Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 10, Nummer 24-25 › Seite 189

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1854-07-29, Seite 189

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Katechismus 3 · Luther 4

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kann, die sich noch mit Ernst zu Gottes Wort und zu den Symbolen der Kirche halten.. Den Schaden, den Sie mit Ihrer Kritik“ (des „Hirtenbriefs“) „anrichten, werden Sie verantworten müssen, wenn sie nicht in rechtschaffener Buße Ihre Verirrungen abermals bekennen werden. Gott helfe uns, daß wir Ihrem falschen, unkirchlichen Geist, wenn Sie keine Buße thun, kraft unseres heiligen Amtes, öffentlich und freudig widerstehen können. Wir werden dann, wie es scheint, im öffentlichen Kampfe gegen Sie vieles zu wiederholen haben, was wir schon gegen den unirten unkirchlichen Liberalismus in Preußen durchgefochten haben.“ (S. 56.) So sah, wir wiederholen es, Herr Pastor Grabau unsere Lehrdifferenz an u. so schrieb er schon vor zehen Jahren unter ausdrücklicher schriftlicher beigegebenener Bestätigung der mit ihm verbundenen Pastoren; bereits den 12. Juli 1844, ehe noch von uns ein sogenannter Rottenprediger ausgesendet worden war, was erst späterhin, als die falsche Lehre Herrn Pastor Grabau’s offenbar geworden war, von demselben als die Grundursache aller Zerwürfnisse bezeichnet wurde! So gern wir die Lehrdifferenz als etwas behandeln wollten, was uns nicht trennen könne, was daher auch nicht Ursache werden könne, die von der anderen Gemeinschaft sich Trennenden aufzunehmen, so wenig wollten Herr P. Grabau und die Seinen dieselbe so ansehen, sondern erklärten unsere Lehre für einen Abfall von Gottes Wort und dem kirchlichen Bekenntniß, forderten uns deßwegen zur Buße auf und bedrohten uns mit öffentlichem Zeugniß gegen uns! Auf ein neues hierauf bezügliches rechtfertigendes Schreiben der sächsischen Prediger würdigte P. Grabau dieselben schon keiner Antwort mehr, bis endlich die ganze (damals aus vier Pastoren bestehende) Buffalo-Synode, nachdem sie die Sachsen in ihrem gedruckten ersten Synodalbericht nun auch öffentlich für falsche Lehrer erklärt hatte, denselben eine kurze dictatorische Aufforderung zum Widerruf im Juni 1845 zuschickte. Nachdem aber die Sachsen zweimal Herrn P. Grabau u. einmal Herrn P. Krause zu einer mündlichen Besprechung u. resp. Beilegung der Streitsache eingeladen hatten, nehmlich im Jahre 1846 u. 1847, so erschien nun der zweite Synodalbericht der Buffalo-Synode, vom Jahre 1848, in welchem schon auf dem Titel „Löber, Walther ꝛc.“ als „die missourischen Rottenbeschützer“ genannt werden. Ja, darin heißt es nun u. A.: „Demnach urtheilt gegenwärtige Synode einmüthig, daß die Prediger Walther, Löber und ihre Genossen in falscher Lehre leben, über das heilige Predigtamt und den Beruf dazu, über Kirche und Amt der Schlüssel, Kirchenregiment und geistlichem Priesterthum, und daß aus diesen falschen Lehren und Irrthümern öffentliche Sünden und Freveleien hervorgegangen sind und noch hervorgehen, von denen sie trotz aller gegebenen Aufklärungen u. Ermahnungen, die seit 5 Jahren unserseits an sie ergangen sind, nicht abstehen; daher wir ferner erklären müssen, daß sie muthwillige stolze Sünder sind, die trotz aller christlichen Ansprache in Sünden zugenommen haben u. im Frevel stark geworden sind. Wir haben sie demnach für muthwillige falsche Lehrer und öffentliche thürstige Sünder zu halten u. sollen sie nach Gottes Wort meiden, bis sie umkehren, Buße thun u. Versöhnung mit uns ehrlich suchen.“ (S. 17. 