Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 70, Nummer 1 › Seite 1

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 6. Januar 1914, Seite 1

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Scan: from a 2009 DVD; the same scans are on the Internet Archive as DerLutheraner70_partial. Selected pages only: not every page of this year is held.

⤓ Download page image (full resolution)

German transcription machine transcription, uncorrected

Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Sozialismus · Synode 5

⤓ Download .txt · copy text

1 größere Seltenheit als unter dem Volk der Menschen.

zulande einige, die siebzig Jahre alt sind und darüber.

7—
Lundd ich sahe tinen Engel H
lliegen mitlen durch den E.
Canaeh der halle ein emig

vangtlium, zu verkündigen
dentn, die auf Erden en
und wohnen, und allen Hei-
den, und Stschlechtern, und
Sprachen, und Voölkern, und
sprachmit großer Slimme:
Lürchtet Golt. und gebet
üinn die Ehre; denn die Zeit
stiues Gerichts isl Kommen,
und belel an den der gemacht
hat Himmet, und Erde, und
Meer, und dit Wasser⸗
brunnen. Oflb. Joh. 14, 6.7.
—— —.—

RRs;X=-
——1.
— —
8 —
5 +s.—

Berausgegeben von der Veutschen Evangelisch⸗Lutherischen Synode von Missauri, Ohio u. a. Staaten.
Redigiert von dem Lehrerkollegium des theologischen Seminars in St. Lonis.

70. Jahrgang.

——

Vorwort.

Ihren siebzigsten Jahrgang beginnt mit dieser Nummer
unsere Zeitschrift.

Siebzig Jahre.

Ein solches Alter ist unter den Zeitschriften eine weit
Die
meisten Zeitschriften pflegen ganz kurze Zeit ein unrühmliches
Dasein und gehen dann ein. Andere melden sich zwar mit
großem Trompetenschall an, machen auch eine Zeitlang viel
von sich reden, aber man hat schlecht spekuliert, die Sache geht
nicht, wie erwartet, und endet schließlich im Bankerott. So
ist es unzähligen Tagesblättern, Wochen⸗ und Monatsschriften
gegangen, seit der „Lutheraner“ zuerst erschienen ist.

Andere Zeitschriften haben sich allerdings einen Leserkreis
zu erhalten gewußt. Doch ist ihnen das nur gelungen, indem
ihre Leiter die Volkslaune klug berechnet und ihr Mäntelchen
geschickt nach dem wechselnden Wind der öffentlichen Meinung
gehängt haben. Sie wechseln ihren Standpunkt, sooft es
scheint, als ob derselbe nicht mehr ganz die Gunst des Publikums
hat. Indem sie sich der vorherrschenden Meinung ihrer Leser
anpassen, alle Schwenkungen der politischen Parteien mit⸗
machen, entgehen sie dem Schicksal, das unzählige andere Blät⸗
ter betroffen hat. So verhält es sich mit den politischen Tages⸗
zeitungen. Keine derselben dürfte jetzt die Parteilehren vor⸗
tragen, die sie vor fünfundzwanzig oder gar vor siebzig Jahren
verfochten. Haben sie doch in den Jahren die Schwenkungen
ihrer Parteiführer unzähligemal mitmachen müssen. Und erst
die wissenschaftlichen Zeitschriften! Es gibt deren auch hier⸗
Sie
sollten es aber wagen, die Lehren jetzt noch vorzutragen, die
vor siebzig oder auch nur vor fünfundzwanzig Jahren in
ihren Spalten von Leuten der Wissenschaft als „sichere Ergeb⸗
nisse der Forschung“ angemeldet wurden! Nicht anders ver⸗
hält es sich auch mit den meisten älteren religiösen Blättern.
Man braucht nur die alten Jahrgänge derselben zu durch⸗

Ht. Louis, Mo., den 6. Zanuar 1914

Nr. 1.

blättern, um zu erkennen, daß auch diese Zeitschriften zum
großen Teil weit abgewichen sind von den Zwecken und Zielen,
die ihren Gründern einst vorschwebten.

Doppelt merkwürdig ist es also, wenn ein Blatt nicht nur
siebzig Jahre ohne Unterbrechung erscheint, sondern nach so
langer Zeit noch auf demselben Grunde steht, denselben Zweck
verfolgt, mit denselben Mitteln wirkt und dieselbe Lehre vor⸗

trägt, die ihre Gründer einst zur Herausgabe seiner ersten

Nummer bewogen. Und das gilt von unserm „Lutheraner“.
Was D. Walther im ersten Jahrgang als „Summa der rechten
Lehre“ aus Luthers Erklärung zum Galaterbrief anführte, ist
auch seither in diesem Blatte als „Summa der christlichen
Lehre“ vorgetragen worden und gilt uns als solche heute noch.

Was im ersten Jahrgang zu lesen steht über das Amt der

berufenen Prediger, das ist die Schriftlehre vom Amt, die bis
auf diesen Tag vom „Lutheraner“ verfochten worden ist. Was
in jenen ersten Jahrgängen aus Gottes Wort dargelegt worden
ist über Glauben und Christenwandel, Kirche und Staat,
Kirchenzucht, Kirchenverfassung, Gemeindeschule, das Geben für
Gottes Reich, hat uns seither gegolten und gilt uns noch jetzt
als rechte Lehre, weil Lehre der Schrift. Auch die Gegensätze,
gegen die der „Lutheraner“ vor siebzig Jahren seine warnende
Stimme erhob, sind die Gegensätze, die er noch jetzt als Irr⸗
lehre und ungöttliches Wesen verwirft und bekämpft. Die
Stellung gegen den Sozialismus, die sich in der vorliegenden
Nummer unsers Blattes findet, ist schon vor dreißig Jahren in
seinen Spalten ausgesprochen worden. Um nichts abgeschwächt
ist sein Zeugnis gegen die Papstkirche, gegen Religionsmengerei
und falsche Einigkeit, gegen geheime Gesellschaften, gegen Evo⸗

lution und Darwinismus, Materialismus, Vergnügungssucht

und Gemeinschaft mit der Welt. Als Hauptzweck des Blattes
bezeichnete D. Walther in einem Vorwort vor 69 Jahren, „die
Erkenntnis der reinen Lehre zu fördern und unsern Lesern in
dieser verführungsvollen Zeit als ein Wegweiser zu dienen, der
ihnen zur Seite stehe, sie vor dem Unglauben und falschen Glau⸗
ben warnend, den die zahlreichen falschen Propheten unserer

οσ

English translation

Not yet translated.