Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 70, Nummer 12 › Seite 185
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 9. Juni 1914, Seite 185
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—— —
7.
8
14 V
Herausgegeben von der Peutschen Evangelisch⸗Lutherischen Synode von Missouri, Ohio u. a. Staaten.
ö Redigiert von dem Lehrerkollegium des theologischen Seminars in St. Lonis.
—
70. Zahrgang. Gt. Louis, Mo.,
den 9. Zuni 1914. Nr. 12.
Kurzer Bericht über unsere Delegatensynode.
Eröffnungsgottesdienst.
Mittwoch, den 6. Mai, wurde die Synode durch einen feier⸗
lichen Gottesdienst eröffnet, wobei der zweite Vizepräses, P. J. W.
Miller, die Predigt hielt über Röm. 1, 16. Sein Thema war:
„Wir aber wollen bei dem Evangelium von Christo bleiben, um
die Kirche zu bauen und zu erhalten. 1. Das ist Gottes Wille.
2. So allein haben wir auch den rechten Erfolg.“ Im ersten
Teile führte der Redner aus, was das Evangelium ist, daß wir
es nicht nur verkündigen dürfen, sondern auch sollen; das tun
wir, indem wir es fleißig predigen, in unsern Schulen treiben und
Lehranstalten zur Ausbildung von Lehrern und Predigern unter⸗
halten. Der Erfolg, den der Redner im zweiten Teil schilderte,
besteht darin, daß unsterbliche Seelen zum Glauben gebracht und
darin erhalten werden, und daß sie angeleitet werden zu allerlei
guten Werken.
Die erste Sitzung wurde am Nachmittag gehalten und, wie
üblich, durch einen liturgischen Gottesdienst eröffnet, den der
Ortspastor leitete. Die Zahl der anwesenden Delegaten war über
600, wozu noch 250 Gäste kamen. Hierauf verlas der Allgemeine
Präses, P. F. Pfotenhauer, die Synodalrede und im Anschluß
daran den Präsidialbericht.
Referat.
Prof. D. F. Pieper von St. Louis legte ein Referat vor
über „Die Herrlichkeit der Lehre der Kirche der Reformation“.
Lehranstalten.
1 Unsere Synode hat 15 Lehranstalten mit etwa 88 Pro—
fessoren und rund 2000 Studenten. Es ist selbstverständlich, daß
die Besprechung der Bedürfnisse dieser Anstalten einen großen Teil
der Zeit der Sitzung in Anspruch nahm.
St. Louis.
Folgende Bewilligungen wurden gemacht für die Lehranstalt
in St. Louis: für einen neuen Bürgersteig (sidewalk) 81600,
für neue Fußböden in der Anstalt §1000, für elektrische Be⸗
leuchtung im alten Gebäude und in den Professorenwohnungen
bis zu §2500.
Springfield.
Die vor drei Jahren für die Anstalt in Springfield bewilligte
Summe von 812,000 reichte nicht aus, das damals geplante
Wirtschaftsgebäude aufzuführen. Die Synode beschloß, die
Summe auf §15,000 zu erhöhen.
Fort Wayne.
Vor drei Jahren wurden §12,000 bis §14,000 für den
neuen Eßsaal bewilligt. Der Bau wurde aufgeführt, aber nicht
aus der Baukasse, sondern vom Erlös der inzwischen verkauften
Collegefarm. Die Synode hieß dies gut.
Beschlossen wurde, für eine neue Wohnung für den Direktor
bis zu 86500 zu bewilligen, welche Summe jedoch aus den
§30,000, die vom Erlös der Farm noch übrig sind, genommen
werden soll.
Riber Forest.
Beschlossen, daß auch die innere Einrichtung einschließlich der
Professorenbibliothek und der physikalischen Instrumente, soweit sie
nicht durch besondere Gaben wieder angeschafft werden können,
aus den für Deckung des Feuerschadens einlaufenden Geldern
ersetzt wird.
Da die beiden Firmen, die den früheren Bau aufgeführt
haben, einen großen Verlust erlitten haben, beschloß die Synode,
daß die Allgemeine Aufsichtsbehörde in Verbindung mit der
lokalen Aufsichtsbehörde die beiden Firmen insoweit schadlos
halte, als sie nachweisen können, daß sie Schaden erlitten haben.
Seward.
Die für den Aufbau des dritten Stockwerkes des Musik⸗
gebäudes begehrte Nachbewilligung von §2600 wurde gemacht.
Die Bitte um 88000 für einen Anbau am Wirtschaftsgebäude
wurde einstweilen auf den Tisch gelegt. Die Bitte um §1500
für die Heizanlage zweier Professorenwohnungen wurde abge—
schlagen, da man meinte, sich noch eine Zeitlang mit Ofen be—
helfen zu müssen. Da der Eigentümer von zwei Professoren⸗
wohnungen in Seward sich genötigt sieht, sie zu verkaufen, be⸗
schloß die Synode, beide Gebäude für §7000 anzukaufen.
Die Allgemeine Aufsichtsbehörde soll ermächtigt sein, für
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