Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 70, Nummer 24 › Seite 379
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 24. November 1914, Seite 379
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Zeitſchriften · Zeitſchriften 3
1 gang, und zwar in erweiterter Gestalt.
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r Tutssrane
blatt kommen die Glieder der Familie in Fühlung mit der
Kirche und ihrer hohen Aufgabe, wodurch das Interesse an
dieser Aufgabe fort und fort genährt wird. 2. Es fördert
das Bewußtsein der Zugehörigkeit zur Kirche. 3. Es wirkt
der Gefahr entgegen, hin und her gewor fen zu werden von
allerlei Wind falscher Lehre. 4. Es hilft das Interesse am
Werk des HErrn wachhalten und vermindert so die Gefahr,
den Dingen Interesse zuzuwenden, denen keins gebührt. 5. Es
wirft viel Licht auf so manche wichtige Fragen, die die Wohl⸗
fahrt des christlichen Hauses betreffen. 6. Es stellt immer
1 wieder die glaubensbrüderliche Verbindung her mit denen, die
1 des Tages Last und Hitze im Weinberg des HErrn tragen, und
ermuntert uns, nach Kräften ihre Bürde zu erleichtern. 7. Es
gibt so manche Aufklärung über Schriftwahrheiten, auch über
Schwierigkeiten, mit denen die Kirche Gottes auf Erden zu
kämpfen hat.“
Wir könnten noch zweimal sieben Stücke hinzufügen, um
den Wert und die Bedeutung des Kirchenblattes herauszu⸗
streichen, aber wir wollen es kurz machen. Das Kirchenblatt
will dir helfen auf dem Weg in dein ewiges Vaterhaus. Es
ist der beständige, getreueste Gehilfe deines Pastors und Seel⸗
sorgers in seiner Arbeit an dir und an den Gliedern deiner
Es fördert dich in der rechten Erkenntnis, stärkt
dich im Glauben, in der Liebe, in der Hoffnung. Es berichtet
dir von den Kriegen und Siegen des HErrn. Es sagt dir,
was im Reiche Gottes und für die Ausbreitung desselben nötig
ist, und was durch deine Gaben ausgerichtet wird. Es be—
Familie.
1 urteilt die Zeit und macht aufmerksam auf die Zeichen der
Zeit. Es warnt vor dem Abgrund und vor den gefährlichen
Wegen, die dahin führen. Willst du nicht ein solches Blatt
fleißig und regelmäßig. lesen und mit Hand anlegen, daß es
immer weiter verbreitet werde und immer allgemeiner und
besser seiner Aufgabe nachkomme?
Daß wir gerade dieses Jahr diese Sache recht dringend
1 unsern Lesern ans Herz legen, hat seine besonderen Gründe.
1 Der „Lutheraner“ vollendet nun bald sein 70. Jahr im Dienste
unserer Kirche und unserer Synode. Was er in diesen zwei
nenschenaltern ausgerichtet hat, wie er seine vielen, vielen
1 Leser belehrt, ermahnt, gestraft, ermuntert, getröstet hat, läßt
sich mit Worten und Zahlen nicht ausdrücken.
wird es klarmachen. Er beginnt im Januar seinen 71. Jahr⸗
Seit Jahren
ist schon oft der Wunsch ausgesprochen worden, ihn entweder
Aus
guten Gründen hat unsere letzte Allgemeine Synode den ersteren
Gedanken zum Beschluß erhoben. Von Neujahr an soll jede
Nummer des „Lutheraner“ um vier Seiten stärker werden,
namentlich um mehr Nachrichten von unserm ausgebreiteten
Missionsfeld und überhaupt aus dem Kreise unserer Synode
zu bringen. Der Preis aber soll nicht erhöht werden, son⸗
dern derselbe bleiben wie bisher. Die Vergrößerung ver⸗
Fursacht eine nicht unbedeutende Vermehrung der Arbeit und
der Kosten, aber beides soll gern aufgewandt werden, um das
Blatt inhaltlich reicher und mannigfaltiger und interessanter
zu gestalten. Aber allerdings erwartet die Synode, daß durch
eine bedeutend vermehrte Leserzahl die Mehrkosten verringert
und bald ausgeglichen werden. Es wäre zumal bei dem jetzigen
Stande unserer Synodalkasse nicht recht, wenn dieser Kasse
durch die Mehrkosten ein beträchtlicher Ausfall erwüchse.
gedehntere Verbreitung.
