Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 72, Nummer 4 › Seite 74
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 15. Februar 1916, Seite 74
Scan: from a 2009 DVD; the same scans are on the Internet Archive as DerLutheraner72_partial. Selected pages only: not every page of this year is held.
⤓ Download page image (full resolution)
German transcription machine transcription, uncorrected
74
SDer „Tutheraner&
Distrikts lernen, welches demselben von Prof. M. Gräbner in Winfield
ans Herz gelegt worden ist. Der schildert uns in seiner ersten These die
streitenden Parteien und zeigt uns da, was laut der Heiligen Schrift
Geist ist, und was Fleisch ist; in der zweiten gibt er an, wo der Kampf⸗
platz ist, nirgend sonst als im Herzen des wiedergebornen Menschen; und
in der dritten charakterisiert er diesen Kampf. Er ist schwer, unablässig,
schwankend, gefährlich und kann nur enden mit einem seligen Tod oder
mit Austreibung des neuen Menschen. So weit liegt das Referat vor
uns, von dem noch zwei Thesen ausstehen, die hoffentlich im gegenwärtigen
Jahre zur Verhandlung kommen, damit diese schöne, feine Arbeit voll⸗
ständig werde. K.
COUHVONEV TrOH THH ICX. Edited and published by Kev. B. P.
Vommensen, 1231 Kinnickinie Ave., Milwaukee, Wis. Monat⸗
lich 2 Seiten 5½ 8. Preis pro Jahr: 13 Cts.; 5 Exemplare:
30 Cts.; 25: 51.00.
P. Nommensens „Krankentrost“ in deutscher Sprache ist seit Jahren
als ein treffliches Hilfsmittel bei der Krankenseelsorge bekannt, und ohne
Zweifel wird das Blättchen auch in englischer Sprache, woimmer es hin⸗
kommt und gelesen wird, sich segensreich erweisen. Wir geben ihm eine
warme Empfehlung mit auf den Weg. ö L. F.
Durch Not und Tod zum Siege. Nr. 8—10. Verlag des
Schriftenvereins. Preis: 10 Pf.
Die schon wiederholt an dieser Stelle angezeigte Sammlung von
Kriegstraktaten ist um einige weitere Nummern vermehrt worden. Nr. 8
enthält eine Predigt von P. H. G. Amling über Ps. 65, 24: „Zum Jahres⸗
tag des Kriegsanfangs“; Nr. 9 eine Predigt von P. M. Hempfing über
Ps. 118, 21: „Dankpredigt zur Kriegsjahreswende“; Nr. 10 eine Predigt
von P. O. Willkomm über Jes. 38, 17: „Daß wir Christen in keiner Not
verzagen und trostlos klagen sollen.“ — Lanter ernste, eindringliche, tröst⸗
liche Schriften.
Derselbe Verlag hat noch einige besondere Trosttraktate ver⸗
ösfentlicht: „Seid getrost! Fürchtet euch nicht!“ (5 Pf.) und einen „Weih⸗
nachtsgruß an unsere Brüder im Felde: „Kommt und laßt uns Christum
ehren!?“ (25 Pf.) Beide Schriften ebenso empfehlenswert. L. F.
Gottesbegegnungen im großen Kriege. Feldpostbriefe, Auszüge aus
Kriegstagebüchern und Erfahrungen von Feldpredigern, gesam⸗
melt von Pfarrer Lice. Neuberg und P. Lic. Stange. Dres⸗
den 1915. Verlag C. Ludwig Ungelenk. Sechs Lieferungen, je
etwa 50 Seiten 548. Preis: Je 50 Pf.
