Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 72, Nummer 12 › Seite 234

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 6. Juni 1916, Seite 234

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Tod

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Was ist Wahrheit?

Auf der Eisenbahn wurde über Religion verhändelt. „Wel⸗
sches ist eigentlich die wahre Religion?“ fragte ein Handlungs⸗
reisender. „Ist es die evangelische oder die katholische oder der
Glaube einer der vielen Sekten? Jede Partei behauptet ja, sie
habe recht.“ Man einigte sich dahin, daß es um die Religion
überhaupt eine zweifelhafte Sache sei, und die Gescheiten sich des—
halb möglichst wenig damit einließen. „Sie erlauben“, bemerkte
einer der Mitreisenden, der bisher geschwiegen hatte: „Die Vege⸗
tarier behaupten, daß die Pflanzenkost die einzig richtige sei,
andere halten es mit den Fleischspeisen. Pfarrer Kneipp setzte
einen besonderen Küchenzettel auf, und andere wieder ihren
eigenen. Nicht wahr, unter solchen Umständen ist es eine zweifel⸗
hafte Sache um das Essen? Wer gescheit ist, wird sich angesichts
der großen Meinungsverschiedenheiten am besten gar nicht mehr
damit befassen!“ Das gab nun freilich verlegene Gesichter, aber
hoffentlich haben einige der Mitreisenden der Sache doch noch
etwas weiter nachgedacht und eine richtige Antwort herausge⸗—
funden. (Wechselblatt.)

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Todesanzeige.

Am 5. April starb im Glauben an seinen Heiland Ger—
hard Friedrich Sagehorn, Schüler der zweiten Klasse
in unserm Lehrerseminar zu Seward, Nebr. Der Verstorbene
war am 3. Juli 1897 in Potter, Calumet Co., Wis., geboren.
Er erkrankte im Herbst letzten Jahres und verließ die Anstalt im
März dieses Jahres in der Hoffnung, bald genesen zu seinen
Studien zurückkehren zu dürfen. Doch machte ein Gewächs in
seinem Gehirn seinem Leben ein Ende. In Hampton, Nebr.,
amtierten am 9. April bei dem Leichengottesdienst Präses Brom⸗
mer und Prof. Weller. Vertreter der Fakultät in Seward und
die Glieder der zweiten Klasse gaben ihm das Grabgeleite. Am
Nachmittag desselben Tages fand in der Aula unsers Seminars
eine Trauerfeier statt, bei welcher Prof. Schülke die Rede hielt.

— — ———ͤp— ——
Neue Drudksachen.

Alle an dieser Stelle angezeigten Bücher, Musikalien, Bilder usw. kön⸗
nen durch das Concordia Publishing House, St. Louis, Mo., zu den bei⸗
gefügten Preisen bezogen werden. Wo eine andere Bezugsquelle angegeben
wird, wolle man, bitte, bemerken, ob zu besorgen, falls nicht vorrätig.

BIBLE HISTORT KETERHNVNCES. Explanatory Notes on the Les-
sons Embodied in Bible Histor) for Parochial and Sundoy-
schOols. Compiled by F. Rupprecht. Concordia Publishing
House, St. Louis, Mo. 294 Seiten 5474. Preis: 51. 10.

Das ist ein Buch, in dem nun in englischer Sprache das geboten wer⸗
den soll, was W. Simons „Hilfsbuch zur Biblischen Geschichte“ enthält, ist
daher vornehmlich für unsere Schullehrer und schulehaltenden Pastoren
bestimmt. Der Verfasser verfolgt einen einfachen Plan. Zu den biblischen
Geschichten, die in unsern Gemeindeschulen behandelt werden, hat er er⸗
klären de Glossen gemacht, so daß der Lehrer ohne viel Blättern in Nach⸗
schlagewer ken über solche Fragen wie: Namen des Heiligen Landes, Haupt⸗
produkte desselben, Urbewohner Palästinas, Abrahams Stammbaum,
Träume, der Nil, Kunst und Religion der alten Agypter, jüdische Monats⸗
namen, dreierlei Gesetz, Tempeldienst, Priesterschaft, jüdische Feste, Ein⸗
teilung Palästinas unter die zwölf Stämme usw., sich informieren kann.
Jeder unter uns wird sich freuen, daß ein solches Buch in englischer
Sprache für unsere Gemeindeschulen ein Bedürfnis geworden ist. Wo die
Gemeindeschule mit der deutschen Sprache eingeht, braucht man solche Hilfs—
mittel nicht. Die Herausgabe dieses stattlichen Bandes durch unsern Verlag
gibt zu erkennen, daß man auch in der Schule der Sprachenfrage in steigen⸗
dem Maße Rechnung trägt. G.

SUNDAT-SCHOOL PRAYEINS. English and German. Compiled by
C. Abbetmevyer. 24 Seiten 5½4 47½. Concordia Publishing
House, St. Louis, Mo. Preis: 10 Cts.

Dieses Heft enthält auf zwölf Seiten Gebete für Sonntagsschulen in 3
englischer und auf zwölf Seiten solche in deutscher Sprache.
haltlich geordnet, wie folgt: Opening Prayers, Closing Prayers, Prayers
for Special Occasions (Advent, Christmas, Lent, ete.), Anfangsgebete,
Schlußgebete, Gebete für besondere Gelegenheiten. Wo man Sonntags⸗
schulen hat, kommt diese Sammlung von kurzen, einfachen Gebeten einem
wirklichen Bedürfnis entgegen. G.

