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Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 22. Juni 1915, Seite 237

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Und ich sahe einen Engel
Slliegen mitien durch den
Muwe, der halte ein ewig
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denen, die auf Erden sihen
und wohnen, und allen Hei⸗
den, und Geschlechtern, und
Sprachen, und Välkern, und
sprach mit groher Slinunt:
Lürchter Golt, und gebet
ihm die Chre; drun die⸗Zeit
seines Gerichts ist kommen,
und betel an den, der gemacht
hat Himmel, und Erde, und
Meer, und die Wasser⸗
brunnen. Ossb. Joh. 14, 6.7.
—

——8

+

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Herausgegeben von der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Synode von Missouri, Ohio u. a. Staaten.
Redigiert von dem Lehrerkolleginm des theologischen Seminars in St. Louis.

—

71. Jahrgang. St. Louis. Mo., den 22. ZJuni 1915.

Nr. 13.

IEsus. Vom Geben für Gottes Reich.

Auszug aus einem Synodalreferat von D. F. Pieper.
Ein Nam' ist mir ins Herz geschrieben, —

Von dem man lauter Rosen bricht; 2. Die Gefahr der kleinen Gaben.

ich a i trüben, ö — ö ‚
Auch wenn mich alles will betrüben. Die kleinen Gaben haben ihre große Ehre. Die kleinsten
Bleibt dieses Wort mein Trost und Licht. ‚
Gaben werden bis an den Jüngsten Tag überall da geehrt, wo
Ja, weil ich IEsum nennen kann, V
So lachet Leid und Freud mich an es eine Heilige Schrift gibt. Denn die Schrift sagt uns von
dem „Scherflein“ der Witwe, die einen Heller in den Gottes⸗

kasten einlegte, daß das Scherflein eine größere Gabe gewesen

In diesem Worte blüht mein Himmel,

Der Nam' ist meine Seligkeit: sei als die Gaben der Reichen; denn diese hätten von ihrem
Im Sorgendrang, im Weltgetümmel Übrigen, die Witwe aber von ihrer Armut, alles, was sie hatte,
Gibt er mir Halt und Festigkeit. ihre ganze Nahrung, eingelegt, Mark. 12, 4144. So hat
Hab' ich nur IEsum, meinen HErrn, die kleinste Gabe unter Umständen den höchsten Preis. Aber

Bleibt jeder böse Geist mir fern. o weh, wenn das „Scherflein“ von denen, die nicht arme Wit⸗

Mein Herz hüpft auf bei diesem Worte, ven sind, sondern reichlich irdisches Gut besitzen, dazu gemiß

In Jésu bin ich außer mir. braucht wird, nun nach möglichst kleinen Gaben zu tra ch⸗
Nach dieser goldnen Lebenspforte ten und dabei ihr Gewissen mit dem „Scherflein der Witwe“
Geht meine Seele mit Vegier. zu beruhigen! Durch des Teufels Betrug wird das Witwen—
Wie Honigseim und Traubensaft scherflein in so vielen Fällen zum Deckel des Gei zes gemacht.
Ist dieses Namens Eigenschaft. Achten wir auf die Gefahren, die in vielen Fällen mit den

kleinen Gaben verbunden sind!
O könnt' ich wohl was Schön'res sagen? 1. Das Trachten nach kleinen und wenigen Gaben ist
Herz, Mund und Hand spricht „JEsus“ aus. gegen Gottes Willen. Die Heilige Schrift warnt vor
Ruf ich, so hört er meine Klagen; kärglichem Geben und ermahnt zu reichlichem Geben, wenn
Fehlt mir's woran, er hilft mir aus. sie sagt: „Wer da kärglich säet, der wird auch kärglich ernten;
Blah außer ihm ist meine 1* ö und wer da säet im Segen, der wird auch ernten im Segen“,
eib' der nur stets in meiner Brust! 2 Kor. 9, 6. Und der Apostel rühmt an den Gemeinden

Ich hab's gesagt. Mein IEsus bleibet in Mazedonien: „Wiewohl sie sehr arm sind, haben sie doch

Mein HErr und Gott, mein Trost und Mut. reichlich gegeben in aller Einfältigkeit“, 2 Kor. 8, 2.
Ob auch die Welt Gespötte treibet 2. Die kleinen Gaben verderben in vielen Fällen die
Und Scherz mit unserm höchsten Gut, Qualität der Gaben; das heißt, die kleinen Gaben offen—
Soll's doch kein andrer anders sehn, baren oft, daß man nicht seinem Heilande und nicht gern gibt.
Als „IEsus“ hier im Herzen stehn. Freilich, es gibt auch kleine Sachen, in denen kleine Gaben
(„Aus einem alten Gesangbuch“ in Klaus Harms'‘' ganz am Platze sind. Würde zum Beispiel eine Gemeinde die
„Winter⸗ und Sommerpostille“ mitgeteilt.) Einrichtung treffen, daß durch ihre Sonntagskollekten der Ge⸗

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