18.) Hiermit that denn die Buffalo-Synode nicht nur die bei Namen genannten sächsischen Prediger, von denen der eine damals Präsident der Missouri-Synode war, um ihrer angeblichen falschen Lehre und der daraus geflossenen gottlosen Werke willen öffentlich und feierlich vor aller Welt in den Bann, sondern unter der Bezeichnung: „und ihre Genossen“ die ganze Synode von Missouri; die denn auch „Ahabs-Synode,“ „das Chicagoer böse Leumunds-Collegium,“ „Gräuel-Synode“ genannt wird, insonderheit wegen ihres Urtheils über den damaligen Pastor Krause; der aber nicht nur selbst das ihm zur Last Gelegte, insonderheit seine ungerechten Banne, später öffentlich eingestanden, widerrufen u. uns abgebeten, sondern von dem auch die Buffalo-Synode selbst später erklärt hat, daß er wirklich ein Heuchler und Tyrann gewesen sei. In dem genannten zweiten Bericht der Buffalo-Synode heißt es ferner von der Missouri-Synode: „So spricht aber Gott der Herr über diese verjüngten Stephanisten Zeph. 3,3.: Ihre Richter sind Wölfe am Abend, die nichts lassen bis auf den Morgen überbleiben. Ihre Propheten sind leichtfertig und Verächter.“ (S. 35.) Ferner: „Wir meinen hierzu, daß es sehr gut ist, wenn alles unbußfertige in dieser Einen Ahabs-Synode bleibt, damit ihre lügenhafte Kräfte u. ihre tyrannische Einheit immer mehr offenbar werde.“ (! S. 146.) „Bürger, Ernst, Keyl ꝛc. sind nach 1 Pet. 4, 15. u. Joh. 10, 1. keine christliche Prediger, sondern nur Rottenhäupter in Satans Dienst.“ (S. 149.) „In diesem Babels-Tempel schallt’s und brüllt’s: Keinen Gehorsam in äußerlichen Kirchensachen, denn er gehört nicht zur Seligkeit! .. Der Herr schelte dich, Satan! Wir wollen solche beelzebübische Freiheit nicht.“ (S. 157.)— Im Juli des Jahres 1851 kam endlich das Organ der Buffalo-Synode, das „Informatorium,“ heraus, in welchem nun Herr Pastor Grabau und die Seinen gegen die Synode von Missouri recht eigentlich gewüthet und gerast haben. Darin heißt es nicht nur: „Hiernach sind Herr Prof. Walther und die ihm anhangen, gewiß Ketzer“ (S. 2. Jahrg. S. 23.), sondern es werden darin auch dem Genannten und den Gliedern der Missouri-Synode alle nur erdenklichen Schimpfnamen gegeben. Ja, als Herrn Pastor Grabau vorgehalten worden war, ob er sich denn nicht wenigstens denken könne, daß ja, was er als schändliche muthwillig gottlose Rottenbeschützung ansehe, aus irrendem Gewissen geschehen sein könne, da antwortete er schon im ersten Jahrgange seines „Informatorium“: „Fürwahr, so müßte man beim Teufel selbst nur solch ein irrendes Gewissen muthmaßen.“ (S. 38.)— Wir meinen, aus dergleichen ist zur Genüge zu sehen, was davon zu urtheilen ist, daß Herr P. Grabau in Deutschland geklagt hat, die Lehrdifferenz, die in brüderlicher Einigkeit hätte ausgeglichen werden können, sei von uns muthwillig als kirchentrennend angesehen und behandelt worden; während gerade wir alles aufgeboten haben, die Sache brüderlich beizulegen, Herr P. Grabau aber und die Seinen uns stets während unseres Streites als Ketzer angesehen u. behandelt und uns so selbst genöthigt u. gezwungen haben, uns derjenigen anzunehmen, deren Gewissen dieß ewige Verdammen, Lästern u. Schimpfen nicht ertragen konnte und die daher den unverkümmerten Genuß der Gnadenmittel bei uns suchten, die wir, wenn Herr P. Grabau unsere reine evangelisch-lutherische Lehre nicht gotteslästerlich verketzert und trotz der Lehrdifferenz brüderliche und kirchliche Gemeinschaft zugelassen hätte, mit Ernst zu ihren, wenn auch nach unserer Ueberzeugung schwer irrenden, Seelsorgern zurückgewiesen hätten. Wir meinen auch, daß es bei solcher gottloser öffentlicher Ausübung des Bannes an uns schon hinreichend erwiesen ist, wie leichtfertig, wie ungerecht, wie Päbstisch Herr Pastor Grabau jene Kirchenstrafe handhabt, die ein armer Sünder nur mit zitternden Händen ausüben sollte.