Die Ewigkeit
Darum wollen doch alle, die ihren „Lutheraner“ liebhaben,
ganz besonders aber diejenigen, die schon lange seine Ver⸗
größerung wünschten, recht eifrig und tätig sein für seine aus⸗
Es wird daraus ein Segen für die
einzelne Familie, für die betreffende Gemeinde und für die
ganze Synode erwachsen. Den „Lutheraner“ in jedes Haus
in unsern Gemeinden, in dem Deutsch gelesen wird — das
muß das Ziel sein, dem wir zustreben. Es gibt, um einen
gerade in diesen Kriegszeiten vielgehörten und ⸗gelesenen Aus-
druck zu gebrauchen, eine Loyalität auch auf kirchlichem Gebiet.
Und zu solcher loyalen Gesinnung gehört, daß man für das
Kirchenblatt seiner Synode eintritt und wirkt und darin nicht
müde wird.
Aber auch in bezug auf unser englisches Synodalorgan,
den Lutheran Witnéess, hat unsere letzte Synode wichtige Be—
schlüsse gefaßt. Wir können uns der Tatsache nicht verschließen,
daß das junge, heranwachsende Geschlecht vielfach lieber Eng⸗
lisch als Deutsch liest, und daß in manchen Gebieten und Ge⸗
meinden unserer ausgebreiteten Synode der Sprachenwechsel
rasch vor sich geht. Ob uns das lieb oder leid ist, konmit hier
nicht in Frage. Wir reden von offenkundigen Tatsachen. Dar⸗
aus ergibt sich aber für uns die Aufgabe, daß wir recht Für⸗
sorge treffen für die Zukunft, ja, an gar vielen Orten schon
für die Gegenwart. Die englischen und englischwerdenden Ge⸗
meinden und Familien müssen mit einem unserer Synodal⸗
arbeit entsprechenden Kirchenblatt versorgt, das heranwachsende
Geschlecht muß zum regelmäßigen Lesen eines Kirchenblattes
ermuntert und erzogen werden. Darum hat unsere Synode
beschlossen, von Neujahr an den Umfang jeder Nummer des
Luthieran Witness zu verdoppeln, also von acht auf 16 Seiten
zu vergrößern, ebenfalls ohne Erhöhung des Preises von §1.00
für den Jahrgang. Inhaltlich soll das Blatt so viel als tunlich
dem „Lutheraner“ ähnlich gestaltet werden, so daß es nicht
etwa bloß über die Arbeit und die Vorkommnisse in unserm
Englischen Distrikt, sondern über das Arbeitsgebiet unserer
ganzen Synode Bericht erstattet. Und darum sagen wir: Den
Lutheran Witness in jedes Haus in unsern Gemeinden, in
dem Englisch gelesen wird — das muß auch das Ziel sein, dem
wir zustreben. Und wenn dann in gar manchen Häusern zwei
Kirchenblätter gehalten und gelesen werden, eins besonders von
den älteren, das andere besonders von den jüngeren Familien⸗
gliedern, so wird das sicherlich kein Nachteil und Schaden, son⸗
dern nur Nutzen und Gewinn sein. Denn die beiden Blätter
arbeiten nicht gegeneinander, werden auch nicht dasselbe ent⸗
halten, wollen aber vereint dem obenerwähnten Zweck eines
rechten Kirchenblattes dienen. Und was wir vorhin von der
erwarteten und nötigen Gewinnung vieler neuen Leser des
„Lutheraner“ sagten, das möchten wir noch viel angelegent⸗
licher in bezug auf den Lutneran Witness wiederholen. Wir
wenden uns ganz besonders an die Pastoren und Gemeinden
englischer Zunge in unserer Synode, erinnern sie an das, was
sie auf der Synode gesagt und gehört haben, und bitten sie
um rechte Loyalität in dieser Sache. Denn jeder, der diese
Sache auch nur einen Augenblick bedenkt, muß sich sagen, daß
die Verdoppelung eines Blattes im Umfang ohne irgendwelche
Preiserhöhung ganz bedeutende Mehrkosten verursachen wird.
In vielen amerikanischen Kirchen wird um diese Jahres⸗
zeit ein besonderer Sonntag angesetzt, um von der Bedeutung
des Kirchenblattes für die ganze Gemeinde und für die ein⸗
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