Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 69, Nummer 13 › Seite 207
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 24. Juni 1913, Seite 207
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Wege, den du gehest.“
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Todesanzeige.
Im Glauben an seinen Heiland starb am 5. Juni P. Mar⸗
tin Herrmann, der über zwanzig Jahre der St. Pauls⸗
gemeinde bei Nokomis, Ill., ein treuer Diener gewesen ist. Er
erreichte ein Alter von 49 Jahren, 8 Monaten und 7 Tagen.
Am 8. Juni wurde sein verblichener Leichnam zur letzten Ruhe
bestattet. Im Trauerhause hielt P. E. H. H. Gade eine kurze
Ansprache an die Leidtragenden über 1 Mos. 48, 21. Präses
J. G. F. Kleinhans hielt in der Kirche die Leichenrede über
Joh. 12, 26. Am Grabe amtierte P. U. Iben. — P. M. Herr⸗
mann erblickte am 29. September 1863 in Crete, Ill., das Licht
der Welt. Sein Vater, der im Schulamt stand, folgte im Jahre
1865 einem Rufe nach Lake Creck, Mo., wo der Entschlafene die
christliche Gemeindeschule besuchte. Im Jahre 1878 wurde er
zu Altenburg, Mo., von seinem Oheim, P. Köstering, konfirmiert.
Als Denkspruch erhielt er das schöne Wort Gottes: „So spricht
der HErr, dein Erlöser, der Heilige in Israel: Ich bin der HErr,
dein Gott, der dich lehret, was nützlich ist, und leitet dich auf dem
Bald nach seiner Konfirmation besuchte er
das Concordia-College zu Fort Wayne. Hier studierte er drei
Jahre und setzte dann sein Studium in Springfield fort, wo er
im Jahre 1884 sein Examen für das heilige Predigtamt bestand.
Zuerst bediente er die Gemeinde zu Ida Grove, Jowa. Dieser
Gemeinde stand er sieben Jahre mit aller Treue und Hingabe
vor. Im Jahre 1892 nahm er den Beruf der Gemeinde bei
Nokomis, Ill., an, der er bis zu seinem Tode mit aller Liebe
diente. Im Jahre 1886 trat er mit Frl. Anna Schüßler von
Belleville, Ill., in den Stand der heiligen Ehe. Diese Ehe wurde
mit 6 Kindern gesegnet. Er hinterläßt seine tiefbetrübte Gattin
und 6 Kinder: Prof. Walter Herrmann in St. Louis, P. Th. Herr⸗
mann in Carrington, N. Dak., und vier Töchter. — Bis Palm⸗
sonntag konnte der Entschlafene noch sein Amt verwalten, obwohl
er oft an heftigen Schmerzen litt. Dann begab er sich ins Hospital
zu Litchfield, wo er etliche Tage später operiert wurde. Bei der
Operation wurde die traurige Entdeckung gemacht, daß er an
Magenkrebs leide. Sein Zustand war derart, daß der Arzt es
nicht wagte, die Operation zu vollziehen. Nach niehreren Wochen
kehrte der Entschlafene heim. Gleich nach seiner Heimkehr wurde
er von großer Schwäche befallen, von der er sich nie völlig er—
holte. Gott der HErr ließ seine Güte walten und holte ihn nach
verhältnismäßig kurzem Krankenlager zu sich in die ewigen
Hütten. Der liebreiche Vater, der seinen Diener in den Ruhe—
stand versetzt hat, tröste die Hinterbliebenen und führe auch sie
dereinst zu sich in das Ehrenreich. E. H. H. G.
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Neue Drucksachen.
Alle an dieser Stelle angezeigten Bücher, Musikalien, Bilder usw. kön⸗
nen durch das Concordia Publishing House, St. Louis, Mo., zu den bei⸗
gefügten Preisen bezogen werden. Wo eine andere Bezugsquelle angegeben
wird, wolle man, bitte, bemerken, ob zu besorgen, falls nicht vorrätig.
Vierundvierzigster Synodalbericht des Westlichen Distrikts der
Deutschen Ev.⸗Luth. Synode von Missouri, Ohio u. a. St. Con-
cordia Publishing House, St. Louis, Mo. 1912. 112 Seiten.
Preis: 21 Cts.
Die Lehrverhandlungen (Seite 11—85) stellen das Leben der
Maria dar, der Mutter unsers HErrn. Der Referent hat den Stoff in
zwölf Abschnitte eingeteilt und sich bemüht, anschaulich darzulegen, was
uns die Bibel über Maria erzählt. Er hofft dadurch auch denen, die in
der Schule Biblische Geschichte zu lehren haben, etwas förderlich zu sein.
Ein lutherischer Christ, der an benachbarten Katholiken oft eine über⸗
schwengliche Marienverehrung wahrnehmen kann, wird durch diesen Be⸗
richt angeleitet, Maria nur im Lichte der Heiligen Schrift zu beurteilen.