Als eine besondere Frage haben die Herren Pastoren Grabau und von Rohr den Brüdern in Deutschland noch diese vorgelegt: „Ob bei gedachtem Lehrstreite die eine Synode Recht habe, in den Gemeinen und Parochien der andern Gegenaltäre aufzurichten?“ Gegen die wider uns hiermit ausgesprochene Beschuldigung glauben wir uns nun bereits mit dem Obigen gerechtfertigt zu haben. Wir erlauben uns jedoch noch Folgendes dagegen zu erinnern.

Erstlich, haben wir nie, auch nicht im entferntesten, selbst einen Schritt gethan, der Buffalo-Synode auch nur Eine Seele zu entwenden; alle, welche von uns mit Gottes Wort versorgt worden sind, haben sich unaufgefordert an uns um Hülfe in ihrer geistlichen Noth gewendet, und nur die Liebe Christi und zu den durch Ihn erkauften Seelen hat uns vermocht,

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can, who still hold in earnest to God's Word and to the Symbols of the Church. The damage which you do with your criticism" (of the "Pastoral Letter") "you will have to answer for, unless in sincere repentance you again confess your errors. God help us, that, if you do no penance, we may be able, by virtue of our holy office, to resist your false, unchurchly spirit openly and joyfully. We shall then, as it appears, have to repeat in public conflict against you much that we have already fought through against the united, unchurchly liberalism in Prussia." (p. 56.) Thus, we repeat it, Pastor Grabau regarded our difference in doctrine, and thus he wrote already ten years ago, with the express written confirmation, appended, of the pastors united with him, as early as the 12th of July, 1844, before any so-called sectarian preacher had yet been sent out by us, which only later, when Pastor Grabau's false doctrine had become manifest, was designated by him as the root cause of all the discord! However gladly we wished to treat the difference in doctrine as something that could not divide us, and which therefore also could not become a reason for refusing to receive those who were separating themselves from the other communion, Pastor Grabau and his followers were so little willing to regard it so, that they declared our doctrine a falling away from God's Word and from the confession of the Church, called upon us on that account to repent, and threatened us with public testimony against us! To a new letter of justification on this matter from the Saxon pastors, Pastor Grabau no longer deigned to give any answer, until finally the whole Buffalo Synod (consisting at that time of four pastors), after having in its printed first synodical report now also publicly declared the Saxons to be false teachers, sent them in June 1845 a short, dictatorial demand for recantation. But after the Saxons had twice invited Pastor Grabau and once Pastor Krause to an oral conference and, respectively, to a settlement of the controversy, namely in the years 1846 and 1847, there then appeared the second synodical report of the Buffalo Synod, of the year 1848, in which already on the title page "Löber, Walther etc." are named as "the Missourian protectors of sectarians." Yes, in it it is now said, among other things: "Accordingly the present Synod judges unanimously that the preachers Walther, Löber and their associates live in false doctrine, concerning the holy ministry and the call to it, concerning Church and the Office of the Keys, church government and spiritual priesthood, and that from these false doctrines and errors public sins and outrages have proceeded and still proceed, from which they, in spite of all the explanations and admonitions given, which have gone out to them from our side for 5 years, do not desist; wherefore we must further declare that they are wilful, proud sinners, who in spite of all Christian address have increased in sins and have grown strong in outrage. We must therefore hold them to be wilful false teachers and public, obstinate sinners, and, according to God's Word, are to avoid them until they turn, repent and honestly seek reconciliation with us." (pp. 17, 18.) Herewith, then, the Buffalo Synod put under the ban publicly and solemnly before all the world not only the Saxon preachers named by name, of whom the one was at that time President of the Missouri Synod, on account of their alleged