Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 64, Nummer 8 › Seite 121

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 21. April 1908, Seite 121

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Friede · Oſtern 124

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Und ich sahhe einen Engel H
aliegen mitien durch den IVI
Hinmnel, der hatte ein emig 7
Evangelium, zu verkiindigen f

denen, dit auf Erden siden
und wohnen, und allen Hei⸗

Dden, und Geschlechtern, und

Sprachen, und Völkern, und

sprach mil großher Blimme:
Lürchter Solt, und grbei

imn dit Ehre; denn die Zeit ⸗

stints Eerichts ist kommen,

und betel an den der gemacht

hat Himmel, und Erde, und
Acer, und dir Wasser⸗
brunnen. Ossb. Joh. 14, 6.7

Derausgegeben von der Beutschen Evangelisch⸗Lutherischen Synode von Missouri, Ohio u. a. Staaten.
Redigiert von dem Lehrerkollegium des Erre Seminars in St. Louis.

64. Jahrgang. St. Louis, Mo., den 21. Rpril 1908. No. 8.
;
Ostern. Osterfriede.
Halleluja! Jauchgt, ihr Chöre, Friede sei mit euch! Joh. 20, 19. 21. 26.
—1 0 inie veiin iit —— — Ean Kein größeres Freudenfest gibt es in der- Christenheit als
8 Er, der Held, zerriß die Banden das liebe heilige Osterfest, das wir in diesen Tagen aufs neue
— Todes und ist auferstanden, gefeiert haben. Dies Fest ist aber darum ein so großes Freu⸗
Sein iie Gewalt und Macht denfest, weil es ein so herrliches Siegesfest ist. Denn das bit⸗
Preis ihm, er hat's vollbracht! tere Leiden und Sterben war ja freilich für unsern lieben
Er bars v ebracht, er, der die Macht SErrn Christum ein großer, schwerer Kampf, da er den Feinden
Des Todes und des Grabes hat. unserer Seligkeit begegnen und darüber sein Blut und Leben
Guorreich hat der Held gerungen lassen mußte. Doch siehe! damit ist er auch des Todes Gift
Hat mächtig Satans Reich bezwungen, und der Hölle Pestilenz geworden; und bald war die Stunde
Von Todesketten uns befreit. seiner Feinde und die Macht der Finsternis vorbei, ganz vor⸗
Sind Rurn uitt Ehm weriahnt. ind Kinder bei, für immer vorbei. Am dritten Tage schwang er sich aus
ö Und Erben seiner Seligkeit. dem Tod und Grab empor und feierte sein fröhliches Sieges⸗
Bald, bald entschlafen wir, fest, wozu er nun auch seine Erlösten heute noch durch sein
Runem Erieden 1⁵ Evangelium einladet.

Die kurze Nacht, bis deine Macht Aber wenn der Krieg vorbei ist, dann feiert man nicht
Den Tag der Ewigkeiten ruft. bloß ein Siegesfest, sondern dann genießt man auch die Wohl⸗
Unsern Staub mag Staub bedecken, taten des Friedens, allermeist und ganz gewiß auf derjenigen
2— bn des Staubes Sbepfer hitt Seite, die im Krieg den Sieg gewonnen hat. Da nun Christus
Du wirst unvergänglih Ichen 5. einst nicht um seinetwillen und für sich, sondern um unsert⸗
ö Und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, willen und für uns gekämpft und gesiegt hat, wie denn sein
ö Air lurrden ewig enn. heiliger Apostel Paulus so fröhlich ausruft: „Gott sei Dank,
* Gerecht und selig sein. der uns den Sieg gegeben hat durch unsern HErrn IEsum
2 Halleluja! Christum!“ 1 Kor. 15, 57, so sollen ja auch wir die seligen

Tod und Gericht erschreckt uns nicht,

Denn JEsus, unser Mittler, lebt.

Tag des Lebens, Tag der Wonne!

Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne
Durch unsers Grabes Dunkel bricht!

O was werden wir empfinden,

Wenn Nacht und Finsternis verschwinden

Und uns umstrahlt des Himmels Licht!

Vollender, führe du

Uns diesem Tage zu,

Uns, die Deinen!

Die Todesbahn gingst du voran;
Wir folgen dir in deine Ruh'.

Leute sein, die nun den Frieden und alle Segnungen des Frie⸗
dens genießen. Darum hat einst der auferstandene Heiland,
sobald er nur zum erstenmal seine Jünger wiedersah, sogleich
sie begrüßt mit den Worten: „Friede sei mit euch!“ Dabei
zeigte er ihnen die Hände und seine Seite, und sogleich sagte er
dann nochmals: „Friede sei mit euch!“ Und als er acht Tage
später wieder bei ihnen eintrat, da lautete auch wieder sein
erstes Wort: „Friede sei mit euch!“

„Welch ein Gruß ist das!“ so sprechen wir gewiß alle
hochverwundert und tiefbewegt und wünschen aus allertiefstem

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