Zwei bekannte sächsische landeskirchliche Pastoren teilen in diesen Hef⸗
ten allerlei Bekenntnisse und Erfahrungen von denen mit, die an der Front
stehen und täglich dem Tod ins Auge blicken. Wenn wir auch nicht alle
Mitteilungen als Gottesbegegnungen bezeichnen möchten, so ist doch in
diesen auch äußerlich schön ausgestatteten Heften so manches mitgeteilt,
was von der Kraft des göttlichen Wortes, von der Umkehr so mancher
Gleichgültigen und Abgefallenen zu Gott zeugt, so daß man es nur mit
Bewegung und Ergriffenheit des Herzens lesen kann. Die Herausgeber
bringen die einzelnen Mitteilungen in Gruppen, die durch ihren Titel
auf den Inhalt schließen lassen. Wir nennen darans die folgenden:
„Hungrige Herzen. Im letzten Kampf. Die wiederentdeckte Kirche. Laien⸗
predigt im Felde. Das liebe alte Kirchenlied. Christfest im Kriegerherzen.
Das Gebet. Letzte Grüße. Das Geheimnis der Kraft. Der Krieg als
Versöhner. An Soldatengräbern. Lebendig gewordenes Schriftwort.
Wunderbare Bewahrungen.“ L. F.
Ein Schnitter nur. Erinnerungen aus meinem Leben von D. M. Gen⸗
sichen, Missionsdirektor a. D. Zweite Auflage. Hamburg,
Agentur des Rauhen Hauses. 268 Seiten 5½ 8. Preis: M. 3;
gebunden: M. 4.
D. Gensichen hat über achtzehn Jahre an der Spitze einer der größten
deutschen Missionsgesellschaften gestanden, der Berliner Missionsgesell⸗
schaft I, nachdem er vorher achtundzwanzig Jahre an zwei Stellen in
Pommern das Pfarramt bekleidet hatte. Als Missionsdirektor hat er auch
eine zweijährige Visitationsreise nach Südafrika unternommen. Nach
vollendetem siebzigsten Lebensjahr ist er in den Ruhestand getreten und
hat unn seine Feierabendstunden dazu benutzt, seine Lebenserinnerungen
zu schreiben. Der Titel ist einem Verse von M. Feesche entnommen, der
als Motto auf dem Titelblatt steht, und den Gensichen in seiner Lebens⸗
beschreibung sich immer vor Augen hält: „Auf deiner heil'gen Spur, du
ew'ger Säemann, bin ich ein Schnitter nur.“ Die ganze Darstellung ist
schlicht und einfach, aber gerade dadurch sehr anziehend, und keiner wird
das Buch, das von der Studienzeit, dem Pfarramte und besonders von
dem Missionsdirektorat erzählt und immer mancherlei praktische Beobach—
tungen einflicht, ohne Interesse, Nutzen und mannigfache Anregung lesen.
Ungefähr die Hälfte des Buches handelt von seiner Tätigkeit in der Mis⸗—
sion; diese Kapitel sind zugleich ein Beitrag zur Geschichte der neueren
Zwickau.
Heidenmission und geben einen Einblick in die Organisation einer großen
Mission und ihres Missionshauses. Die Berliner Mission gehört zur
unierten Kirche. Gensichen ist ein Lutheraner in der Union, und sein
unierter Standpunkt zeigt sich öfters, zum Beispiel in der Verteidigung
der gastweisen Zulassung Reformierter zum lutherischen Abendmahlstisch
(S. 100). Es ist aber ein Buch mannigfacher Lebens- und Arbeitserfah⸗
rungen. ö L. F.
COVSTONV OHE POPUrz Why Alien Roman Catholies Cannot
be Legally Naturalized. By Gilbert O. Nations. Cineinnati.
The Standard Publishing Co. 43 Seiten 4½7. Preis:
50 Cts.
Ist in seinem Umfang kaum mehr als ein Traktat, enthält aber wich⸗
tige Belege aus Rechtsautoritäten für die Anerkennung der weltlichen
Macht des Papstes im Völkerrecht und auch von seiten unserer Regierung.
Es wird hieraus geschlossen, daß kein eingewanderter Katholik Bürger
werden kann, ohne dem Papste die Untertanenpflicht aufgesagt zu haben.
