Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 69, Nummer 14 › Seite 220
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 8. Juli 1913, Seite 220
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8S er „Tutherane.
gen; vielleicht hat der liebe Gott es bereits dem einen oder
dem andern seiner lieben wohltätigen Christen ins Herz ge⸗
geben, daß er hierfür ein Opfer einschickt.“
Wer schildert nun meine Üüberraschung und meine Freude,
als ich am 22. Mai, also noch ehe jener Bericht im „Lutheraner“
erschienen war, folgendes Schreiben von Herrn Theodor Lange
in St. Louis, dem bekannten Herausgeber des in unsern Kreisen
weitverbreiteten Familienblattes „Die Abendschule“, erhielt:
„Lieber Freund Kohn! Es bereitet mir Vergnügen, Dir
mitzuteilen, daß die „Abendschule' das Museum im neuen Semi⸗
nar zum Betrage von 5500.00 ausstatten lassen wird. Der
Betrag von §450.00 (550.00 sind bereits gesandt) soll Dir
anfangs September zugesandt werden. Es ist dies eine Stif⸗
tung der „Abendschule zur Erinnerung an meinen seligen Vater.
Eine größere kolorierte Photographie meines seligen Vaters in
schönem Rahmen soll das Museum zieren; ich werde sie Dir
im Laufe des Sommers zusenden.“
So hat denn der liebe Gott aufs freundlichste dafür ge—
sorgt, daß wir auch unser Museum für die jetzigen Bedürfnisse
einrichten können. Er wird auch weiter helfen, wenn wir nur
getrost zu ihm schreien und nicht ablassen, für sein Reich zu
arbeiten. Wir wollen daher auch allen Kindern und Freunden
seines Reiches immer und immer wieder sagen, privatim und
öffentlich, was wir brauchen, um das Werk des SErrn zu för—
dern, was wir nötig haben, um die Ernte für den HErrn ein⸗
zuheimsen.
Wie die Leser wissen, ist dieser Artikel eine Fortsetzung des
Berichts, der am 27. Mai dieses Jahres im „Lutheraner“ er⸗
schienen ist. In jenem Bericht meldete der Unterzeichnete, daß
sich bereits 52 erboten hätten, je eins der 78 Zimmer des neuen
Seminars zu möblieren. Heute kann ich noch folgende Namen
hinzufügen, die je ein Zimmer ausstatten werden: 1. P. F. C.
Ahrens, Sabin, Minn.; 2. P. J. E. Roschke, Freistatt, Mo.;
3. P. P. Eickstädt (St. Johannisgemeinde), La Porte, Ind.;
4. Herr Herm. Knorr, Detroit, Mich.; 5. Lehrer P. E. Lücke,
Lansing, Mich.; 6. Lehrer L. Selle, Chicago, Ill.; 7. Herr
C. Schnake, Chicago, Ill.; 8. Herr Wm. Schulze, Chicago, Ill.
(zum Andenken an Paul Schulze); 9. Herr Ernst Schneider,
Buffalo, N. Y. (zum Andenken an D. Walther); 10. P. C.
Dietz, Milwaukee, Wis. (zum Andenken an P. G. Küchle);
11. Lehrer Th. Wichmann, Chicago, Ill. é(zum Andenken an
den früheren Direktor des Lehrerseminars, Prof. E. A. W.
Krauß); 12. P. O. F. Scholz, Tonawanda, N. Y. („Tona⸗
wanda“); 13. Lehrer E. H. Engelbrecht, New Nork, N. Y.
(zum Andenken an Lehrer H. W. Engelbrecht); 14. Herr F. G.
Walker, Cleveland, O. (zum Andenken an seinen Vater, Ger⸗
hard H. Walker); 15. Herr P. Schulze, Chicago, Ill. (zum
Andenken an Wm. Schulze).
Ein sehr willkommenes Geschenk machte Herr Apotheker
E. G. F. Brill von Forest Park, indem er 850.00 zur An-
schaffung eines Mikroskops einsandte. Diese Summe ist Prof.
Eifrig bereits eingehändigt, der von der Aufsichtsbehörde mit
der Ankaufung des Instruments beauftragt worden ist.
