Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 9, Nummer Beilage › Beilage zu No. 8, S. 2
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1852-12-07, Beilage zu No. 8, S. 2
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im Wesentlichen mit dem Grabauischen ganz und gar überein. Verschieden aber von beiden ist das des P. Kindermann. Dieser, als in der Nähe wohnend und darum den Handel am besten kennend, schont zwar die Gemeinde nicht, wo er Sünde und Schuld auf ihrer Seite zu sehen glaubt, deckt aber ebenso freimüthig die Vergehungen des verklagten Pfarrers auf. An dem letzteren rügt er, daß derselbe bei seinem Antrag an die Gemeinde nicht sorgfältig den Schein vermieden habe, als erlaube er sich Eingriffe in die Rechte der Gemeinde; er hätte nur dahin sehen sollen, daß die Fuhrangelegenheit nicht mit sündlicher Nachläßigkeit betrieben würde. Die Versammlung am 10. Sonnt. p. Trinit. sei keine unrechtmäßige zu nennen, weil P. Krause am Sonntag zuvor mit der Aufforderung weggegangen sei, ihm nach Verlauf einer Woche eine bestimmte Erklärung zu geben, ebensowenig könne vom Umstoßen eines am Jacobi Tag gefaßten Beschlußes die Rede sein, indem an jenem Tage gar kein Beschluß gefaßt worden wäre und eben deswegen P. Krause jene Erklärung bei seinem Weggang begehrt hatte. So habe er auch in seinem Schreiben vom 14. Aug. ganz lieblos und unchristlich wider das 8. Gebot die Gemeinde beschuldigt, daß sie zwanzig mal drei Cents höher achte, als ihre Seligkeit, habe auf leichtfertige Art der Gemeinde sein Amt aufgekündigt, sich in der Predigt eines ungöttlichen Eifers bedient, durch seine öffentliche Verkündigung nach jener Strafpredigt die Gegner seines Antrags eigenmächtig in den Bann gethan und etliche derselben bei vorkommender Gelegenheit auch als Gebannte behandelt, auch habe er große Härte und Lieblosigkeit dadurch bewiesen, daß er dem Gesuch um eine Gemeindeversammlung nicht willfahrte u. a. m. Die Gemeinde hingegen beschuldigt P. Kindermann, daß sie, wie ihm scheine, in der Fuhrangelegenheit überhaupt eine große Fahrläßigkeit bewiesen habe und dem ganzen traurigen Handel dadurch hätte vorbeugen können, daß gleich anfangs eine bestimmte Ordnung hierin gemacht und für ein anständiges Fuhrwerk gesorgt worden wäre. So hätte auch die Gemeinde gleich von vornherein den Pastor mit Bescheidenheit bitten sollen, die Betreibung dieser Angelegenheit ihr gänzlich zu überlaßen und bei Uebersendung des Gemeindebeschlußes vom 10. S. p. Trinit. genau die Gründe angeben sollen, warum sie auf des Pastors Antrag nicht eingehen könne; diejenigen aber hätten sich schwer versündigt, welche über die Strafpredigt P. Krause's auf öffentlicher Straße gespottet hätten. — So urtheilte damals Kindermann über diesen Streit. Der Leser vergleiche nun damit die Darstellung und Beurtheilung im zweiten Synodalbrief der Buffaloer Synode und bedenke, daß sich Kindermann zu diesem bekannt hat!