Kleine Hauspostille. Kurze Predigten auf alle Sonntage und die ge⸗
bräuchlichsten Festtage des Kirchenjahres von Carl Manthey⸗
Zorn. Northwestern Publishing House, Milwaukeée, Wis.
X und 202 Seiten 7410, in Buckram mit Goldtitel und Deckel⸗
verzierung. Preis: 81.75. Zu beziehen vom Concordia Pub-
lishing House, St. Louis, Mo.

Der allen Lesern dieses Blattes seit Jahren wohlbekannte Verfasser
bietet in diesem Buche die Predigten dar, die er im letzten Jahre seiner
Amtstätigkeit gehalten hat. Die Texte sind meistens die altkirchlichen
Perikopen, besonders die Evangelien. Ofters stehen alttestamentliche Worte
voran und werden kurz ausgelegt, um den innigen Zusammenhang zwi⸗
schen dem Alten und Neuen Testament zu zeigen. Die Predigten sind alle
sehr kurz, je zwei, zweieinhalb, drei Seiten umfassend. Geradeso wollte sie
der Verfasser darbieten, wenn sie auch auf der Kanzel länger gehalten
wurden, als sie hier im Druck erscheinen. Jeder, der den Verfasser kennt,
weiß, daß er eine besondere Gabe hat, die heilsame Lehre klar, faßlich,
populär darzulegen, und wer ihn von der Kanzel gehört hat, weiß auch,
daß er seine besondere Weise hat zu predigen. Diese Weise zeigt sich auch
hier, und der Verfasser will zugleich durch diese Postille andeuten, wie
nach seiner überzeugung gepredigt werden soll. Er hat darum auch dem
Buche eine längere „Vorrede über die rechte Form der Predigt“ voran⸗
gestellt. Das ganze Werk eignet sich auch für kurze Lesegottesdienste, und
als Hauspostille wird es vielen auch wegen des großen, deutlichen Druckes
willkommen sein. Dem Buche ist außerdem ein Widmungsblatt und ein
Formular für ein Familienregister und für sonstige wichtige Familien⸗
erlebnisse beigegeben. Einige Bilder, besonders aus dem Leben des Hei⸗
landes, zieren das Werk.
alles zum Ausdruck bringende Wort: Nimm und lies! L. F.
TLL HEELIOION OF TE LODGE. A Sermon Delivered in the

Ev. Luth. Church of the Redeemer, St. Paul, Minn., March 5,
1916, by Rev. O. C. Kreinheder. Published by request. 18 Sei⸗
ten 4 ½ 6

Das Zeugnis gegen die Loge darf nie verstummen; denn die Loge ist
der gefährlichste Feind unserer Kirche. Offentlich und privatim muß unser
Zeugnis gegen das seelenverderbende Treiben der geheimen Gesellschaften
erschallen. Zwar sagte man unserer Kirche noch vor dreißig Jahren, sie
grabe sich mit ihrer Opposition gegen die Logen selber das Grab. Aber die
so redeten, sind zuschanden geworden. Trotz ihrer entschiedenen Stellung
gegen geheime Gesellschaften steht unsere Synodalkonferenz unter allen
Kirchengemeinschaften des Landes in bezug auf Wachstum obenan. Und
wäre dies auch nicht der Fall, verhielte es sich so, daß wir eben wegen
dieser Stellung gegen das Logenwesen eine ganz untergeordnete Rolle in
der religiösen Welt zu spielen hätten, so dürfte uns auch das nicht in

unserer Stellung wankend machen, wir müßten dennoch Zeugnis ablegen

gegen die seelenverderblichen Lehren und Grundsätze der Loge. In vor⸗
liegendem Pamphlet geht P. Kreinheder besonders den Freimaurern und
Odd-Fellows zu Leibe, und zwar mit blanker Waffe. An vier Punkten
weist er nach, warum ein Christ aus der Loge austreten sollte. Die Sprache
ist einfach, die Argumentation schlagend, und es ist ein erfreulicher Um⸗
stand, daß auch in unsern englischen Gemeinden in solch unumwundener
Weise der echt lutherische Standpunkt gegen die Logen vertreten wird.
Die Predigt ist ein Muster für die öffentliche Behandlung der 8.Len⸗
frage.

Biblische Bilder von Ru dolf Schäfer. Verlag von B. G. Teubner,
Leipzig-Berlin. Sechs Blätter in Mappe. Preis: M. 4.

Edle deutsche volkstümliche Kunst. Schäfer ist ein ganz bedeutender
Künstler, der es versteht, bei scharfer Zeichnung und trefflicher Farben⸗
gebung das Innenleben zum Ausdruck zu bringen. Jedermann kann und
wird sich an diesen sechs schönen Bildern aus dem Leben des Heilandes,
die des Einrahmens wert sind, freuen. Die Gegenstände der Darstellung
sind: Die Geburt Christi; Die Bergpredigt; Lasset die Kindlein zu mir
kommen; Der barmherzige Samariter; Die Einsetzung des heiligen Abend⸗
mahls und eine gedachte Szene: Der Heiland mit einem Brautpaar am
Tische und darunter der Spruch: „Wo du hingehst“, Ruth 1, 16. L. F.

Sie sind in⸗

Wir fassen unsere Empfehlung in das kurze,

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