— Die Synodalrede (Seite 6—11) hält auf Grund von 1 Thess. 5,
12. 13 sowohl Pastoren und Lehrern als auch den Gemeinden vor, was
Gott von ihnen haben will. — Das Referat Lehrer G. Hörbers aber
(Seite 85—88) belehrt uns gut über den Stand der Gemeindeschulen im
Westlichen Distrikt. Es legt uns den Wunsch nahe, jeder Distrikt möchte
von Zeit zu Zeit, sagen wir alle fünf bis sechs Jahre, in einen solchen
Spiegel seines Schulwesens hineinschanen. An Leuten, die das vermit—
teln können, fehlt es ja in keinem Distrikt. K.
Vanji Bhumi. Einiges über Travancore und seine Bewohner. Verfaßt
im Interesse der Heidenmission der Ev.⸗Luth. Missourisynode von
Heinrich Nau, Missionar in Trivandrum, Travancore, Süd⸗
indien. 48 Seiten 649, in Leinwand gebunden, mit sauberem
Deckelbild. Concordia Publishing House, St. Louis, Mo. Preis:
30 Cts.
Mit Freuden begrüßen wir dieses Büchlein, das, frisch geschrieben
und mit 21 Bildern geziert, erzählt über Land und Leute desjenigen
Striches von Südindien, wo unsere Missionare in besonderem Segen
arbeiten. Wir erwarten eine gute Abnahme dieses Buches. Unser Ver—
lagshaus bietet Partiepreise für Wiederverkauf auf Missionsfesten. Wir
hoffen, daß noch mehr solcher Schriften folgen, auch Nachrichten direkt
vom Missionsfelde für unsere Zeitschriften. Mit welchem Interesse Be⸗
richte gelesen werden, die frisch aus der Missionstätigkeit herauskommen,
haben wir kürzlich wieder beobachtet. E. P.
SECTANIANV
Svedok Publishing
NHAFT SIOULDA LUTHEEANVN NVOT JOIN AVV
CHUECI? RBy Rev. P. N. Neichter.
House, Streator, III. Preis: 50 Cts.
Solche Bücher wie das vorliegende sind nötig, damit die Christen sich
nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben lassen und auch
wissen, warum sie sich von dieser und jener Sekte fernhalten sollen.
Solche Bücher zu schreiben, ist schwierig und verantwortungsvoll. Es gilt,
die Lehre der Gegner aus ihren anerkannten Qnellen genau darzustellen,
den Irrtum schlagend nachzuweisen und die rechte Lehre überzeugend dar⸗
zulegen, und das in der Weise, daß, wer aus der Wahrheit ist, merkt, daß
es nicht geschieht aus Lust zum Streiten, sondern aus Liebe zur Wahrheit.
Dieses vorliegende Büchlein halten wir für eine fleißige Arbeit und glau⸗
ben, daß das vorgelegte Material manch einem einen guten Dienst er—
weisen kann. Wir haben die Zitate nicht alle nachsehen können, auch
würden wir nicht gerade jede Aussage und jeden Ausdruck unterschreiben.
Eine Anzahl sinnstörender Druckfehler ist stehen geblieben. E. P.
HOVHAL VHEDLEV NVO. I: „Allein Gott in der Höh' sei Ehr'; „Auf,
auf, mein Herz, mit Freuden“; „Ein' feste Burg ist unser Gott“;
„Nun danket alle Gott“; „O daß ich tausend Zungen hätte“. —
Sowohl für ein 65- als auch für ein 88-Note Player Piano
brauchbar. Barthel & Duesenberg, 1724 Olive St., St. Louis,
NMo. Preis: 51.00 portofrei.
Zwei in unsern Kreisen wohlbekannte Musiker haben den glücklichen
Gedanken gefaßt, den Besitzern von Plaxer Pianos die Choräle unserer
Kirche in rhythmischer Form darzubieten. Dieser ersten Rolle werden
später weitere folgen, wenn die Nachfrage es rechtfertigt. Und die Nach—
frage sollte groß genug sein, denn eine solche Rolle von Chorälen wiegt
in wirtlich musikalischem Gehalt Hunderte der albernen modernen Musik
auf. Wir hoffen, Barthel & Düsenberg können das Unternehmen fort—
setzen. E. P.
Ordination und Einführungen.
Im Auftrag des betreffenden Distriktspräses wurde ordiniert und
eingeführt:
Am 1. Sonnt. n. Trin.: Kand. W. Kühner in der Gemeinde zu
Melville, Sask., Can., von P. C. T. Wetzstein.
Im Auftrag der betreffenden Distriktspräsides wurden eingeführt:
Am Sonnt. Exaudi: P. M. W. Riedel in der Gemeinde zu King,
N. Dak., von P. R. Hilgendorf.
Am 2. Sonnt. n. Trin.: P. F. A. Fischer in der Gemeinde zu
Alma, Kans., unter Assistenz P. W. Meyers von P. P. D. Müller. —
P. R. Jank in der Jehovahgemeinde bei Vera, Ill., von P. H. H.
Fleckenstein.
Am 13. Juni: P. W. C. Kohn als Direktor am Schullehrerseminar
zu Addison, Ill., unter Assistenz P. Brunns von P. Th. Kohn.
Als Lehrer an Gemeindeschulen wurden eingeführt:
Am Sonnt. Exaudi: Lehrer A. C. Katt als Oberlehrer an der
Schule der Dreieinigkeitsgemeinde zu Fort Wayne, Ind., von P. P. Stöp⸗
pelwerth.
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