Bei der so verschiedenen Beurtheilung des Streites von Seiten der Glieder des Kirchenministeriums war der Sache nichts geholfen. Das Feuer der Zwietracht brannte fort, und nun entstand auch Unruhe in der Nachbargemeinde wegen eines an einem gewißen Martin Crüger vollzogenen Bannes, ja zwischen den beiden Pastoren Krause und Kindermann selbst war schon seit einiger Zeit Mishelligkeit entstanden. Da erschien im Frühjahr 1846 P. Grabau, als Senior Ministerii den Streit zu schlichten, begab sich jedoch sogleich nach Freistatt, um dort erst das Feuer zu löschen, indem ihm gleich bei seiner Ankunft eine Beschwerdeschrift der Freistätter überreicht wurde. In Begleitung Krauses und Kindermanns von dort zurück gekehrt, begann Grabau am Himmelfahrtsnachmittage die Untersuchung. Wiewohl nun aber schon in der Beschwerdeschrift von der Gemeinde der geschichtliche Thatbestand war dargestellt worden und dies nun auch wieder bei den mündlichen Verhandlungen geschah, und wiewohl P. Kindermann in seinem Gutachten, wie oben angegeben, dargethan hatte, daß die Versammlung am 10. S. p. Trinit. vom P. Krause ja selbst veranlaßt und daß die Gemeinde der Umstoßung eines mit dem Pastor schon gefaßten Beschlußes mit Recht nicht beschuldigt werden könne: so ging P. Grabau doch auch hier wieder, wie in seinem Gutachten, von der Voraussetzung aus, es sei ein Beschluß gefaßt und die Gemeinde habe in einer hinter dem Rücken ihres Pastors gehaltenen Versammlung denselben wieder umgestoßen. Hierin sollte sich die Gemeinde durchaus schuldigen. Mehr als einmal, so wird von Augen- und Ohrenzeugen einstimmig berichtet, ermahnte P. Kindermann sowohl den P. Krause zur Anerkennung mancher unleugbaren Vergehungen, als auch den P. Grabau zu einem gewißenhaften, unpartheiischen Verfahren gegen die Kläger, worauf dann Grabau, über solche Erinnerung unwillig, Kindermann anbot, doch die Untersuchung für ihn zu führen. In dieser Versammlung, die vom Nachmittage bis zum andern Morgen dauerte, wurde nichts ausgerichtet. Unzufrieden mit dem ganzen Handel, saß Kindermann am andern Tage schon auf dem Wagen, um wieder heimzukehren; auf Grabau's Zureden stieg er wieder ab. So begann denn am Nachmittag des Sonntags Exaudi die Untersuchung von neuem. Es kam endlich gegen Mitternacht zu einer Art von Versöhnung. P. Krause hatte laut des zweiten Synodalberichts zugestanden, „daß er in der Form und Weise seiner Predigt am Jakobitage 1845 und in der derselben angehefteten Verkündigung und sonst in seiner scharfen Predigtweise möge gefehlt haben, aber vom Inhalt seiner Predigten nehme er nichts zurück, denn das sei die Wahrheit; auch bat er alle, die an seiner scharfen Art zu predigen Anstoß möchten genommen haben, um Verzeihung; er habe Niemanden kränken, sondern Jedermann zur Buße führen und bewegen wollen.“ Das Uebrige mußte die Gemeinde auf sich nehmen* und die Meisten, des Grabauischen Inquirirens herzlich überdrüßig und dabei schläfrig, gingen mit Ausnahme Bewersdorf's, der die Versammlung schon verlaßen hatte, die Versöhnung ein. Von dem Klage führenden Theil war jedoch fortwährend dargethan worden, daß in Folge des Geschehenen die Gemeinde zu einer ferneren gesegneten Amtsführung ihres Pastors kein rechtes Zutrauen mehr faßen könne, sie wolle ihm gerne alles vergeben, aber P. Grabau möge eine Versetzung Krause's vornehmen; und der festen Meinung, daß das geschehen werde, hatte man die Hand zur Versöhnung gereicht. Als jedoch die Meisten am andern Tage inne wurden, daß Grabau dies keineswegs zu thun im Sinne habe, widerriefen sie die in der Nacht geschehene Versöhnung als eine erschlichene, wenn sie von Seiten des Kirchenministeriums in der Meinung angenommen worden sei, als habe die Gemeinde ihre Bitte um Versetzung Krause's fallen lassen.
* Es mag freilich manchmal mit der Sündenanerkennung der Gemeindeglieder ganz eigenthümlich hergehen. Ein Glied der Gemeinde P. Tür[unleserlich]'s dahier bezeugte vor unserer dahier 1851 abgehaltenen Synode, nachdem er ums Wort gebeten hatte, wie sehr auch ihn darnach verlange, daß eine Verständigung und Vereinigung seiner und unserer Synode ermöglicht werde. Das „Kirchl. Informatorium“ brachte nun in seiner 3. Nummer des 2. Jhrgs. in Anmerkung die Nachricht, daß Otto, so hieß der Mann, nunmehr bezeugt habe, „daß es ihm herzlich leid sei, mit den missourischen Füchsen sich eingelaßen zu haben.“ Gleichwohl aber bezeugte derselbe seinen beiden Brüdern, Gliedern meiner Gemeinde, die ihn auf diese Stelle im Informatorium aufmerksam machten, daß ihm seine Aussprache vor unserer Synode noch nie leid gewesen sei, er auch nicht einsehen könne, wiefern das Sünde sei und wie er darüber Buße zu thun habe.
