Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 71, Nummer 20 › Seite 377

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 28. September 1915, Seite 377

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THimmel, der hatte ein emig
Cuangelium, zu verkiindigen
denen, die auf Erden sihen

und wohnen., und allen Hei⸗
den, und Geschlechtern, und
Sprachen, und ötkern, und
sprachmit groher Slimmt:
Lürchter Gott, und gebet
üihm die Chre; denn die Zeit
seines Gerichts ist hkommen,
und betet an den der gemacht
hat Himmel, und Erde, und
Ater, und die Wasser⸗
brunnen. Osfsb. Joh. 14, 6.7.

Herausgegeben von der Deutschen Evangelisch⸗Lutherischen Synode von Missouri, Ohio u. a. Staaten.
Redigiert von dem Lehrerkollegium des theologischen Seminars in St. Lonis.

71. Jahrgang.

St. Louis. Mo., den 28. Heptember 1915.

20.

Eine freundliche Erinnerung betreffs unserer Lehr⸗
austalten.

Es sind wichtige Tage und Wochen, die unsere kirchlichen
Lehranstalten jetzt durchleben. Sie öffnen ja von neuem ihre
Tore und Türen, teils um die aus den Ferien zurückkehrenden
alten Schüler wieder aufzunehmen, teils um eine ganze Schar
neuer Zöglinge zu begrüßen. Aus unsern Gymnasien sind
die Schüler der obersten Klassen in unser Predigerseminar zu
St. Louis gezogen; auf dem Predigerseminar in Springfield
und den beiden Lehrerseminaren sind die Schüler der obersten
Proseminarklassen ins eigentliche Seminar eingetreten. Und
wenn Gott Gnade gibt, werden sie in drei Jahren als Predigt⸗
und Schulamtskandidaten stehen, als fertig, zu treiben das
Evangelium des Friedens, damit sie bereitet sind. Eine hoffent⸗
lich recht große Zahl feiner junger Knaben ist, von treuen Müt⸗
tern mit allem Nötigen ausgerüstet, unter dem Segen ihrer
frommen Väter in die Gymnasien und Proseminare eingetreten,
fröhlich bereit, für den Dienst des Heilandes an seinem Wort
sich ausbilden zu lassen. Es lacht einem Christen das Herz
bei dem Gedanken an das frohe Leben, das nun wieder auf
all diesen Anstalten herrscht.

Aber auch während der Ferien hat dort nicht alles Leben
geruht; es ist vielmehr rüstig geschafft worden, um die Lehr—
und Wohngebäude für den Empfang der Blüte unserer luthe—
rischen Jugend herzurichten. Auch an manchen Professoren—
wohnungen gab es zu flicken und zu bessern. Zwar waren
sich die Allgemeine Aufsichtsbehörde und die betreffenden Lokal—
behörden immer dessen bewußt, daß sie mit den Geldern der
Synode sparsam umgehen müssen, da ja noch immer Schulden
in der Synodalkasse und in der Baukasse sind. Aber was not—
wendig ist, kann man ja doch nicht unterlassen. In Winfield
ist man fleißig am Bau des neuen Wohngebäudes für diese
schön aufblühende Anstalt. Dieser Neubau und solche Repara⸗—
turen und Verbesserungen, die die Synode selbst bestimmt hat,
müssen aus der Baukasse, die andern aus der Synodalkasse be⸗

zahlt werden. Unsere Christenleute werden daher eine freund—
liche Erinnerung, ein gutes Wort für diese beiden Kassen, nicht
übel vermerken. Die Schuld in der Synodalkasse ist ja erfreu—
lich heruntergegangen, wird aber in diesen „mageren“ Monaten,
in denen die Einnahmen des ConcordiaVerlags gering sind,
gewiß wieder etwas wachsen. Darum die herzliche Bitte, dieser
Kasse zu gedenken. Für die Baukasse sollte, wie der Ehrw.
Herr Präses zu Anfang des Jahres bekanntgab, wenigstens
ein Drittel der Gesamtbewilligungen, also wenigstens 570,000,
gesammelt werden. Lieber sollte freilich in diesem zweiten Jahr
etwas mehr aufgebracht werden, damit im letzten Jahr gewiß
der Rest zusammenkommt. Also auch hier begehrt der HErr
unsere Gaben. Wohlauf denn zu seinem Dienst!
In gebührender Bescheidenheit
Wilhelm Hagen,
Vorsitzer der Allgemeinen Aufsichtsbehörde.

—99———

Worte für unsere Zeit aus D. Walthers Briefen.“)

Warum sollte sich eine rechtgläubige Gemeinde einer recht⸗
gläubigen Synode gliedlich anschließen?
(Aus einem Briefe an W. Sihler vom Jahre 1845.)
Wie ist doch hier die Gefahr so groß, daß aus allein—
stehenden Gemeinden nur neue Sekten werden. Wohl ist nach
meiner überzeugung keine Gemeinde an eine andere so ge⸗

*) Vor mehreren Monaten ist eine Samnilung von D. Walthers
Briefen aus unserm Verlag in Buchform hervorgegangen. Darin sind
Briefe aus den Jahren 1841 bis 1865 enthalten, die meistens an Fami⸗
lienglieder sowie an Amtsbrüder D. Walthers gerichtet sind. In ihren
Beziehungen auf die Anfangszeit unserer Synode sind diese Briefe von
unschätzbarem Wert. Doch enthalten sie auch viele Aussprüche Walthers
über Zeit- und Lebensfragen, die es wert sind, der Nachwelt aufbewahrt
zu werden. Wir bieten unter diesen „Worten für unsere Zeit aus
D. Walthers Briefen“ eine kleine Auswahl von denkwürdigen Aus-
sprüchen, die sich in dieser Sammlung finden. — Es ist ein weiterer Band
Waltherscher Briefe in Vorbereitung. Der Preis des ersten Bandes ist
81.00. G.

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