Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 72, Nummer 10 › Seite 192
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 9. Mai 1916, Seite 192
Scan: from a 2009 DVD; the same scans are on the Internet Archive as DerLutheraner72_partial. Selected pages only: not every page of this year is held.
⤓ Download page image (full resolution)
German transcription machine transcription, uncorrected
192
—
hat sicherlich noch etwas mit dir vor. Das Fenster liegt so, daß
niemand dein Schreien vernehmen konnte; kaum des Sonntags
kommt ein Mensch vorbei.“ Schon seit Jahren, erzählte er weiter,
habe er nicht daran gedacht, das herrschaftliche Grab reinigen zu
lassen. An diesem Morgen sei es ihm plötzlich in den Sinn ge⸗
kommen, und er habe seine Tochter hinschicken müssen, obgleich er
lange gezaudert habe, da sie im Hause alle Hände voll zu tun
gehabt hätte.
Der Junge ist nicht zu Schiff gegangen, sondern ist zu seinen
Eltern heimgekehrt. Die Angst und Not, in die er durch eigene
Schuld geraten war, hat er nicht umsonst ausgestanden. Er ist im
August 1865 als geachteter Geschäftsmann in Berlin gestorben.
Sein Leben lang konnte er es nicht leiden, wenn jemand das Wort
„Zufall“ in den Mund nahm; und wenn einer nichts von Gottes
Vorsehung wissen wollte, so hat er ihm diese Geschichte erzählt und
gefragt: „Nennst du das Zufall?“
———.—
Ein geschriebenes Neues Testament.
Als die gedruckten Bibeln noch knapp und recht teuer waren,
als es auch in England noch keine Bibelgesellschaft gab, kam ein
Irländer zu einem Gutsherrn, in dessen Dienst er stand, und bat:
„Leiht mir doch Euer Neues Testament!“ Der aber wollte es
nicht gerne aus der Hand geben, weil er fürchtete, es möchte zu
Schaden kommen. „Könnte ich's mir nicht abschreiben?“ fragte
der Irländer. „Wo willst du denn Feder und Tinte hernehmen?“
fragte der Gutsherr. „Das würde ich mir kaufen.“ „Und wo
willst du es denn abschreiben?“ „Wenn Ihr's mir erlaubt, so
komme ich alle Abende in Euer Vorzimmer und schreibe, wenn ich
mit meiner Tagesarbeit fertig bin.“ Das konnte ihm der Herr
nicht abschlagen. Der eifrige Irländer schrieb alle Abende, bis
er das ganze Neue Testament abgeschrieben hatte. Nachher gab
man ihm ein gedrucktes Exemplar. Seine Abschrift aber wird
noch heute bei der Londoner Bibelgesellschaft anfbewahrt als ein
Denkmal frommen Fleißes und herzlicher Liebe zu Gottes Wort.
——— —
Neue Drucksachen.
Alle an dieser Stelle angezeigten Bücher, Musikalien, Bilder usw. kön⸗
nen durch das Concordia Publishing House, St. Louis, Mo., zu den bei⸗
gefügten Preisen bezogen werden. Wo eine andere Bezugsquelle angegeben
wird, wolle man, bitte, bemerken, ob zu besorgen, falls nicht vorrätig.
Synodalberichte des Jahres 1915. 12. Oregon- und Washing⸗
ton⸗Distrikt. 52 Seiten. Preis: 10 Cts. 13. English Dis-
triot. 68 Seiten. Preis: 13 Cts. Concordia Publishing House,
St. Louis, Mo.
Während im Bericht des Oregon- und Washington-Distrikts „IEsus
Christus, unser Heiland“ nach Joh. 1 von dem Referenten, P. W. J. Jans⸗
sen, den Synodalen deutlich vor Augen gestellt ist, bringt der Synodal⸗
bericht unsers Englischen Distrikts ein beachtenswertes Referat P. Martin
Walkers über „Christian Stewardship“ (S. 6—35) und eine interessante
übersicht über die Geschäftsverhandlungen dieses Zweiges unserer Synode
(S. 35—68). Beide Berichte seien bestens empfohlen! K.
THLE FORGIVENESS OF SIVNS. By William Dallmann. Ein Traktat.
8 Seiten 3½5 4. Preis: 5Cts.; das Hundert: 83.00.
In dreizehn kurzen Abschnitten wird die Lehre der Heiligen Schrift
von der Vergebung der Sünden entwickelt, und zwar sind die Antworten
auf die jedem Abschnitt vorausgesandten Fragen fast ausschließlich Bibel—
worte. Der Traktat ist ein Nachdruck aus dem Wisconsin Luthieran. Er
eignet sich zur Verteilung vor allem auch gerade an solche, die das Herz
des Christentums, die Lehre von der Versöhnung durch Christi Blut, noch
nicht ergriffen haben. G.