So erfolgte denn bald nach Grabau's Abreise ein entschiedener Bruch: der größte Theil der Gemeinde sagte sich am 1. Juni schriftlich von der Seelsorge P. Krause's los und reichte zu gleicher Zeit bei P. Kindermann ein Gesuch um Bedienung mit Wort und Sacrament ein. Als Glied des Kirchenministeriums ging natürlich Kindermann darauf nicht ein. Er verwies deshalb die Bittsteller zum bleiben bei P. Krause und ermahnte sie, so lange als irgend möglich Abhilfe ihrer Gewißensbeschwerden innerhalb der kirchlichen Ordnung zu suchen. Zu dem Ende zeigte er ihnen zwei Wege: sie könnten entweder von andern lutherischen Pastoren außerhalb des Synodalverbandes sich ein Gutachten erholen, oder sie könnten die Entscheidung einer Synode übertragen. Die Gemeinde, auf Grund gemachter Erfahrungen an einer gerechten Entscheidung ihrer Sache durch das Ministerium ihrer Synode verzweifelnd, erwählte den ersteren Weg. Mit einem Theil der Freistätter Gemeinde, in welcher auch eine Trennung vor sich gegangen war, wandte sie sich daher, wie bekannt, an die sächsischen Pastoren in Missouri und erhielt sodann von unserer damals zu Chicago 1847 versammelten Synode ein schriftliches Gutachten,* das meist auf Grund der vorhandenen Documente ausgefertigt und mit Ausnahme einiger schweren Beschuldigungen, wie z. B. die des Meineids, von P. Krause bei dessen Versöhnung mit der Gemeinde im Jahre 1850 als richtig anerkannt worden ist. Die Gemeinde, nun die auch sonstigen Irrthümer ihrer Pastoren einsehend, berief daher bald darauf einen von den sächsischen Pastoren, P. Keyl zu Frohna in Missouri, der denn auch am 19. Sonnt. p. Trinit. desselbigen Jahres sein Amt antrat und in hiesiger Stadt sich niederließ.**
** Siehe den ersten Synodalbericht der Synode von Missouri ꝛc. Da P. Krause auf die Einladung der Synode nicht kam, so hatte die Synode freilich keinen anderen Weg als den das Gutachten vornemlich auf Grund der Documente zu verabfaßen.
* Wie wohl begründet und wahrhaftig die Grabauischen Berichte über die sogenannten „Rottenpriester“ sind, davon zeugt auch das, was er in seinem zweiten Synodalbrief p. 37 über P. Keyl's Amtsantritt in Milwaukie schreibt. Nach den revid. Statuten des Staates Wisconsin muß nämlich jeder Prediger durch Einreichung einer Copie seiner „Credentials of Ordination“ (Ordinationszeugniß) zum Copuliren vom Staate authorisirt werden. Da nun P. Keyl sein lateinisches Ordinationszeugniß nicht einreichen konnte, so wurde im Namen der Gemeinde ein englisches Zeugniß verabfaßt, worin sie vor der Obrigkeit erklärte, daß P. Keyl ihr ordinirter und berufener Prediger sei, und das sie von dem Vorsteher Bruß und dem Schullehrer A. Lemke, als ihrem Schriftführer, unterzeichnen ließ. Dies wird nun von Grabau also dargestellt: „Als Keyl in Wisconsin angekommen war, so ließ er sich von dem abgesetzten Schullehrer Lemke und dem Schiffszimmermann Bruß noch einmal ordiniren, welche beide ihm dann bei der Obrigkeit das Ordinationszeugniß ausstellten!“— Schämt sich denn der Senior Ministerii gar nicht, solche Histörchen als gewiße Thatsachen in die Welt hinauszuschreiben, die er, wenn er noch einigen gesunden Menschenverstand hat, wohl kaum selber im Ernste glauben kann? Und doch beschuldigt er uns in einem fort der Lüge und Verleumdung! Von einer Absetzung Lemke's weiß man übrigens auch nichts. Dieser legte wohl früher einmal sein Amt nieder, indem er aus Mangel an Versorgung zu einem anderen Berufe greifen mußte, wurde aber nicht abgesetzt, sondern vielmehr von P. Krause in Gegenwart P. Kindermanns und etlicher anderer Personen ermahnt, um des Gehaltes willen sein Schulamt noch nicht aufzugeben.
