Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 71, Nummer 16 › Seite 300

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 3. August 1915, Seite 300

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Die folgenden Gottesdienste fanden statt während der
Synode: Am Freitagabend hielt P. F. Mohn eine Missions⸗
predigt über Mark. 16, 15. 16; am Synodalsonntagvormittag
hielt P. E. Quast eine Beichtrede über Hebr. 12, 14, und
P. F. W. Hüsner predigte über Luk. 14, 16—24; abends
predigte P. W. Israel in englischer Sprache über Apost. 4, 12;
am Montagabend hielt P. H. F. W. Gerike die Pastoralpredigt
über 1 Tim. 4, 16.

Den größeren Teil der Nachmittags- und einen kleinen
Teil der Vormittagssitzungen nahm in Anspruch das Haupt⸗
werk unsers Distrikts, die Innere Mission. Es stehen in der
Missionsarbeit 13 Pastoren, 3 Lehrer und 4 Studenten, die
17 Parochien und Gemeinden dienen. Alle Missionsfelder
zusammen haben eine Seelenzahl von 3500. Zur Weiter⸗
betreibung dieses herrlichsten Werkes sind für das kommende
Jahr 58000 nötig. Zwölf Studenten, die künftig unsere
Pastoren und Lehrer werden wollen und sollen, bedürfen fürs
nächste Jahr einer Gesanitunterstützung von §1800. Für die
Unterstützungskasse sind jährlich §1600 nötig. — Die Total—
einnahme in unserm Distrikt für die beiden letzten Jahre betrug
in runder Zahl §524,000, die Totalausgabe §522,800.

Der Allgemeine Vizepräses betonte in seinem Bericht über
den gegenwärtigen Stand unserer Allgemeinen Synode in ihren
verschiedensten Zweigen namentlich, daß doch ja jeder einzelne
Distrikt nicht vergessen solle, daß die Sache der Allgemeinen
Synode Sache jedes einzelnen Distrikts sei. Die Synodalkasse
habe §125,000 das Jahr nötig, die Baukasse §70,000. An
den in Chicago für die Allgemeine Innere Missionsrasse be⸗
willigten 540,000 fehlten noch 58000.

Der Superintendent unserer Negermission, P. N. J. Bakke,
berichtete über dieses Segenswerk. Es wurde beschlossen, unsern
Gemeinden diese so blühende Mission und deren kräftige Unter⸗
stützung warm ans Herz zu legen. P. F. Mohn, bis vor kurzem
selbst Missionar in Indien, gab Aufschluß über die Heiden—
mission. P. P. E. Hempel berichtete ausführlich über die Mis⸗
sionsarbeit in Brasilien.

Für die folgenden drei Jahre wurden gewählt: zum
Präses: b. J. D. Ehlen; zum ersten Vizepräses: P. F. W.
Leyhe; zum zweiten Vizepräses: P. F. Oberheu; zum Sekre⸗
tär: P. F. W. Loose; zum Kassierer: Herr R. Dewald in
Freeman. Glieder der Missionskommission sind die Pastoren
Leyhe, Jehn und Gerike. Visitatoren für die fünf Distrikte
sind die Pastoren Nitschke, Lübke, Gade, Wieting und Sauer.

Will's Gott, so versammeln wir uns im kommenden Jahr
in der Gemeinde zu Howard. Der SErr aber und seine Gnade
und sein Segen sei ferner mit und über uns!

E. P. Beyer.

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Versammlung des North Dakota- und Montana⸗
Distrikts.

In der gastfreien Immanuelsgemeinde P. W. G. Ditzens
bei Willow City, N. Dak., hielt obiger Distrikt vom 23. bis
zuni 29. Juni seine vierte Synodalversammlung ab. Es hatten
sich 49 Pastoren und 22 Deputierte aus dem großen Gebiete
unsers Distrikts eingestellt.

