
Nach Schluß des Gottesdienstes wurden die Teilnehmer auf dem
Festplatze gespeist. Gott stärke die Neugetauften mit seinem
Heiligen Geiste und mache sie zu Zeugen der Wahrheit unter
ihren heidnischen Volksgenossen! — Folgender „Notschrei“ kam
in die Hände unserer Missionare in Nagercoil. Da er in eng—
lischer Sprache geschrieben wurde, so lassen wir ihn wörtlich ab—
drucken. Er lautet: „Come over into Pareychaley and help us!
This is the Gospel ery heard from the unevangelical parts of
IL'areychaley and its suburbs. There are a good number of
heathen here who have not as yet had a chance of hearing the
Gospel message. They are sunk in utter darkness. Who will
take to them the light of the Gospel? They look up to the
Lutheran Mission for succor. Will you, missionaries of the
Lutheran Mission, help? The souls of these perishing mortals
are in your hands. Como over into Pareychaley and help us!
Pareychaley, Junç 20, 1913.“ Leider können unsere Missionare
jetzt nicht helfen. Es fehlen uns die Männer und die Mittel.
Pareychaley, ein Dorf von 200 Häusern und etwa 1000 Seelen,
liegt neunzehn Meilen westlich von Nagercoil.
Zur 21. Nationalkonvention versammelte sich in Detroit,
Mich., die Waltherliga vom 20. bis zum 24. Juli. 139 Dele⸗
gaten und 640 Gäste wohnten den Versammlungen bei. Aus
dem Bericht des Verwaltungsrats ging hervor, daß sich im Laufe
des Jahres 35 Vereine zur Aufnahme gemeldet haben, so daß die
Liga jetzt aus 133 Vereinen mit 7890 Gliedern besteht. Die
Hauptarbeit der diesjährigen Konvention bestand in der Revision
der Konstitution. Sehr erfreulich war der Bericht des Herbergs—
komitees.
Leute in der Synodalkonferenz, die aus ihrer Heimatsgemeinde
in andere Städte ziehen, aufzusuchen und, wenn möglich, ihnen
bei Gemeindegliedern Logis zu besorgen. Zu dem Zweck sind an
fast alle Pastoren Anfragekarten ausgesandt worden mit der
Bitte, Namen und Adressen junger Leute ihrer Gemeinden, die
sich in andern Städten aufhalten, an das Herbergskomitee zu
senden. Der Erfolg war großartig. In einer Stadt wurden
von einem solchen Komitee innerhalb vier Wochen 110 Jüng⸗
linge und Jungfranen aufgesucht und bei christlichen Familien
Die Liga hat es sich zur Ausgabe gemacht, alle jungen
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