English translation AI translation
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essentially with that of Grabau, entirely and altogether. But different from both is that of P. Kindermann. He, living in the neighborhood and therefore knowing the affair best, indeed does not spare the congregation where he believes he sees sin and guilt on its side, but just as frankly exposes the transgressions of the accused pastor. In the latter he censures that in his proposal to the congregation he had not carefully avoided the appearance as though he permitted himself encroachments upon the rights of the congregation; he ought only to have seen to it that the matter of conveyance was not conducted with sinful negligence. The meeting on the 10th Sunday after Trinity was not to be called unlawful, since P. Krause had gone away on the Sunday before with the demand that they should give him a definite answer after the lapse of a week; just as little could there be any talk of overturning a resolution passed on St. James's Day, since on that day no resolution at all had been passed, and for that very reason P. Krause had demanded that answer at his departure. So also he had, in his letter of the 14th of Aug., quite uncharitably and unchristianly, contrary to the 8th Commandment, accused the congregation of esteeming twenty times three cents higher than its salvation; had in a frivolous manner given the congregation notice of his office; had made use in the sermon of an ungodly zeal; had, by his public proclamation after that sermon of rebuke, arbitrarily put the opponents of his proposal under the ban, and, as occasion arose, had also treated some of them as banned persons; he had also shown great harshness and uncharitableness in that he did not comply with the request for a congregational meeting, and the like. The congregation, on the other hand, P. Kindermann accuses, in that it had, as it seemed to him, shown in the matter of conveyance generally a great negligence, and could have prevented the whole sorrowful affair thereby, if from the beginning a definite arrangement had been made in this matter and a decent conveyance provided for. So also the congregation ought from the very outset to have asked the pastor with modesty to leave the management of this matter wholly to it, and in sending the congregation's resolution of the 10th Sunday after Trinity ought to have stated precisely the reasons why it could not agree to the pastor's proposal; but those had sinned grievously who had mocked on the public street about P. Krause's sermon of rebuke. — So Kindermann judged at that time concerning this dispute. Let the reader now compare with this the representation and judgment in the second Synodal Letter of the Buffalo Synod, and consider that Kindermann has acknowledged himself to be of this!
With such different judgments of the dispute on the part of the members of the Church Ministerium, nothing was helped in the matter. The fire of discord burned on, and now there arose also unrest in the neighboring congregation on account of a ban carried out upon a certain Martin Crüger; yes, between the two pastors Krause and Kindermann themselves discord had already arisen some time before. Then P. Grabau appeared in the spring of 1846, as Senior of the Ministerium, to settle the dispute, but betook himself at once to Freistatt, to put out the fire there first, since immediately upon his arrival a written complaint of the Freistatt people was handed to him. Having returned from there in company with Krause and Kindermann, Grabau began the investigation on Ascension Day afternoon. Although, however, in the written complaint the historical facts had already been set forth by the congregation, and this was now done again in the oral proceedings, and although P. Kindermann in his opinion, as stated above, had shown that the meeting on the 10th Sunday after Trinity had indeed been occasioned by P. Krause himself, and that the congregation could not justly be accused of the overturning of a resolution already passed with the pastor: yet P. Grabau here also proceeded again, as in his opinion, from the presupposition that a resolution had been passed and that the congregation, in a meeting held behind its pastor's back, had overturned it again. In this the congregation was to be found guilty at all costs. More than once, as is unanimously reported by eye- and ear-witnesses, P. Kindermann admonished both P. Krause to acknowledge many undeniable transgressions, and P. Grabau to a conscientious, impartial procedure toward the complainants; whereupon Grabau, indignant at such a reminder, offered Kindermann to conduct the investigation for him. In this meeting, which lasted from the afternoon until the next morning, nothing was accomplished. Dissatisfied with the whole affair, Kindermann was already sitting on the wagon the next day, to return home again; at Grabau's persuasion he got down again. So on the afternoon of the Sunday Exaudi the investigation began anew. Toward midnight it finally came to a sort of reconciliation. P. Krause had, according to the second Synodal Report, conceded, "that in the form and manner of his sermon on St. James's Day 1845, and in the proclamation attached to it, and otherwise in his sharp manner of preaching, he might have erred, but of the content of his sermons he retracted nothing, for that was the truth; also he asked all who might have taken offense at his sharp way of preaching for forgiveness; he had wished to hurt no one, but to lead and move every man to repentance." The rest the congregation had to take upon itself;* and the majority, heartily weary of Grabau's inquisitions and withal sleepy, entered into the reconciliation, with the exception of Bewersdorf, who had already left the meeting. From the complaining part, however, it had been continually set forth that in consequence of what had happened the congregation could no longer have any proper confidence in a further blessed ministry of its pastor; that it would gladly forgive him everything, but P. Grabau should effect a transfer of Krause; and in the firm opinion that this would be done, the hand of reconciliation had been extended. But when the majority perceived the next day that Grabau by no means had it in mind to do this, they revoked the reconciliation made in the night as one obtained by trickery, if it had been accepted on the part of the Church Ministerium in the opinion that the congregation had dropped its request for the transfer of Krause.
