Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 72, Nummer 4 › Seite 65

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 15. Februar 1916, Seite 65

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Ser 2„TutheraneE

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x‚ Grade wie die öffentlichen Schulen, und die Kinder treten aus
errselben ohne weiteres in die städtischen Hochschulen ein.
Nur wenige der Schüler sind Kinder von Gemeinde—
gliedern. Die meisten Glieder wohnen zu weit von der Schule
Jentfernt, als daß sie ihre Kinder in diese Schule schicken könnten.
Undere haben keine Kinder im schulpflichtigen Alter.

x Unsere Schule ist aber ein herrliches Missionsinstitut, da
wir viele Kinder haben, deren Eltern selten zur Kirche kommen,
und in deren Häusern das Wort Gottes wenig oder gar nicht

Schule der St. Matthäuskirche, Stadt New York.

gebraucht wird. Diese Kinder lernen in unserer Schule das
„eine, das not ist“, und wir hoffen, daß es uns mit Gottes
Hilfe gelingt, sie zu tüchtigen Gliedern unserer oder anderer
trenlutherischen Gemeinden zu erziehen. Viele dieser Kinder
sind arm und können kein Schulgeld bezahlen; die Schule kostet
daher viel mehr, als sie einbringt. Die Kosten der Schule
werden teils aus der Gemeindekasse, teils durch freiwillige Bei—
träge der Glieder gedeckt. Gott sei Dank, wir haben viele

Gemeindeglieder, die den hohen Wert einer christlichen Schule

erkennen und sehr große Opfer für diesen Zweck bringen.
Die Schule, die hier im Bilde vorgeführt wird, ist ein
feuerfestes Gebäude mit vier Stockwerken, Erdgeschoß und

Keller. Die Front beträgt 33, die Tiefe 100 Fuß. Sie ist
im englisch⸗gotischen Stil erbaut. Das Gerippe aus Stahl und
Eisen ist mit Granit, Bruchsteinen und gepreßten Backsteinen
überzogen. Die Fenstersimse sind aus weißem Marmor, das
Mansarddach aus Kupfer. Das Holzwerk ist alles Hartholz,
die Lichthalter (gas and electric light fixtures) sowie die Tür—
knöpfe und Angeln aus Bronze.

Im Keller ist die Heizeinrichtung. Im Erdgeschoß be—
finden sich Turnhalle und Kegelbahn. Auf einer Galerie des
Erdgeschosses ist ein Klassenzimmer und ein Spielraum für die
Kleinen. Im ersten Stockwerk ist der Kindergarten und eine
große Kapelle, in der die Morgenandachten gehalten werden,
und die auch für die Sonntagsschule, Passionsgottesdienste und
Gemeindeversammlungen gebraucht wird. Diese Kapelle hat
hohe Empore, auf denen durch Schiebetüren acht Zimmer für
Sonntagsschulklassen gewonnen werden. In den nächsten zwei
Stockwerken sind je zwei Klassenzimmer, die durch Schiebetüren
getrennt sind und nach Bedarf in je ein größeres Zimmer ver⸗
wandelt werden können. Alle Klassenzimmer haben von drei
Seiten Licht und sind gut ventiliert und geheizt. Dicht bei
jedem Zimmer sind Kleiderschränke und Waschzimmer für Kna⸗
ben und Mädchen, so daß die Kinder während der Schulzeit
keine Treppen zu steigen brauchen. Im Erdgeschoß befinden
sich Badewannen und Sturzbäder zum Gebrauch der Turner
und kleinere Schränke zur Aufbewahrung von Bällen, Hanteln,
Kleidern usw. Jeder Lehrer hat seine eigene Office. Im drit—
ten Stockwerk sind außer den Klassenzimmern eine Küche, ein
Speisesaal (besonders auch für die Kinder, welche mittags nicht
nach Hause gehen können) und ein größerer Raum für Ver⸗
sammlungen des Kirchenrats und der Vereine. Hier hat auch
der Jugendverein seine Bibliothek. Im obersten Stockwerk ist
ein größerer Raum für Unterhaltungen, Vorträge, gesellschaft—
liche Zusammenkünfte und dergleichen. Hier befindet sich auch
die Wohnung des Kirchendieners.

Vom Dache aus hat man eine schöne Aussicht auf den
Long Island Sound und auf einen großen Teil der gewaltigen.
Weltstadt, auf ein großes Hänsermeer, in deren vielen Gott'
seine auserwählten Kinder hat, die wir durch unsere Schule
für den HErrn IEsum, der sie erkauft hat, zu gewinnen und
bei ihm zu erhalten suchen zum Preis seines heiligen Namens.

Aus unserer ostindischen Mission.

I.

Statt kürzere Nachrichten aus unserer Heidenmission wollen
wir diesmal drei mehr zusammenhängende Berichte unserer
Missionare von den drei Hauptstationen auf dem nördlichen
Gebiet unsern Christen mitteilen. Sie können daraus einen
Einblick gewinnen in die tägliche Arbeit des Heidenmissionars,
in seine Freuden und Leiden, in seine Hoffnungen und Ent⸗
täuschungen, und sollen dadurch bewogen werden, ihre Send—
boten in der Heidenwelt und ihre heidenchristlichen Glaubens⸗
genossen in ihre treue, anhaltende Fürbitte einzuschließen.
Darum bitten unsere Missionare fort und fort, und das ist
auch so nötig bei ihrer schweren Missionsarbeit.

Missionar Naumann schreibt von unserer ältesten Mis⸗
sionsstation Krishnagiri:

English translation

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