KODEL REIKIA EITII I BAZNVITCIA. Pagal P. Lindemann'a su-⸗
taise. R. Von J. J. D. Razokas, 713 W. 17th Pl., Chi-
cago, III. 4 Seiten 4%½ 9. Preis: 50 Cts. das Hundert.
Uns wird von glaubwürdiger Seite bezeugt, daß dieses eine freie
übersetzung von P. Paul Lindemanns Traktat Why Go to Church“
ins Litanische ist. P. Razokas, unser litauischer Missionar in Chicago,
hat die übersetzung und den Druck besorgt.
ders unter den nichtlutherischen Litauern Chicagos verteilt. G.
Einführungen.
Im Auftrag der betreffenden Distriktspräsides wurden eingeführt:
Am 5. Sonnt. n. Epiph.: P. A. O. Friedrich in der St. Johan⸗
nisgemeinde zu New Orleans, La., unter Assistenz des New Orleanser
Ministeriums von P. G. J. Wegener.
Am Sonnt. Invocavit: P. E. Lindenau in seiner Gemeinde zu
Taylorville, Ill., von Prof. 6. Streckfuß.
Am Sonnt. Oculi: P. C. F. Trünomw in seiner Gemeinde zu San
Juan, Entre Rios, Argentinien, von Präses F. Pfotenhauer.
Am Sonnt. Lätare:
zu Wetaskiwin und der Emmausgemeinde zu Brightview und am Sonnt.
Judica in der Zionsgemeinde zu Peace Hills, Alta., Can., von P. J. H.
Meyer.
Als Lehrer an Gemeindeschulen wurden eingeführt:
Am Palmsonntag: Cehrer E. Glawe als Lehrer an der Immanuels—
schule zu Voungstown, O., von P. H. W. Walker.
Am Ostersonntag: Lehrer G. M. Schmidt als Lehrer an der Schule
der St. Andreasgemeinde zu Buffalo, N. Y., von P. J. Sieck.
Einweihung.
Am Sonnt. Quasimodogeniti weihte die St. Johannesgemeinde zu
Towun Taylor, Mich., ihre neue Pfeifenorgel dem Dienste Gottes.
Prediger: PP. L. Andres und H. Schüßler.
Nonferenzanzeige.
Die Chippewa Valley⸗Spezialkonferenz tagt auf Wunsch der
Mehrzahl der Brüder erst am 6. und 7. Juni (statt, wie beschlossen, am
2. und 3. Mai), und zwar bei dem Unterzeichneten. An⸗ oder Abmeldung
bis spätestens zum 3. Juni erbeten. Alle von Norden kommenden Brüder
werden gebeten, sich am Montagabend am Omaha-Bahnhof in Eau Claire
einzustellen, von wo aus sie um etwa ½ 10 Uhr mittels Automobil abge—
holt werden. Alle, die von dort aus abgeholt werden E — nur
am Abend —, wollen dies gütigst argeben. Beichtrede: Malüg (PP.
List, Kitzerow). Predigt: P. Stapel (PP. Stelter sen., Steher jun.).
Arbeiten haben die PP. Haß, Schwertfeger, Schedler, Bövers, Schrein,
und alle die allgemeine. F. Kersten, Sekr.
Professorenkonferenz.
Lehrer an den höheren Anstalten unserer Synode
Jahr der Bestimmung der Synode gemäß, und
28. bis zum 30. Juni. P. Ad. Bartling, 5811
Chicago, III., erbittet sich die Anmeldungen spä⸗
Man gebe an, ob volles Logis oder nur Mittags⸗
Die Konferenz der
versammelt sich dieses
zwar in Chicago, vom
Iowa St., Austin Sta.,
testens bis zum 1. Juni.
tisch gewünscht wird.
Um Austin zu erreichen, fahre man vom Loop aus mit der Chiengo
& Oak Park-Hochbahn bis Menard Station und gehe neun kurze
nördlich bis zur Kirche. Oder man nehme an State- und Randolph-S
die Chicago Ave.-Straßenbahn (Chicago-Austin), fahre bis Menard⸗ Abe
und gehe zwei Blocks nördlich bis zur Kirche. Transfers von irgendeiner
Linie, welche kreuzt oder sich anschließt, sind gültig.
L. Fürbringer, Vorsitzer.
Bekanntmachung.
An Stelle P. H. Kellermanns, der einen Beruf der Gemeinde in
Knoxville, Tenn., angenommen hat, wird bis zur nächsten Synode Lehrer
Geo. Hörber dem Westlichen Distrikt als Kassierer dienen.
Adresse ist: 6439 [daho Ave., St. Louis, Mo.
J. J. Bernthal,
Präses des Westlichen Distrikts.
Das Pamphlet wird beson⸗
P. A. H. Schwermann in der Zionsgemeinde
Seine 4
8
E
English translation
Not yet translated.