Im Eröffnungsgottesdienst predigte der Ehrw. Allgemeine
Präses, P. F. Pfotenhauer, über Röm. 12, 3—6 und legte den

Synodalen ans Herz, was die Schrift in bezug auf die Gaben
der Christen und deren rechten Gebrauch lehrt. Die Synodal—
rede unsers Präses T. Hinck wies darauf hin, daß unter uns
nichts als Gottes Wort in Lehre und Leben die Herrschaft habe

und haben müsse. In den Gottesdiensten am Freitag, Sonn—
tag und Montag predigten die Pastoren P. Meyer, A. Frey

und R. Hilgendorf; letzterer hielt die Pastoralpredigt.
Rubbert hielt am Sonntagvormittag die Beichtrede.
Das Referat P. Bügels: „Simon Petrus, der Jünger
und Apostel des HErrn“, dem man fünf von den zehn Sitzungen
widmete, wurde beendigt. Der Synodalbericht soll wieder in
den einzelnen Gemeinden frei verteilt, und zur Deckung der
Unkosten soll eine Kollekte erhoben werden. Diese Kollekte
dürfte diesmal etwas reichlicher ausfallen, damit die Schuld
in dieser Kasse von früher her ausgeglichen werden kann.
Sehr erfreulich war der Bericht der. beiden Korrespon—
denten der Missionskommission. An der Hand großer, zu
diesem Zwecke hergestellter Karten, auf welchen alle Gemeinden
und Predigtplätze des Distrikts vermerkt waren, wurde über die
einzelnen Missionsparochien berichtet, und den betreffenden Mis—
sionaren wurde Gelegenheit gegeben, den Bericht ihrerseits durch
freie Aussprachen zu vervollständigen. Man bekam den Ein⸗

P. A.

druck, daß unsere lieben jungen Missionare nicht nur mit Lust

und Liebe, sondern auch in reichem Segen arbeiten. Eine statt⸗
liche Anzahl neuer Plätze war auf der Karte von Montana ver—
zeichnet. Es arbeiten in unserm Distrikt 33 Missionare an
47 Gemeinden und 110 Predigtplätzen. Eine Zunahme von
20 Predigtplätzen war zu verzeichnen. An §12,000 sind für
die Innere Mission verausgabt worden. Der teuren Zeiten
wegen, da alle Lebensmittel und ⸗bedürfnisse sehr gestiegen sind,
wurde auf Veranlassung der Deputierten der Gehalt der Reise⸗
prediger um §100 erhöht, so daß sie von Juli an §5600 jährlich
bekommen sollen. Die Einnahmen für die Innere Mission
haben sich seit Gründung des Distrikts ungefähr verdoppelt;
sie sind von rund §54000 auf 58000 gestiegen. Fürs nächste
Jahr werden etwa §17,000 nötig sein.
jetzt in schnellem Wachstum begriffen, und da sollen wir auch
schnell einheimsen, was uns der liebe Gott beschert.
Missionsausgabe kommt auch vielfach den jüngeren Leuten aus
unsern älteren Gemeinden zugute, weil sie es sind, die sich auf
neuen Gebieten eine Heimat gründen; und unsere junge Mann⸗
schaft soll uns doch ganz gewiß nicht verloren gehen.

Damit min unsere Glaubensbrüder, die in ansehnlicher
Anzahl aus älteren Gemeinden nach dem Nordwesten ziehen,
um sich eine Heimat zu gründen, sich nicht allzusehr zerstreuen
und sich nicht in Gegenden niederlassen, wo wir weder Ge—
meinden noch Predigtplätze haben, und auch keine Aussichten
vorhanden sind, daß solche gegründet werden, die auch wegen

Die Mission ist eben 4

Die große 1

weiter Entfernung von schon bestehenden Gemeinden oder Pre⸗ ů

digtplätzen nur schwer, oft gar nicht bedient werden können,
sondern vielmehr dort, wo schon Gemeinden oder Predigtplätze
bestehen, oder wenigstens gute Aussichten auf Gründung solcher
vorhanden sind; damit ferner unsere Glaubensbrüder vor über—
vorteilung im Landkauf möglichst bewahrt bleiben und nicht

in solche Gegenden gelockt werden, die zur Gründung einer

Heimat ganz ungeeignet sind, vielmehr vorteilhaft und in guten
Gegenden sich niederlassen können: so haben gerade die Depu⸗

tierten es in einer besonderen Versammlung ausgesprochen, daß

unsere Glaubensbrüder sich doch in allen Fällen vor ihrem

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