Herr Julius A. J. Friedrich, der Eigentümer des Fried-
rich Music House in Grand Rapids, Mich., schreibt folgende
freundlichen Worte an seinen alten Freund, Prof. F. Rechlin:
„Ich habe mich nämlich schon lange mit dem Gedanken getragen,
aus alter Liebe und Anhänglichkeit zu unserm Lehrerseminar
ein schönes Piano zu schenken, und möchte nun bei Dir anfragen,
Geber.
ob ich darauf rechnen darf, daß ein solches Geschenk angenom. ö
Natürlich haben wir dieses köstliche Geschenk an⸗
men wird.“
genommen. Wenn das neue Seminar bezogen wird, so wird
auch diesem Instrumente ein schönes Zimmer angewiesen wer⸗
den. Dies ist nun das zweite Piano, das wir in diesem Jahre
für die neue Anstalt empfangen haben.
Und nun kommen wir zu der Waschküche (laundry).
Es wird wohl noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen, bis I
die laundry eingerichtet werden kann. Die Einrichtung ist teuer.
Aber die erste Summe (§100.00) hat hierfür schon P. L. Höl⸗
ter in Chicago von einem seiner Glieder erhalten und einge⸗
schickt. Hoffentlich vermehrt sich diese Erstlingssumme so, daß
wir es wagen dürfen, die Waschküche einzurichten. Wir haben
in dem guten Vertrauen, daß wir eine genügende Summe zu⸗
sammenbekommen werden, etliche Firmen gebeten, uns eine
Skizze anzufertigen und uns einen Kostenanschlag zu geben.
Bis jetzt kann ich noch nicht sagen, wie hoch sich die Kosten stellen X&
werden. Es würde für die Anstalt gewiß von großem Nutzen
sein, wenn die Einrichtung getroffen werden könnte.
Allen lieben Gebern wünscht Gottes reichen Segen
Theo. Kohn.
Zur kirchlichen Chronik.
Amerika.
Aus unserer Anstalt in Fort Wayne. Da die Zustände in
unserm provisorischen Eßsaal, die infolge der Hitze sich noch ver⸗
schlimmerten, schlechterdings unerträglich wurden, und da der neue
Eßsaal gewisser Umstände wegen noch nicht benutzt werden konnte,
sah sich die Aufsichtsbehörde in Gemeinschaft mit dem Lehrer—
kollegium genötigt, das Schuljahr eine Woche früher zu schließen.
Große Gaben für unser Lehrerseminar in River Forest.
Aus Liebe zum Reiche Gottes und zur Förderung unsers ganzen
Schulwesens haben eine Anzahl Lutheraner beraten, ob man es
nicht möglich machen könnte, durch besondere Gaben so viel zu⸗
sammenzubringen, daß die Synode überhaupt nicht genötigt sein
würde zu borgen. So fingen denn unsere lieben Lehrer an, mit
den Schulkindern für das neue Lehrgebäude in River Forest zu
kollektieren, und Gott hat die Herzen willig gemacht, so daß sie
mit Freuden ihre Gaben bringen. Dann fing man an, besondere
Gaben für die Ausstattung der Zimmer zu sammeln, und Gott
machte wiederum die Herzen willig; und endlich fing man auch 4
an, von den Wohlhabenden besonders große Gaben zu sammeln,
und auch dazu hat Gott bis jetzt die Herzen willig gemacht. Es
ist nämlich dies folgender Plan. Es soll eine Anzahl wohl⸗
habender Lutheraner gefunden werden, die willig sind, 81000.00
für den Bau der verschiedenen Gebäude beizutragen. Mit dem
Musikgebäude haben wir angefangen, und der Unterzeichnete ist
gebeten worden, dafür Gaben zu sammeln, resp. entgegenzu⸗
nehmen.
eine kupferne Tafel angebracht werden mit den Namen der
Folgende Gaben sind nun schon versprochen:
Henry C. Dovenmühle, Henry Schultz, Frau Ed. Peterson je 4
51000.00; Henry Schöllkopf jun. §5000.00; Henry Schöll⸗
kopf sen. 510,000.00. — Dies ist aber noch bei weitem nicht
Wohl hat auch der Ehrw. Allgemeine Präses Pfoten⸗+
genug. ö
hauer noch mehrere Gaben, aber es ist noch viel Raum da für
weitere Gaben.
Wenn das Gebäaude fertig ist. soll in der Haupthalle 4
Paul
Schulze, Wm. Schulze, Theo. H. Lamprecht, Theo. Gottmann,
Kannst und willst du nicht auch eine Gabe ein⸗
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