false doctrine and the godless works that flowed from it, but, under the designation "and their associates," the whole Synod of Missouri; which is also called "Ahab's Synod," "the Chicago wicked slander-college," "Synod of abomination," especially on account of its judgment concerning the then Pastor Krause; who, however, not only himself later publicly confessed and recanted what was laid to his charge, especially his unjust bans, and begged our pardon, but of whom even the Buffalo Synod itself later declared that he had really been a hypocrite and tyrant. In the said second report of the Buffalo Synod it is further said of the Missouri Synod: "Thus, however, saith God the Lord concerning these rejuvenated Stephanists, Zeph. 3:3: Her judges are evening wolves; they gnaw not the bones till the morrow. Her prophets are light and treacherous persons." (p. 35.) Further: "We mean by this that it is very good if everything unrepentant remains in this One Ahab's Synod, so that its lying powers and its tyrannical unity may become ever more manifest." (! p. 146.) "Bürger, Ernst, Keyl etc. are, according to 1 Pet. 4:15 and John 10:1, no Christian preachers, but only ringleaders of sects in Satan's service." (p. 149.) "In this temple of Babel it resounds and roars: No obedience in outward church matters, for it does not belong to salvation! .. The Lord rebuke thee, Satan! We will have no such Beelzebub-like liberty." (p. 157.)— In July of the year 1851 there finally came out the organ of the Buffalo Synod, the "Informatorium," in which Pastor Grabau and his followers have now raged and raved quite properly against the Synod of Missouri. In it it is said not only: "According to this, Professor Walther and those who adhere to him are certainly heretics" (vol. 2, p. 23), but there are given therein to the person named and to the members of the Missouri Synod all conceivable abusive names. Yes, when it was put to Pastor Grabau whether he could not at least think that what he regarded as shameful, wilfully godless protection of sectarians might have come from an erring conscience, he answered already in the first volume of his "Informatorium": "Truly, one would have to suppose such an erring conscience only in the devil himself." (p. 38.)— We think that from such things one may see sufficiently what is to be thought of Pastor Grabau's having complained in Germany that the difference in doctrine, which might have been settled in brotherly unity, was wilfully regarded and treated by us as church-dividing; whereas it was precisely we who did everything to settle the matter in brotherly fashion, but Pastor Grabau and his followers always, during our controversy, regarded and treated us as heretics, and so themselves compelled and forced us to take up the cause of those whose consciences could not endure this eternal damning, reviling and abusing, and who therefore sought with us the unabridged enjoyment of the means of grace, and whom we, if Pastor Grabau had not blasphemously branded our pure evangelical Lutheran doctrine as heresy and, in spite of the difference in doctrine, had admitted brotherly and churchly fellowship, would have earnestly referred back to their own pastors, though in our conviction gravely erring. We think also that, in the case of such godless public exercise of the ban upon us, it has already been sufficiently proved how frivolously, how unjustly, how popishly Pastor Grabau wields that church discipline which a poor sinner ought to exercise only with trembling hands.

As a special question, Pastors Grabau and von Rohr have laid before the brethren in Germany this further one: "Whether, in the said doctrinal controversy, the one Synod has a right to set up counter-altars in the congregations and parishes of the other?" Against the accusation hereby pronounced against us we believe we have already justified ourselves by what has been said above. Yet we take leave to remind of the following in reply.

First, we have never, not in the remotest degree, ourselves taken a step to draw away from the Buffalo Synod even a single soul; all who have been provided with God's Word by us have turned to us unsolicited for help in their spiritual distress, and only the love of Christ and of the souls redeemed by Him has moved us,