Bei dieser Beweisführung ist nicht ganz ersichtlich, weshalb der Verfasser
bei den eingewanderten Katholiken stehen bleibt und nicht auf seine Vor⸗
aussetzungen hin fordert, daß auch eingeborne Amerikaner, die der römi⸗
schen Kirche angehören, erklären sollten, daß sie den Papst nur als geist⸗
liches Oberhaupt, nicht aber als weltlichen Herrscher anerkennen. Für
die statistischen Angaben des Buches fehlen die Belege. G.
THH RHSDONVSOHRIHN. Musical Setting by Mam Reger. AVolume
in the Series of Service Books, edited by Harry C. Archer
and the Veh. Luther B. Reed. Philadelphia. General Coun-
eil Publication Board. 1914. 88 Seiten 574 84. Preis:
50 Cts.
In dem sogenannten Common Service sind für die Abendgottesdienste
in der Liturgie vor der Predigt statt der Kollekte eine Anzahl Responsorien
vorgesehen, die aus Schriftstellen bestehen und dem Kirchenjahre angepaßt
sind. In vorliegendem Buche sind die Responsorien für Advent, Weih⸗
nacht, Epiphanias, Passion, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und Trini⸗
tatis wie auch für die gewöhnlichen Gottesdienste und für Begräbnisse
dargeboten. Der Text ist derjenige der Responsorien im Common Ser-
vice, die von Mar Reger, einem namhaften deutschen Komponisten, der
besonders in der Orgelmusik Hervorragendes geleistet hat, vertont wor⸗
den sind. Der Satz ist vierstimmig für gemischten Chor. Die Komposi⸗
tionen bewegen sich sämtlich im strengsten kirchlichen Stil. G.
Trauermarsch für die Orgel von Fr. Reuter, 126 N. Washington
St., New Ulm, Minn. 5 Seiten 10½13 ½. Preis: 65 Cts.
Zu beziehen vom Concordin Publishing House, St. Louis, Mo.
In bezug auf Tranermärsche bei Begräbnisgottesdiensten stehen wir
geradeso wie in bezug auf Hochzeitsmärsche bei Trauungen: Wir können
uns nicht damit befreunden und meinen, beide Veranlassungen fordern
eine andere Art Musik. Aber wenn es denn durchaus ein Marsch sein
soll, so greife man wenigstens zu diesem Stück, das der Eigenart der
Orgel gerecht wird. L. F.
Einführungen.
Int Auftrag der betreffenden Distriktspräsides wurden eingeführt:
Am 2. Sonnt. n. Epiph.: P. W. H. Cordts in seiner Gemeinde
bei Naper, Nebr., von P. Joh. Dewald. — P. E. Hempel in der St.
Paulsgemeinde zu Sumner, Jowa, unter Assistenz der PP. Händschke,
Kreutz und Deubert von P. H. Schaller.
Am 3. Sonnt. n. Epiph.: P. W. Möller in seinen Gemeinden zu
Farmington und Macedon Center, N. Y., von P. H. Th. Stiemke.
Am 4. Sonnt. n. Epiph.: P. J. H. Deye in seiner Gemeinde zu
Covington, Ill., unter Assistenz P. E. Kochs von P. U. Iben.
Am 5. Sonnt. n. Epiph.: P. W. Schulz in seiner Gemeinde bei
Vernon, Tex., von P. C. M. Beyer.
Als Lehrer an Gemeindeschnlen wurden eingeführt:
Am 3. Sonnt. n. Epiph.: Lehrer L. Dänzer als Lehrer an der
Schule der St. Matthäusgemeinde zu Rochester, N. Y., von P. F. T. Ruh⸗
land.
Am 4. Sonnt. n. Epiph.: Lehrer O. H. Brauer als Lehrer an
der Schule der St. Johannisgemeinde zu Laporte, Ind., von P. P.
Eickstädt.
—
Einweihung.
Am 4. Sonnt. n. Epiph. weihte die Christusgemeinde zu Santa Fe,
Isla de Pinos, Kuba, ihre neue Kirche (44436 Fuß) dem Dienste Gottes.
Prediger: PP. Ortel und Hafner.
English translation
Not yet translated.