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Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 24. November 1914, Seite 377

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Himmel, der hakte ein ewig

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denen, die aus Erden siden IX
1 und wohnen, und allen Hei-
den, und Geschlechtern, und
SFprachen, und Völhiern, und
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Lürchter Solt. und gedei
in die Chre; denn die- Zeit

seines Gerichis ist kommen,

und vetel an den der gemachi

hai Himmtt, und Erde, und

Meer, und die Wasser⸗
brunnen. Offb. Joh. 14, 6. 7.

—— — b

—.—

HBerausgegeben von der Beutschen Evangelisch⸗Lutherischen Zynode von Missauri, Ohio u. a. Staaten.
Redigiert von dem Lehrerkollegium des theologischen Seminars in St. Lonis.

———

70. Jahrgang.

St. Louis, Mo., den 24. November 1914.

Nr. 24.

—

— —

Der Aaronitische Segen.

(In Anlehnung an Luthers Auslegung.)

Lehren, lernen, beten, fingen,

Daß in Kirche, Schul' und Haus
Jeder richt' sein' Arbeit aus
Durch des Heil'gen Geistes Gaben,
Und wir Fried' und Freude haben.

HErr, o segne unsern Stand,

Leib und Leben, unser Land,

Daß es seine Früchte bringe,

Unsre Arbeit wohl gelinge,

Keine Plage uns beschwere,

Auch kein Schaden je versehre
Mensch und Vieh und Hab' und Gut,
Daß wir haben guten Mut,

Jeden Tag dir Dank zu bringen,
Wie die lieben Vöglein singen.

Wie die Sonn' durch Wolken bricht,
Woll'st du, HErr, dein Angesicht
Über uns in Nöten heben.
Wenn in Anfechtung wir beben,
Welt und Fleisch und Teufel toben,
Und der Glaub' sich kaum hält oben,
Ja, dann öffne uns im Worte
Deines ew'gen Friedens Pforte,
Daß wir wie im festen Turm
Trotzen solchem Höllensturm,
Freudig kämpfen, selig sterben
Und die Herrlichkeit ererben.

J. M.

OErr, o laß uns leuchten licht
Väterlich dein Angesicht!

Weil dein Sohn für uns gestorben
Und uns ew'ges Heil erworben,
Woll'st du täglich uns verzeihn
Und mit Gnaden kräftig sein,
Daß wir gute Früchte bringen:

Zum Danktag.

Der Danktag naht. Er soll uns herzlich willkommen sein.
Es tut uns undankbaren Menschen — auch wir Christen sind
leider oft recht undankbar — not, daß wir zum Dank aufge⸗
fordert werden. Fordert uns unser nationales Oberhaupt dazu
auf, so freuen wir uns darüber und kommen seiner Empfehlung,
einen öffentlichen Dankgottesdienst zu halten, gerne nach. Weit
mehr aber gilt uns die Aufforderung unsers Gottes. Er er⸗
mahnt uns durch den Mund Assaphs: „Opfere Gott Dank
und bezahle dem Höchsten deine Gelübde!“ Er ruft uns durch
den Apostel Paulus zu: „Seid dankbar in allen Dingen; denn
das ist der, Wille Gottes in Christo IEsu an euch.“ „Sorget
nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und
Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.“ „Seid fest

im Glauben und seid in demselben reichlich dankbar.“ „Haltet
an am Gebet und wachet in demselben mit Danksagung.“
„Danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem
Erbteil der Heiligen im Licht!“ Wie im Frühling ein Wald
widerhallt in lieblichen Melodien, so hallt es in der ganzen
Heiligen Schrift von Ermahnungen zur Dankbarkeit gegen
Gott. Wenn wir weiter nichts wüßten als dies: Es ist der
Wille Gottes! so müßten wir uns dadurch schon zur Dankbar⸗
keit treiben lassen.

Aber nun die Segnungen und Wohltaten unsers Gottes!
Welch eine laute Sprache reden die! Überblicken wir unser
Leben und unsere Lebenswege von den Jahren unserer Kind⸗
heit an bis auf die heutige Zeit, welch eine Fülle von Wohltaten
und Segnungen unsers Gottes taucht da vor uns auf! Jedes
Jahr, jede Woche, jede Stunde unsers Lebens ist voll davon.
Wie der Himmel voller Sterne, wie der Garten voller Blumen
ist, so leuchten, lieber Leser, an deinem Lebenshimmel die Wohl⸗
taten, so blühen und duften in deinem Lebensgarten die Seg⸗
nungen deines Gottes. Und das alles ohne unser Verdienst
und Würdigkeit, aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und
Barmherzigkeit. Was haben wir ihm zuvor gegeben und
getan? Nichts, gar nichts. Wir müssen uns beugen vor seiner
Barmherzigkeit, dankbar unsere Hände falten und sprechen:
Lobe den SErrn, o meine Seele! Danke ihm; denn seine
Barmherzigkeit währet ewiglich!

Es kommen freilich Stunden und Tage im Leben, wo
das Loben und Danken schwerfallen will. Hier drückt Mangel
und Armut, dort plagt schwere und schmerzliche Krankheit, oder
es gibt sonst unter mancherlei Kreuz zu seufzen. Aber haben
wir in solchen Stunden keine Ursache, dem HErrn zu danken?
Du bist arm, aber gesund und kannst auch an deinem kärglichen
Tisch sprechen: Gott Lob, daß wir dies haben! Du bist krank,
aber du erfährst treue Liebe und Pflege und tröstlichen Zu⸗
spruch. Hast du nicht Ursache, dafür zu danken? Du seufzest
unter manchem andern Kreuz; aber haben nicht auch Kreuz
und Trübsal ihren Segen, wenn du nur darauf achtest? Wenn

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