* It may indeed sometimes go quite strangely with the acknowledgment of sin among members of congregations. A member of the congregation of P. Tür[illegible]'s here testified before our synod held here in 1851, after he had asked for the floor, how much he too desired that an understanding and union of his synod and ours might be made possible. The "Kirchl. Informatorium" now brought, in its 3rd number of the 2nd volume, in a note the news that Otto, so the man was called, had now testified "that he was heartily sorry to have become involved with the Missourian foxes." Nevertheless the same man testified to his two brothers, members of my congregation, who called his attention to this passage in the Informatorium, that his utterance before our synod had never yet been a grief to him, and that he also could not see in what respect that was sin and how he was to do penance for it.
So there followed soon after Grabau's departure a decided break: the greater part of the congregation renounced in writing on the 1st of June the pastoral care of P. Krause, and at the same time presented to P. Kindermann a request to be served with Word and Sacrament. As a member of the Church Ministerium Kindermann naturally did not accede to it. He therefore referred the petitioners to remain with P. Krause, and admonished them to seek, as long as ever possible, relief for their troubled consciences within the church order. To that end he showed them two ways: they could either obtain an opinion from other Lutheran pastors outside the synodical connection, or they could commit the decision to a synod. The congregation, on the ground of experiences had, despairing of a just decision of its cause by the Ministerium of its synod, chose the former way. With a part of the Freistatt congregation, in which a separation had also taken place, it therefore turned, as is known, to the Saxon pastors in Missouri, and thereupon received from our synod, then assembled at Chicago in 1847, a written opinion,* which was drawn up for the most part on the basis of the documents at hand, and, with the exception of some grave accusations, as for instance that of perjury, was acknowledged as correct by P. Krause at his reconciliation with the congregation in the year 1850. The congregation, now perceiving also the other errors of its pastors, therefore soon afterward called one of the Saxon pastors, P. Keyl of Frohna in Missouri, who also entered upon his office on the 19th Sunday after Trinity of the same year and settled in this city.**
** See the first Synodal Report of the Synod of Missouri, etc. Since P. Krause did not come at the invitation of the Synod, the Synod had indeed no other way than to draw up the opinion chiefly on the basis of the documents.
* How well founded and truthful the Grabau reports about the so-called "factious priests" are, is testified also by what he writes in his second Synodal Letter, p. 37, about P. Keyl's entering upon his office in Milwaukie. According to the revised Statutes of the State of Wisconsin every minister must namely be authorized by the State to solemnize marriages by submitting a copy of his "Credentials of Ordination" (certificate of ordination). Since now P. Keyl could not submit his Latin certificate of ordination, an English certificate was drawn up in the name of the congregation, in which it declared before the magistrate that P. Keyl was its ordained and called minister, and which it had signed by the elder Bruß and the schoolteacher A. Lemke, as its secretary. This is now represented by Grabau thus: "When Keyl had arrived in Wisconsin, he had himself ordained once more by the deposed schoolteacher Lemke and the shipwright Bruß, who both then issued to him the certificate of ordination before the magistrate!"— Is the Senior of the Ministerium then not ashamed at all to write such little tales into the world as sure facts, which he, if he still has some sound common sense, can scarcely himself believe in earnest? And yet he accuses us continually of lying and slander! Of a deposition of Lemke, by the way, nothing at all is known. He did indeed formerly once lay down his office, in that for lack of support he had to take up another calling, but was not deposed, but rather was admonished by P. Krause in the presence of P. Kindermann and several other persons, for the sake of the salary not yet to give up his school office.